Laut Creditreform verschleiern aber die Finanzhilfen die tatsächliche Lage.
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Corona

Sinkende Insolvenzzahlen trotz Corona-Krise

Im 1. Halbjahr ist die Zahl der Insolvenzen gesunken – dem Konjunktureinbruch zum Trotz. Das liegt laut Creditreform an verschiedenen Faktoren.

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland verringerte sich im ersten Halbjahr 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,2 Prozent auf 8.900 Fälle. Das teilt die Creditreform Wirtschaftsforschung mit. Doch die Insolvenzzahlen verschleierten die tatsächliche Lage der Unternehmen.

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Denn der Grund dafür, dass die Zahlen nicht gestiegen sind, seien die staatlichen Unterstützungsmaßnahmen seit Beginn der Corona-Krise, wie die Corona-Soforthilfe oder die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht. Die Creditreform geht davon aus, dass die Insolvenzwelle im Herbst 2020 kommt, wenn die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht voraussichtlich ausläuft.

Die Summe der Gläubigerschäden im ersten Halbjahr liegt bei etwa 12 Milliarden Euro. Jede Insolvenz kostete die Gläubiger im Schnitt mehr als 1,3 Millionen Euro. Das spreche dafür, dass mehr Großunternehmen von Insolvenzen betroffen seien.

Die Zahl der Privatinsolvenzen habe sich um 6,4 Prozent auf 30.800 Fälle verringert. Auch hier geht die Creditreform davon aus, dass sich der Trend bald ändern wird. Denn die Lage auf dem Arbeitsmarkt sei Corona-bedingt schlechter geworden. Das dürfe sich auch auf die Überschuldungsquote der Deutschen auswirken.

Mit Blick auf die Hauptwirtschaftsbereiche sei vor allem das verarbeitende Gewerbe geschwächt. Dort blieb die Zahl der Insolvenzen konstant. Im Bauhauptgewerbe hingegen ging die Zahl auf 1.260 Fälle (um 9,4 Prozent) zurück und im Handel um etwas über 10 Prozent (1.840 Insolvenzen).

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