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Expertentipp

Rechtzeitig die Mitarbeiter motivieren

Zu den wichtigsten Aufgaben im Krisenfall gehört es, die Mitarbeiter zu motivieren. Unmotivierte Mitarbeiter können die Krise weiter verschärfen - sei es durch sinkende Produktivität, sei es durch das Abwandern von Leistungsträgern.

"Vermitteln Sie Zuversicht und Vertrauen."

Kurt Assfalg ist Geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensberatung Assfalg amp; Collegen GmbH in Westerstede und berät seit 1974 kleine und mittlere Unternehmen insbesondere im Handwerk. Er ist Mitglied im Fachverband DIE KMU BERATER - Verband freier Berater e.V

von Kurt Assfalg

"Zu den wichtigsten Aufgaben im Krisenfall gehört es, die Mitarbeiter zu motivieren. Unmotivierte Mitarbeiter können die Krise weiter verschärfen - sei es durch sinkende Produktivität, sei es durch das Abwandern von Leistungsträgern.

So können Sie die Motivation steigern:

1. Strukturen schaffen

Beseitigen Sie Organisationsmängel. Dazu gehört es, Verantwortlichkeiten, Aufgaben und Kompetenzen schriftlich festzulegen. Schaffen Sie klare Strukturen und Verantwortungsverhältnisse. Machen Sie diese allen Mitarbeitern bekannt.

2. Mitarbeiterpotenziale nutzen

Führen Sie Mitarbeitergespräche durch, um Schwachstellen aus Sicht der Belegschaft zu erkennen. Nehmen Sie die Verbesserungsvorschläge der Mitarbeiter ernst. Auch in unserer Beratungspraxis interviewen wir im ersten Schritt die Mitarbeiter am liebsten ohne den Chef.

3. Regelmäßige Planung und Zielvereinbarungen

Die Unternehmensführung muss sich konkrete Ziele und Zeitvorgaben setzen. Machen Sie für den Betrieb einen "Fahrplan", für das nächste Jahr, für den nächsten Monat, für die nächste Woche. Erste Ziele zur Motivationssteigerung sollte die Einführung wöchentlicher Planungsrunden sein. Feste Gesprächstermine und Zielvereinbarungen verbessern das Klima, denn dann weiß jeder, wohin die Reise geht. Die Identifikation mit diesen Zielen verbessert Ergebnisse und Zusammengehörigkeitsgefühl.

4. Information durch Betriebsversammlungen

Führen Sie eine Betriebsversammlung durch. Erklären Sie Ihren Mitarbeitern, was Sie vorhaben, um den Betrieb wieder zu stabilisieren. Sagen Sie, dass jeder an seinem Platz ganz wichtig ist, vom Meister bis zum Lehrling. Besprechen Sie Stellenbeschreibungen und Funktionen. Erklären Sie die Notwendigkeit von Regeln und Planung. Erfolg macht Spaß, und Spaß an der Arbeit macht erfolgreich.

5. Auftragsabwicklung

Voraussetzung für eine erfolgreiche Auftragsabwicklung ist eine gute Vorbereitung und Planung. Ziel muss es sein, dass die Gesellen ihre Aufträge wie geplant bis zum Ende durchführen können, anstatt laufend wegen mangelhafter Planung unterbrechen zu müssen. Dazu gehört neben einer auftragsbezogenen konsequenten Materialdisposition eine realistische Termin- und Zeitplanung. Ohne Zeiterfassung (auftragsbezogene Stundenzettel oder elektronischer Zeiterfassung) ist dies nicht möglich. Zeitwirtschaft ist die Grundlage für effektive Kalkulation und Leistungslohn. Auch hier gilt: Ziele, Vorgaben und regelmäßige und Informationen verbessern die Motivation der Mitarbeiter.

6. Chef als Vorbild

Das Ziel ist es, Ordnung und Regeln einzuführen, die für jeden gelten, auch für den Chef. Alle sitzen in dem gleichen Boot. Vermitteln Sie Zuversicht und Vertrauen. Die positive Ausstrahlung des Chefs motiviert und begeistert die Mitarbeiter."

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Studie

Ursachen der Unternehmenskrise

Kein Konzept und keine Planung - Krisen in Handwerksbetrieben habe viele Auslöser. Doch Ursache Nr. 1 ist für den Unternehmensberater Kurt Assfalg das Fehlen eines Unternehmenskonzeptes: "Ein Unternehmen ohne Konzept ist wie ein Haus ohne Fundament."

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Krise

Optimale Vorbereitung auf den Runden Tisch

Am Runden Tisch muss der Unternehmer aktiv mitarbeiten. Schon in der Vorbereitung muss er beweisen, dass er sich nicht auf die Hilfe anderer verlässt. Was zur Vorbereitung gehört, weiß Unternehmensberater Kurt Assfalg.

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Mitarbeitergespräch

Leitfaden für Mitarbeitergespräche

Mitarbeitergespräche sind eines der wichtigsten Instrumente der Personalführung. Unternehmensberater Sönke Petersen-Jahn aus Hannover gibt einige Hinweise, wie Sie diesen Dialog erfolgreich umsetzen können.

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