Hinter mancher Bewerbung steckt ein gemeiner Cyberbetrug.
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Polizei warnt: Massenhaft falsche Bewerbungen mit Viren

Ein interessantes Anschreiben ohne Rechtschreibfehler, doch im Anhang steckt ein Erpressungstrojaner. Laut Polizei hat diese Betrugsmasche gerade Konjunktur.

Der Mangel an Fachkräften belastet Betriebe, das neue Ausbildungsjahr beginnt – da freut man sich doch über jede Bewerbung. Oder? Diese Situation der Unternehmen nutzen Cyberkriminelle für ihre Zwecke aus. Sie versenden Bewerbungsschreiben mit Schadsoftware im Anhang. Die Masche ist nicht neu, derzeit aber seien die Schreiben „massenhaft im Umlauf“, warnt die Polizei Niedersachsen.

Dabei besticht die falsche Bewerbung offenbar durch gutes Deutsch, zeigen die Beispiele, die die Polizei anführt. An der Betreffzeile „Bewerbung auf die ausgeschriebene Stelle - Nadine Bachert“ ist zunächst nichts auszusetzen. Auch das E-Mail-Schreiben wirkt weitgehend sauber formuliert. Laut Polizei variiert der Absendername und dem Text liegt ein Portraitfoto bei.

Einer Zip-Datei „Bewerbungsunterlagen“ soll das Unternehmen die weiteren Informationen entnehmen. Hier schlummert der Virus. In dem Zip-Archiv liegt eine EXE-Datei. Wer sie ausführt, lässt die Ransomware von der Leine. Dateien auf dem Computer werden verschlüsselt und erst gegen ein Lösegeld wieder freigegeben. Aktuell beliebt ist dabei die Ransomware Gandcrab.

Die Polizei rät zur Vorsicht. Mitarbeiter sollten geschult und Vorkehrungen getroffen werden, um Mails auf gefährliche Inhalte zu prüfen. Der Einsatz weniger gefährdeter Betriebssysteme – Gandcrab läuft auf Windows – mindere die Gefahr ebenso wie der Einsatz gesonderter Computer ohne Netzwerkverbindung. Auch empfiehlt die Polizei gute Antivirensoftware und regelmäßige Backups.

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