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So fahren Unternehmer am günstigsten

So fahren Unternehmer am günstigsten

Wer seinen Firmenwagen auch privat nutzt, hat die Qual der Wahl: Fahrtenbuch oder 1-Prozent-Regelung?

Dass Unternehmer ihren Firmen-Pkw auch ab und zu privat nutzen, ist dem Fiskus klar. Aus diesem Grund dürfen sich auch nicht sämtliche Kosten des Pkw als gewinnmindernde Betriebsausgaben auswirken. Auch die angefallene Umsatzsteuer, die Unternehmer als so genannte Vorsteuer geltend machen können, muss monatlich korrigiert werden. Dazu wird der ermittelte Privatanteil dem Gewinn des Unternehmers als Erlös hinzugerechnet.

Zur Ermittlung des Anteils der Privatnutzung gibt es zwei Methoden: Entweder der Selbständige beißt in den saueren Apfel und führt ein Fahrtenbuch oder er ermittelt den Privatanteil anhand der so genannten 1-Prozent-Regelung, auch als Listenpreisregelung bekannt.

Die Führung eines Fahrtenbuchs erfordert Disziplin. Damit das Finanzamt die Unterlagen für ordnungsgemäß befindet, sollten sie täglich aktualisiert werden. Zudem sollte das Buch die wichtigsten Bestandteile wie Trennung zwischen betrieblichen und privaten Fahrten, die Fahrtroute und die Namen der besuchten Unternehmer enthalten.

Wer kein Fahrtenbuch führt, muss monatlich ein Prozent des inländischen (Brutto-)Listenpreises seines Firmenwagens als Erlös berücksichtigen. Selbst wenn das Fahrzeug also gebraucht oder von einem ausländischen Lieferanten (Re-Import-Fahrzeuge) gekauft wurde, ist stets der inländische Listenpreis anzusetzen.

Neu und besonders verwirrend ist die Eigenverbrauchsermittlung bei der Umsatzsteuer: Für Fahrzeuge, die nach dem 1. April 1999 geliefert wurden, dürfen von den Anschaffungskosten und den laufenden Kosten nur noch 50 Prozent Vorsteuern geltend gemacht werden. Ausnahmsweise greift diese Neuregelung nicht, wenn das nach dem 1. April 1999 erworbene Firmenfahrzeug höchsten zu fünf Prozent privaten Zwecken dient. Um das Finanzamt von dieser ausschließlich unternehmerischen Nutzung zu überzeugen, ist die Führung eines Firmenfahrzeugs natürlich ein Muss.

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Geschäftswagen

Privatnutzung ermitteln

Für das Auto, des Deutschen "liebstes Kind", geben gerade Unternehmer viel Geld aus. Neben Fahrkomfort und Seriosität lockt vor allem die Steuerersparnis durch hohe Abschreibungen. Die Ermittlung der Privatnutzung ist hier jedoch ein kleiner Wermutstropfen. Konnten Sie noch bis Ende 1995 einen pauschalen Privatanteil von 35 bis 40 Prozent als Entnahme Ihrem Gewinn wieder hinzurechnen, muß seit 1996 entweder ein Fahrtenbuch geführt werden oder aber Sie berechnen die private Kfz-Nutzung anhand der sogenannten 1%-Regelung (Pauschalregelung).

Privatanteil via Fahrtenbuch

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Kfz

Mit dem Fahrtenbuch gezielt Steuern senken

Wer ab dem 1. Januar 2000 für jedes Firmenfahrzeug lückenlos sämtliche Fahrten aufzeichnet, hat Ende des Jahres die Vorteile auf seiner Seite ... 

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Fahrtenbuch führen

Immer Fahrtenbuch führen

Wer seinen Firmenwagen sowohl privat als auch beruflich nutzt, für den kann es sich lohnen, über alle Fahrten Buch zu führen. Die Schätz-Methode kann sich nämlich unter Umständen gar nicht gewinnmindernd auswirken.

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