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Smartphones: Sicherheit und Datenschutz

So schützen Sie sich vor Spionage-Apps!

Ob Apple, Android oder Windows Phone: Ihr Smartphone steckt bis oben hin voll mit sensiblen Daten. So schützen Sie sich vor unbefugten Zugriffen durch Ihre Apps!

Wer hat alles Zugriff auf Ihre Daten? - Es müssen nicht einmal Hacker und Spione sein, die sich für Ihre Daten interessieren. Oft haben auch App-Hersteller wirtschaftliche Interessen am Zugriff auf Ihre Smartphone-Daten!
Es müssen nicht einmal Hacker und Spione sein, die sich für Ihre Daten interessieren. Oft haben auch App-Hersteller wirtschaftliche Interessen am Zugriff auf Ihre Smartphone-Daten!
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Ihr Smartphone und Ihr Tablet-PC stecken voller wichtiger Daten: Kundendaten, Mitarbeiter-Daten, persönliche Daten, Dokumente mit strategischen Überlegungen … Ein gefundenes Fressen für Cyber-Kriminelle, aber auch für prinzipienlose Hersteller und App-Programmierer ohne Gespür für Datenschutz und Vertraulichkeit.

Umso wichtiger ist es, dass Sie Ihre mobilen Geräte frei halten von Schad-Software und Apps, die keine Rücksicht nehmen auf Ihre Interessen.

1. Vermeiden Sie Apps aus dem Web!
Malware fangen sich mobile Geräte meistens im Internet auf Websites mit nicht vertrauenswürdigen Inhalten ein. Vor allem Android-Geräte sind dafür anfällig. Auf Dauer müssen jedoch auch Apple-User sich auf solche Gefahren einstellen – mit der zunehmenden Verbreitung von iPhone und iPad werden auch solche Geräte für Malware-Produzenten attraktiv.

Sie können dieses Risiko deutlich senken, wenn Sie Apps ausschließlich über den "Marktplatz" ihres jeweiligen Betriebssystems beziehen, also bei App Store für iPhone und iPad oder Google Play (früher: Google Market) für Android-Geräte usw.

Ihr Schutz: Google geht Beschwerden über Apps nach, die bei Google Play erworben wurden und entfernt solche, die gegen die Bestimmungen verstoßen. Apple prüft Apps, bevor es sie im App Store zulässt. Auch Microsoft prüft Apps vor der Zulassung im Windows Phone 7 Marktplatz.

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2. Vorsicht mit Facebook- und Twitter-Accounts!

Überlegen Sie sich gut, ob Sie Business-Apps auf Ihr Gerät laden, für die Sie sich mit Ihren Facebook- oder Twitter-Daten anmelden müssen.

Wir wissen nicht, ob sich daraus nicht irgendwann einmal Gefahren ergeben könnten. Doch Sie wollen bestimmt nicht, dass vielleicht irgendwann Ihre Kundendaten in diese Netzwerke gesaugt werden – und sei es nur versehentlich.

3. Bestehen Sie auf Datenschutz!
Kaufen Sie keine Apps, die aus Ihrer Sicht völlig unnötig Zugang zu Daten oder Prozessen fordern, die mit der Funktion der App eigentlich nichts zu tun haben. Wozu sollte zum Beispiel eine Wetter-App Zugriff auf Ihre Kontakte benötigen? Okay, der Hersteller hat dafür bestimmt eine clevere Begründung – aber Sie finden sicher eine Alternative, die auch ohne Ihre Daten auskommt.

Bei Android-Geräten lässt sich das sehr leicht überprüfen: Die Hersteller müssen in Google Play angeben, welche Zugriffe ihre App erfordert. Und Sie müssen dem zustimmen, sonst können sie die App nicht downloaden.

Etwas komplizierter ist die Kontrolle in Apples App Store: Apple verrät nämlich nicht, auf welche Daten die Apps zugreifen können. (Einzig die GPS-basierte Lokalisierung (Ortungsdienst) Ihres Geräts werden Sie feststellen – wenn eine App danach fragt. Die Ortung können Sie in den "Einstellungen" Ihres Geräte deaktivieren.)

Allerdings können Sie die Sie interessierende App im App Store im Internet aufrufen. Von dort aus können sie problemlos die Hersteller-Seite der App anklicken und sich zumindest die Datenschutz-Bestimmungen des Herstellers anschauen. Das bringt keine echte Sicherheit, doch zumindest bekommen Sie ein Gefühl dafür, wie der Hersteller tickt.

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4. Seien Sie kritisch gegenüber Bewertungen!

Sicher ist es eine gute Idee, im jeweiligen App Store einen Blick auf die Bewertungen zu werfen, die User für eine App abgegeben haben. Allerdings können solche Bewertungen auch manipuliert werden.

Unser Tipp: Sehen Sie sich auch im Web um, bevor Sie eine App installieren: Wie ist der Ruf des Herstellers? Wie funktioniert die App, worauf greift sie zu? Wenn es Grund zur Kritik gibt, werden Sie bestimmt fündig: Viele User reagieren schnell auf schlechte Erfahrungen und ihre Klagen finden Sie garantiert im Netz.

5. Checken Sie bereits installierte Apps
Auch Ihre bereits installierten Apps gehören auf den Prüfstand:

  • Android: Gehen Sie auf EINSTELLUNGEN, dann auf DEVICE und dann auf APPS. Dort können Sie die Zugriffe der Apps checken und zudem die Erlaubnis für den Ortungsdienst.
  • Apple: Unter EINSTELLUNGEN können den ORTUNGDIENST anwählen. Dort können Sie die GPS-Ortung entweder komplett deaktivieren oder auch für jede App individuell wählen, die mit Ihren GPS-Daten arbeitet. Ansonsten hilft bei bereits installierten Apple-Apps auch wieder nur die Recherche im Internet.

Weitere Infos zum Thema:


  (jw)
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