Die Rekordpraktikanten Charlotte Stanke und Marvin Möller ziehen ein positives Fazit.
Foto: U. Wittenbrink, HWK OWL

Handwerk-Roadtrip beendet

Rekordpraktikanten: "Das Handwerk überrascht"

44 Praktika in fünf Monaten: Die „Rekordpraktikanten“ beenden ihren Handwerk-Roadtrip – mit positivem Fazit.

5800 Kilometer quer durch Deutschland haben die „Rekordpraktikanten“, Charlotte Stanke und Marvin Möller, in fünf Monaten zurückgelegt. Sie schliffen Bootsplanken am Steinhuder Meer, halfen bei der Dachsanierung des Industriemuseums in Schönebeck, lernten beim Orthopädiemechaniker und schnupperten in viele andere Branchen des Handwerks.

Am 1. August 2017 starteten sie in einem Dachdeckerbetrieb in Hamburg. Das abschließende Praktikum führte sie kurz vor Weihnachten zu einem Bauzeichner nach Bayern. Zwei Tage verbrachten die Praktikanten in jedem Betrieb. 44 der mehr als 130 Ausbildungsberufe im Handwerk probierten sie aus.

Ein kurzes Video fasst den Roadtrip der Rekordpraktikanten zusammen:

Berichtet hatten die beiden von jeder Station mit Bildern und Videos auf Facebook, Instagram und Youtube. Während ihrer Tour sind den Rekordpraktikanten etwa 8000 junge Menschen gefolgt.

Ihr Fazit: „Vor unserem Roadtrip dachte ich, das Handwerk besteht aus hämmern, sägen, bohren. Heute weiß ich: Die Berufe sind wirklich vielfältig und decken zahlreiche Interessen ab“, sagt Charlotte. Ihr gefielen besonders die Praktika beim Fotografen und Sattler.

Marvin war beeindruckt von den technischen Berufen: „Der Ofen- und Luftheizungsbauer vereint Tradition und Moderne – das finde ich wirklich spannend. Und das Autoschrauben beim Kfz-Mechatroniker hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich einfach einen Tag länger geblieben bin.“

(red)

Auch interessant:

Handwerk zu dreckig? Vorurteil verschärft Fachkräftemangel

Fehlende Wertschätzung, Fachkräftemangel und Studienabbrecher im Handwerk: All das ist für Richard Schildgen eng miteinander verbunden. Hier verrät der Meister, woran das liegt.
Artikel lesen >

Nachwuchsrekrutierung: Praktika mit Klebeeffekt

Kaffee kochen und Werkzeug anreichen? Wer Jugendliche für den Betrieb begeistern möchte, muss dafür schon mehr aufbringen. Echtes Interesse zum Beispiel.
Artikel lesen >