Foto: Privat

Unternehmer berichten

Serie: Genial digital! So nutzen Handwerker die Digitalisierung

Was sind die beliebtesten Handwerker-Apps, welche Social-Media-Strategie hat sich im Betrieb bewährt? Das verraten Handwerker in dieser Kurzinterview-Reihe.

Auf einen Blick:

  • In der Interview-Serie "Genial digital!" berichten Handwerker, wie sie sich digital aufgestellt haben, um für die Zukunft gerüstet zu sein.
  • Die Serie setzt auf Kurz-Interviews mit maximal fünf Fragen. Jedes Interview hat eine Lesedauer von maximal 60 Sekunden.
  • Die Selbstständigen erzählen, inwiefern sie bereits Zeit und Geld in die Digitalisierung investiert haben und welche Tools ihnen bei der täglichen Arbeit helfen.

Alle Infos

von der handwerk.com-Redaktion

Teil 3: "Wir digitalisieren den kompletten Betrieb"

Nico Robben, Maurermeister aus Melle, Chef von vier Mitarbeitern.

  • Welche App nutzen Sie beruflich am meisten? Die Wetter-App für die frühzeitige Planung der Baustellen – je nach Witterung. Mit Lieferanten, Kunden und meinem Team kommuniziere ich gern über Whatsapp.
  • Was war Ihre größte digitale Herausforderung? Die Erstellung der Website war anfangs schwierig.
  • Wofür nutzen Sie Social Media? Damit werbe ich für den Betrieb. Fans und Follower bleiben auf dem neuesten Stand durch Referenzen von Projekten. Und zur Mitarbeitersuche.
  • Was wollen Sie als Nächstes digitalisieren? Wir Digitalisieren den kompletten Betrieb! Durch ein Tablet wird das Büro mit den Baustellen verbunden und wichtige Daten sind überall von uns abrufbar. Nicht zu vergessen sind dabei Datenschutz und Datensicherung. Mit diesen Tablets werden dann Lagerbestände und Abrechnungen überwacht. Außerdem können wir mit den Tablets bei Kundenterminen Wünsche des Bauherrn direkt vor Ort im Angebot bzw. in den Plänen ergänzen. Dadurch sparen wir nicht nur Arbeit und Zeit - auch die Umwelt wird durch einen geringen Papierverbrauch geschont.
  • Gönnen Sie sich Online-Auszeiten? Gerade jetzt in der Anfangsphase gönne ich mir keine Auszeiten! Ich bin für meine Mitarbeiter, meine Kunden und alle, die eine Frage haben immer online erreichbar, da ich auch am Wochenende oder Abends mein Handy dabei habe. Zwischen privat und geschäftlich mache ich derzeit keinen Unterschied. Im Winter werde ich mir eine Woche Urlaub gönnen und die Erreichbarkeit auf wenige Minuten am Tag runterschrauben.

Teil 2: Aktivitäten und Routen nur noch digital

Ralf Christoffer, SHK-Meister aus Springe bei Hannover, führt einen Betrieb mit 14 Mitarbeitern.

  • Welche App nutzen Sie beruflich am meisten? Die App eines Großhändlers. Damit bestellen wir Materialien aus dem Büro heraus und die Mitarbeiter haben von unterwegs darauf Zugriff.
  • Was war Ihre größte digitale Herausforderung? Vor zwei Jahren haben wir auf ein digitales Aktivitätenmanagement umgestellt: digitale Terminvergabe, Routenplanung etc. Das spart viel Zeit und Aufwand.
  • Wofür nutzen Sie Social Media? Um auf Kernkompetenzen hinzuweisen. Wir wollen das Spektrum unserer Leistungen zeigen. Social Media eignet sich dafür super, es ist lebendiger als die Website.
  • Was wollen Sie als Nächstes digitalisieren? In zwei Jahren zum mobilen Monteur: Jeder soll mit einem iPad ausgestattet sein. Das ist mein großes Ziel.

Teil 1: Projektablauf auf Facebook dokumentiert

Maike Rutkat ist Raumausstattermeisterin und leitet das Unternehmen „Raumausstattung Christmann“ in Aurich. Sie beschäftigt vier Mitarbeiter.

  • Welche App nutzen Sie beruflich am meisten? Facebook und WhatsApp.

  • Was war Ihre größte digitale Herausforderung? Als wir unsere Website umgestellt haben. Ich brauche immer etwas Zeit, um mich an neue Funktionen heranzutasten.

  • Wofür nutzen Sie Social Media? Wir nutzen Facebook zum Beispiel, um ein Projekt in Bildern zu begleiten. So dokumentieren wir die Arbeiten, die wir gerade machen.

  • Gönnen Sie sich Online-Auszeiten? Ja, wir beantworten E-Mails nur zu den Geschäftszeiten. Das Gleiche gilt auch für Facebook.

Auch interessant:

Digitalisierung + IT

Digitalisierung: „Wer da nicht mitschwimmt, könnte bald untergehen.“

Henning Müller ist nach einem Jahr Digitalisierungswerkstatt gut für die Zukunft gerüstet. Und sein Betrieb ist nicht der einzige.

Digitalisierung + IT

Geldgeschenke für die Digitalisierung

Der Bund will Handwerksbetrieben bei der Digitalisierung unter die Arme greifen. Im Programm Go Digital spendiert er pro Vorhaben bis zu 16.500 Euro.

Steuern

Digitale Buchführung: Wie rechtssicher ist Ihre Software?

Digitale Buchführung und Archivierung? Ulrich Koch wähnte sich mit seiner Software auf der sicheren Seite. Bis sich ein Betriebsprüfer das Programm genauer anschaute.

Steuern

GoBD: So einfach schöpfen Betriebsprüfer Verdacht!

Ob digitale Buchhaltung oder Kassensystem – wo die Grundsätze der digitalen Buchführung (GoBD) gelten, finden Betriebsprüfer schnell formelle Fehler! Wie können Betriebe beweisen, dass alles in Ordnung ist?