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Strategie

Serie: Gut gemacht! Handwerker verraten ihre Erfolgsrezepte

Viele Wege führen zum Erfolg. Aber welche? In dieser Kurzinterview-Reihe berichten Selbstständige in 60 Sekunden, was ihren Betrieb wirklich ausmacht. Teil 2: Mehr Emotion, bitte!

Alle Infos

Auf einen Blick:

  • In der Interview-Serie "Gut gemacht!" berichten Handwerker, welche Entscheidungen sie zu erfolgreichen Unternehmern gemacht haben.
  • Die Serie setzt auf Kurz-Interviews mit maximal fünf Fragen. Jedes Interview hat eine Lesedauer von maximal 60 Sekunden.
  • Die Selbstständigen erzählen, welche Entscheidungen für sie spielentscheidend waren, worin sie ihre Alleinstellungsmerkmale sehen und was sie künftig noch erreichen wollen.

Teil 2: Mehr Emotion, bitte! "Wir rücken kein Produkt in den Vordergrund."

Folker Natelberg hat im SHK-Handwerker angefangen. Heute ist er mit Gebäudetechnik auf Wachstumskurs. 150 Mitarbeiter zählt sein Unternehmen in Rhauderfehn.

  • Herr Natelberg, Was war Ihre wichtigste Entscheidung als Unternehmer? Der Wandel vom SHK-Handwerk zur ganzheitlichen energetischen Gebäudetechnik. Wir decken die gesamte Gebäudetechnik ab, inklusive Design und Möbeln, Planung und Ausführung.
  • Was bieten Sie Kunden, das Ihre Mitbewerber nicht haben? Zum Beispiel Probewohnen im Natelberg Smart Huus. Da können unsere Kunden den Komfort intelligenter Gebäudetechnik selbst erleben. Wir rücken kein einzelnes Produkt in den Vordergrund, sondern zeigen, wie es sich damit lebt.
  • Welches Ziel wollen Sie als Unternehmer noch erreichen? Wir wollen unseren Standort vom Point of Sale – dem Ort wo verkauft wird – zum Point of Emotion wandeln. Das heißt Gebäudetechnik mit Düften, Farben und Wohnlandschaften vorstellen.
  • Was war Ihre härteste Bewährungsprobe? Industrie und Großhandel davon zu überzeugen, uns als Partner zu sehen. Viele Hersteller wollen selbst der Ansprechpartner für den Endkunden sein.
  • Wie halten Sie sich und Ihren Betrieb leistungsfähig? Ich habe den Mut gefunden, nicht jedem Auftrag selbst hinterherzugehen. Das schafft den nötigen Freiraum, seine Visionen zu verfolgen.

Teil 1: Service rauf, Verkauf runter: „Das war meine beste Entscheidung“

Lars Gauster ist Informationstechnikermeister. Er führt ein vier Mitarbeiter starkes Fachgeschäft mit Reparaturwerkstatt in Dannenberg.

  • Herr Gauster, was war Ihre wichtigste Entscheidung als Unternehmer? Den Verkauf zu reduzieren und mich auf den Service zu konzentrieren. Das war die beste Entscheidung. Der Wettbewerb macht es anders herum.
  • Was bieten Sie Kunden, das Ihre Mitbewerber nicht haben? Ich habe einen eigenen Reparaturkanal auf Youtube und bin als Ansprechpartner über meine Facebook-Seite und Youtube erreichbar. Außerdem helfe ich Leuten bei ihren Reparaturen, unter anderem im Reparatur-Café.
  • Welches Ziel wollen Sie als Unternehmer noch erreichen? Ich möchte ein Reparatur- und Servicezentrum gründen, wo Geräte repariert, Komponenten recycelt und ressourcenschonend gearbeitet wird. Personell ist das als eine Art freier Zusammenschluss von einigen Experten geplant.
  • Was war Ihre härteste Bewährungsprobe? Der Weg in die Selbstständigkeit: Ein Marktsegment suchen, dort Fuß fassen und Umsätze generieren. Mit Hilfe der multimedialen Kanäle ist das gut möglich. Gibt noch viele junge Unternehmer, die sich da nicht rantrauen.
  • Wie halten Sie sich und Ihren Betrieb leistungsfähig? Die Leidenschaft das zu tun, was ich will. Die haben bei uns alle Mitarbeiter.

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