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Ärzte vs. Handwerker

Optiker verlieren die Fassung

Neuer Ärger zwischen Mediziner und Gesundheitshandwerkern. Der Fall eines Augenarztes, der seinen Patienten Brillen anbietet, beschäftigt die Justiz.

Die Zentrale zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs hatte das Geschäftsmodell des hannoverschen Augenarztes Claus H. für unzulässig gehalten und geklagt, berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ). Der Augenarzt biete Patienten, die aus seiner Sicht #132;medizinische Spezialfälle #147; sind, Brillenfassungen an. Die wiederum liefere ein Partner-Optiker aus Nordrhein-Westfalen.

Jetzt habe der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden: Ein Augenarzt dürfe mit bestimmten Optikern nur dann kooperieren, wenn ein "hinreichender Grund" vorliegt. H. sieht das Urteil als Erfolg an. Schließlich sei ihm nicht verboten worden, die Brillen in seiner Praxis zu vermitteln.

"Ich bin kein Optiker im weißen Kittel und bekomme keine Prämie", sagt H. in der HAZ. Bei seinen Patienten handele es sich um Menschen, die beispielsweise schwierige Augenkrankheiten haben und an deren Brillen spezielle Anforderungen gestellt werden.

Kritik an de m Geschäftsmodell übt der Zentralverband der Augenoptiker. Der Mediziner sei in der Brillenherstellung und #150;anpassung nicht ausgebildet.

Der BGH hat den Fall an das Landgericht Celle zurückverwiesen. Die dortigen Richter müssen jetzt definieren, was tatsächlich ein "hinreichender Grund" für den Verkauf von Brillenfassungen in einer Augenarztpraxis ist.

(ja)

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Augenoptiker und Zahntechniker

Gerichte stärken Gesundheitshandwerker

Wenn Krankenkassen oder Ärzte in ihren Domänen wildern, ärgern sich Gesundheitshandwerker. Zwei aktuelle Entscheidungen räumen mit Wettbewerbsverzerrungen auf.

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Gesundheitshandwerke

Handwerkerin klagt - Arzt verliert

Wenn Ärzte nur noch einen einzigen Gesundheitshandwerker empfehlen, wird es eng für alle anderen. Eine Hörgeräteakustikerin wehrt sich dagegen - und hat nun vor dem Bundesgerichtshof recht bekommen.

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Lesebrillen

Sehbeschwerden für drei Euro

Fertiglesebrillen aus dem Supermarkt sind auf dem Vormarsch. So verlockend ihr Preis auch sein mag – dem Kunden helfen sie in den seltensten Fällen weiter. Optiker und Augenärzte warnen unisono vor den Folgeschäden.

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HNO-Ärzte

Beteiligungen an Hörgeräteakustiker-Geschäften sind unzulässig

Der unlautere Wettbewerb bei den Hörgeräteakustikern geht munter weiter: Mehrere Hals-Nasen-Ohren-Ärzte aus Stuttgart waren an einer Hörgeräteakustiker-Kette beteiligt - und müssen sich nun zurückziehen.

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