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Alarmanlagen für den Betrieb

Scharf geschaltet

Gute Alarmanlagen schützen vor Einbruch und Überfall. Schlechte können echte Nervtöter sein, wenn sie ständig für Falschalarm sorgen. Hier einige Tipps für die Planung.

Fernalarm: - Die Polizei oder das Wachunternehmen werden informiert, sobald der Täter zu weit geht.
Die Polizei oder das Wachunternehmen werden informiert, sobald der Täter zu weit geht.
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Der „ideale“ Einbruch verläuft für Kriminalhauptkommissar Jürgen Schöttke so: „Die Täter versuchen, eine Tür oder ein Fenster aufzuhebeln, kommen aber nicht rein. Die Alarmanlage meldet das an die Polizei oder an das Wachunternehmen, ohne dass die Einbrecher etwas davon merken, und die Interventionskräfte stellen sie schon am Tatort.“ Schöttke ist Experte für Einbruchschutz im Präventionszentrum der Bremer Polizei. Es gehört zu einem bundesweiten Netzwerk von Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen. Sie unterstützen Betriebe dabei, sich vor Einbrüchen zu schützen. Die sogenannten Überfall- oder Einbruchmeldeanlagen können dabei eine wichtige Rolle spielen, wenn man einige Punkte beachtet:

1. Überlegen Sie, was die Anlage leisten soll
Was soll wie, womit und warum überwacht werden? Diese Fragen sollten am Anfang stehen. Ziehen Sie dafür einen Fachberater der Polizei oder eines Sicherungsunternehmens hinzu. Grundsätzlich mache es Sinn, eine Kombination aus der „Außenhautüberwachung“ und der „Fallenüberwachung“ zu wählen, sagt Jürgen Schöttke. Bei der ersten Spielart werden alle sicherheitsrelevanten äußeren Zugänge wie Türen und Fenster überwacht. Bei der Fallenüberwachung geht es um diejenigen Bereiche, welche die Täter höchstwahrscheinlich betreten werden. Das kann zum Beispiel der Tresorraum sein.

Lesen Sie auf Seite 2, welche Voraussetzungen eine Alarmanlage erfüllen sollte.

 

"Stiller" Alarm bei Überfällen
Polizeiexperte Jürgen Schöttke: - Die Polizei berät Betriebe, damit sie nicht auf die falsche Alarmanlage setzen.
Die Polizei berät Betriebe, damit sie nicht auf die falsche Alarmanlage setzen.
Foto: Funck

Eine gute Anlage solle es den Mitarbeitern außerdem ermöglichen, einen Überfallalarm auszulösen, sagt Präventionsexperte Jürgen Schöttke. Damit ist ein „stiller“ Alarm ohne Sirene und Blitzleuchte gemeint, den die Täter möglichst nicht mitbekommen. Außerdem solle die Anlage über den Fernalarm direkt mit der Polizei oder einem privaten Sicherheitsunternehmen vernetzt sein, so dass der Alarm dort aufläuft. Eine Aufschaltung bei der Polizei ist jedoch nicht in allen Bundesländern und nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Häufig wird dieser Service auch von den Errichterfirmen angeboten.

2. Achten Sie auf Qualitätsstandards
Die teuerste Anlage ist nutzlos, wenn sie sich leicht austricksen lässt oder ständig Falschalarme meldet. Die Polizei empfiehlt den Betrieben deshalb, sich vor der Auftragsvergabe bestätigen zu lassen, dass die Anbieter bei der Planung, Geräteauswahl, Installation und Instandhaltung bestimmte DIN-Normen einhalten. Dabei sind auch die Forderungen der Versicherungen zu berücksichtigen. Sie verlangen in der Regel, dass ein von der VdS-Schadenverhütung in Köln zertifiziertes Errichterunternehmen die Anlage plant und einbaut. Auflistungen zertifizierter Anbieter gibt es bei den Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen. Und Achtung: Verlangen Sie vom Errichter eine Anlagenbeschreibung nach dem „Polizeilichen Pflichtenkatalog für Errichterunternehmen von Überfall- und Einbruchmeldeanlagen“. Falls Mängel auftreten, sind Sie damit rechtlich auf der sicheren Seite.

Was nach der Installation der Anlage zu beachten ist, lesen Sie auf Seite 3.

3. Lassen Sie sich in die Bedienung einweisen
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Wichtig ist auch, sich vom Errichterunternehmen genau in die Bedienung der Alarmanlage einweisen zu lassen. Was Sie unbedingt benötigen: ein Betriebshandbuch und eine verständliche Bedienungsanleitung. Nicht zu vergessen sind außerdem detaillierte Installations- und Lagepläne mit eingezeichneten Überwachungsbereichen. Das erleichtert die Reparatur- und Wartungsarbeiten erheblich.

4. Vereinbaren Sie eine "Probezeit" und regelmäßige Wartungen
Nach der Installation sollten Sie eine Probezeit von etwa einem Monat vereinbaren. Achten Sie während dieser Zeit insbesondere darauf, ob sich falsche Alarmmeldungen häufen und wodurch sie ausgelöst werden. Treten keine Fehlfunktionen auf, können Sie die Alarmanlage nach der Probezeit abnehmen. Lassen Sie die Anlage danach in regelmäßigen Zeitabständen warten, damit sie zuverlässig ihre Arbeit tut. So mancher Gauner dürfte sich dadurch abschrecken lassen

(afu)

Weiterführende Links:

www.polizei–beratung.de  
www.polizei.bremen.de (Rat und Hilfe)
www.vds.de (VdS Schadenverhütung)

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