Das Projekt Arsul erforscht wie Datenbrillen die Wissensvermittlung im Handwerk unterstützen können.
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So sollen Handwerker Praxiswissen mit Datenbrillen lernen

Das Projekt Arsul erforscht im SHK-Handwerk, wie Datenbrillen Mitarbeiter im Arbeitsalltag unterstützen und den Fachkräftemangel lösen können.

Praxiswissen im Heizungskeller mit erweiterter Realität besser vermitteln – dieses Ziel verfolgt das Projekt Arsul. Arsul steht für „Augmented Reality basierter Support für das Lernen im Sanitär-Heizung-Klima-Handwerk“ und soll erfahrenen Mitarbeitern ermöglichen, ihr Wissen mit weniger Zeitaufwand jüngeren Kollegen zu vermitteln.

Mithilfe moderner Mixed-Reality-Technologie sollen Konstruktionen wie diese leichter zu bauen sein.

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Augmented Reality soll dabei helfen: mit einer Datenbrille, die das reale Blickfeld des Handwerkers um Zusatzinformationen oder digitale Objekte erweitert. „So sieht der Handwerker beispielsweise auf dem Display alle Handgriffe für eine anstehende Wartung in chronologischer Reihenfolge“, heißt es in der Projekt-Beschreibung.

Während der Kollege mit der Datenbrille auf dem Kopf zum Beispiel vor einer Heizungsanlage im Keller des Kunden steht, könne der Meister im Büro auf die Bilder der Kamerabrille zugreifen und Tipps geben. Laut den Machern von Arsul soll das System Fachhandwerkern so helfen, Arbeitsabläufe zu erlernen oder zu trainieren.

Bezogen auf den Fachkräftemangel verweisen die Projektbeteiligten darauf, dass in einigen Branchen bereits weniger qualifiziertes Personal in stark technisch ausgerichtete Arbeitsabläufe integriert werde. Hier sei ein System gefragt, dass Mitarbeiter ohne hohen Qualifizierungs- und Anleitungsaufwand begleitet.

Beteiligt am Projekt ist die Zentralstelle für Weiterbildung im Handwerk, mehrere Hochschulen, ein Industriepartner und ausgewählte Handwerksbetriebe. Arsul wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und läuft noch bis Jahresende.

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