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Politische Farbenlehre

Seit knapp zwei Jahren ist Bettina Otte-Kotulla Ortsvorsitzende ihrer Partei. Damit ist sie eine der wenigen Unternehmerfrauen, die sich politisch engagiert.

Seit knapp zwei Jahren ist Bettina Otte-Kotulla Ortsvorsitzende ihrer Partei. Damit ist sie eine der wenigen Unternehmerfrauen, die sich politisch engagiert.

Von Martina Jahn

Den Dreiklang von Job, Politik und das Engagement für die Unter-nehmerfrauen im Handwerk (UFH) meistert die gelernte Reprografin ohne Probleme. Dabei nimmt in Kauf, dass mindestens vier Abende in der Woche ausgebucht sind. Der Aufwand wird durch eine Menge Spaß belohnt deshalb möchte ich auch andere dafür motivieren, betont Bettina Otte-Kotulla.

Mitte 2006 ist die 38-Jährige eher zufällig in die Politikszene der Samtgemeinde Sickte eingestiegen. Politisch interessiert war sie

Dass die UFH auf ihrer Landesver-bandstagung in Northeim eine Initiative für mehr politisches Engage-ment gestartet haben, freut Otte-Kotulla. Besonders auf kommunaler Ebene ist die Politik den Menschen sehr nahe, betont die Unternehmerfrau. Sie will das politische Geschehen für Bürger und Unternehmer transparenter machen, setzt sich für kürzere Entscheidungswege ein und kämpft gegen die Politikverdrossenheit ihrer Mitmenschen.

"Im schlimmsten Fall das Aus"

Jede falsche Entscheidung eines Unternehmers wirkt sich in kleinen Betrieben direkt aus und kann im schlimmsten Fall das Ende einer Firma bedeuten, sagt die Unternehmerin. Deshalb setzt sie sich gezielt für die Belange kleiner mittelständischer Betriebe ein. Die Norddeutsche teilt sich mit ihrem Vater die Geschäftsführung des Druckereibetriebs.

Weil sie nicht betriebsblind werden wollte, absolvierte Otte-Kotulla in Frankfurt eine Ausbildung zur staatlich geprüften Drucktechnikerin. Es folgte eine Weiterbildung zur technischen Betriebswirtin in Celle und Lüneburg. Später kehrte sie in den Familienbetrieb zurück.

Das politische Engagement der Unternehmerin ist gewachsen: Neben dem Ortsvorsitz ist sie Bürgervertreterin im Samtgemeinderat, gehört mehreren Arbeitskreisen an. Dass Politik viel Zeit und Kraft kostet, spürte Otte-Kotulla von Beginn an. Es ist schwer, in die Mühlen der Politik hereinzukommen. Von Tür zu Tür sei sie gezogen, um sich in der Nachbarschaft vorzustellen. Wahlplakate brachte sie eigenhändig an. Heute ist die Unternehmerfrau begeistert, dass ihre harte Arbeit Früchte trägt: Auch wenn ich nur schrittweise etwas bewegen kann das ist immerhin etwas. Und die Bürger spüren es.

Unverzichtbare Netzwerke

Bei den Unternehmerfrauen im Arbeitskreis Wolfenbüttel übernimmt sie als Schriftführerin Verantwortung. Ihre drei Rollen Unternehmerin, Unternehmerfrau und Kommunalpolitikerin seien fest miteinander verquickt. Dieses Netzwerk gibt ihr Kraft und motiviert sie für neue Aufgaben. Und letztlich bringt mich das persönlich und meinen Betrieb ein großes Stück voran, betont sie.

Weil auch die neue UFH-Initiative für mehr politisches Engagement ein Erfolg sein soll, wird sie wieder reichlich Energie investieren. So viel steht fest: Otte-Kotulla weiß aus eigener Erfahrung, dass zwei Jobs nicht immer unter einen Hut zu bringen sind. Den Zeitaufwand könnten Frauen, die einen Betrieb führen und Kinder zu versorgen haben, oft nur schwierig bewerkstelligen. Dennoch sei das Engagement im Handwerk wichtig. Deshalb fordert sie, dass Unternehmerinnen, die in die Politik wollen, an anderer Stelle unterstützt werden. Beispielsweise durch einen Zuschuss für die Tagesmutter oder die Kostenübernahme für den Wahlkampf.

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