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Weniger Nachfrage

Schwarzarbeit: Die Preise steigen

Die Schattenwirtschaft verliert im Aufschwung offenbar an Attraktivität: Experten erwarten einen Umsatz-Rückgang von sechs Milliarden Euro für das kommende Jahr.

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Da mit dem Wirtschaftswachstum die Arbeitslosigkeit sinke, verringe sich auch der Anreiz, "durch Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit erlittene Einkommensverluste durch illegale Tätigkeiten zu kompensieren", sagte der Wirtschaftsprofessor der Johannes-Kepler-Universität in Wien der Nachrichtenagentur Reuters.

In diesem Jahr könnte der illegale Sektor stagnieren, nachdem er 2009 noch um sieben Milliarden Euro gewachsen sei.

"Wenn sich der Faktor Arbeit verteuert, steigt die Nachfrage nach Schwarzarbeit, weil sie billiger angeboten wird", kommentierte der Experte die Anhebung der Beitragssätze für die gesetzliche Kranken- und Arbeitslosenversicherung ab Januar 2011.

Dennoch werde der Umsatz der Schattenwirtschaft im kommenden Jahr etwa 360 Milliarden Euro betragen, sagte Schneider. Das entspreche 14 Prozent des Bruttoinlandsproduktes.

Auf das Handwerk und das Baugewerbe entfallen laut Schneider 38 Prozent des illegal erwirtschafteten Umsatzes. Gewerbe- und Industriebetriebe sowie das Hotel- und Gaststättengewerbe erarbeiten 17 Prozent illegal. Haushaltsnahe Dienstleistungen folgen mit 13 Prozent.

Knappheit erhöht den Preis
Möglicherweise muss, wer im kommenden Jahr Schwarzarbeiter beschäftigt, auch mehr bezahlen. Schneiders Begründung: "Auch die Schwarzarbeit funktioniert nach ökonomischen Prinzipien der Marktwirtschaft: Wird ein Gut knapper, steigt der Preis."

Der Staat und die Sozialversicherungen leiden besonders unter der illegalen Beschäftigung, weil ihnen Steuer- und Beitragseinnahmen entgehen. Die Kehrseite: In 2009 habe die Schattenwirtschaft den Abschwung gedämpft, da Drei Viertel des illegal verdienten Geldes sofort wieder ausgegeben wurden, rechnete der Wirtschaftsprofessor vor.

Merken Sie, dass die Schwarzarbeit in Zeiten des Aufschwungs weniger wird? Wie macht sich das bemerkbar? Wir sind gespannt auf Ihre Meinung!

(ja)

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Weniger Schattenwirtschaft

Schwarzarbeit schrumpft – Handwerk warnt

Auch wenn die Schwarzarbeit auf dem Papier gesunken ist, gibt das Handwerk keine Entwarnung. Stattdessen fordern Vertreter des Handwerks eine Verschärfung der Gesetze.

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Schwarzarbeit wachsender Wirtschaftszweig

Die Schattenwirtschaft in Deutschland ist nach Einschätzung der ostwestfälischen Handwerkspräsidentin Lena Strothmann ein "kontinuierlich wachsender Wirtschaftszweig". Allein im Handwerk dürften die Umsatzverluste durch Schwarzarbeit im Jahr 2000 mehr als 100 Milliarden DM (rund 51 Mrd Euro) betragen, sagte Strothmann.

Auch für das laufende Jahr gehen die Forscher davon aus, dass die Schattenwirtschaft weiter abnehmen wird. Gründe dafür dürften die positive Arbeitsmarktentwicklung und die Absenkung des GKV-Mindestbeitrags sein.
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IAW-Prognose

Schwarzarbeit nimmt weiter ab

Die Schattenwirtschaft schrumpft. Forscher gehen davon aus, dass sich dieser Trend 2019 fortsetzt. Der neue GKV-Mindestbeitrag könnte dazu beitragen.

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Schwarzarbeit

Schwarzarbeit auf dem Rückzug!

Erstmals seit mehreren Jahren ist die Schattenwirtschaft in Deutschland auf dem Rückzug. Das prognostiziert zumindest der Linzer Ökonom und Schwarzarbeitsexperte Friedrich Schneider.

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