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Erst die Inhalte, dann die Technik

So verknüpfen Sie Website und Social Media Kanäle richtig

Wer soziale Netzwerke für sein Marketing nutzen will, braucht passende Inhalte und ein stimmiges Konzept. Hier 5 Tipps, wie Sie Ihre Inhalte clever planen.

Für Social Media Aktivitäten brauchen Betriebe ein Konzept, sonst funktioniert es nicht. „Es bringt nichts, einen Facebook-Auftritt zu haben, wenn dort keine interessanten Inhalte stehen“, sagt Annette Schwindt. Die Beraterin für digitale Kommunikation aus Bonn, im Netz bekannt als schwindt-pr, rät: „Überlegen Sie sich, was Sie und Ihre Firma ausmacht. Was ist Ihr Alleinstellungsmerkmal?“ Genau das sollten Betriebe herausarbeiten, wenn Sie im Netz Kunden erreichen wollen.

Wichtig ist auch: Kümmern Sie sich erst um die Inhalte und dann erst um die Frage, wo Sie diese präsentieren. Fragen Sie sich: Welche Produkte und Dienstleistungen habe ich? Wen will ich ansprechen? Wo sind die Leute aktiv, die ich ansprechen will? Wenn Sie das für sich beantwortet haben, können Sie selbst dort aktiv werden.

1. Relevanz der Inhalte
Bei allem, was Sie in den Social Media Kanälen veröffentlichen, sollten Sie eines beachten: Die Inhalte müssen für die Empfänger relevant sein. Am besten so, dass Sie sich im Newsfeed der Leser von anderen Inhalten abheben. Den Newsfeed erreichen Sie überhaupt nur mit solchen Beiträgen, da andere keine Interaktion von den Nutzern bekommen.

Normale Facebook-Beiträge sind beispielsweise für ausführliche Hintergrundinformationen weniger geeignet. Dort reißen Sie nur das an, was auf der Website oder im Blog ausführlicher nachzulesen ist.

Denken Sie bei Ihren Veröffentlichungen immer daran: Kunden suchen im Netz meist nach einer Lösung für ein bestimmtes Problem. Wenn Sie also über konkrete Fälle und deren Lösungen berichten, ist das gut. Idealerweise fragen Sie Ihre Kunden, ob Sie vor Ort Fotos machen und im Internet verwenden dürfen. Wenn der Kunde nicht genannt werden will, berichten Sie allgemein und anonym darüber.

Wenn Personen auf den Fotos sind oder ein kurzes Video-Statement abgeben, erfüllen Sie gleich mehrere Kriterien: Die Kunden teilen den Beitrag, weil sie erwähnt werden. Und eine persönliche Empfehlung (auch online) ist immer besser, als eine anonyme. Beides kann in der Summe mehr Aufmerksamkeit bringen, als ein beworbener Beitrag. Zudem sind Details zu Produkten oder Personen in einem Beitrag auch gutes Futter für die Suchmaschinen.

Erst wenn die inhaltliche Planung steht, kümmern Sie sich um die technische Umsetzung Ihres Konzepts.

2. Die Website als Grundlage
Eine funktionierende und mobil optimierte Website ist die Grundlage für den Auftritt im Internet. Der Vorteil: Sie sichern sich die Domain. Und werden mit dem Firmennamen im Netz gefunden. Von den Suchmaschinen und damit auch von den Kunden.

Außerdem gehören die Inhalte Ihrem Betrieb. Das ist wichtig, weil Sie keinerlei Sicherheit haben, wie lange kostenlose Online-Dienste am Markt bestehen. Macht ein Dienst zu oder wird von anderen Firmen aufgekauft, sind Ihre Inhalte und Daten unter Umständen unwiederbringlich weg.

3. Ein Blog als Newsbereich
Kunden wollen wissen, was Sie als Unternehmen anbieten, wer Sie sind und was Sie machen. Dazu bietet sich ein Newsbereich auf Ihrer Website an. Diesen können Sie technisch über eine Blogsoftware (z.B. Wordpress) umsetzen. Wenn Sie dort regelmäßig aktuelle Infos zu Ihrem Betrieb, den Dienstleistungen, den Mitarbeitern und Kunden einstellen, bleiben Sie im Gespräch. Man wird eher auf Sie aufmerksam, als auf statische Angebote auf Ihrer Website. Und auch die Suchmaschinen merken, dass sich bei Ihnen etwas tut.

Wichtig: Nutzen Sie im Blog Schlagworte, die Sie auch in den sozialen Netzwerken verwenden – zum Beispiel als Hashtag auf Instagram.

4. Sinnvolle Verknüpfung mit Social Media
Welche Kanäle Sie wählen, hängt davon ab, wen Sie ansprechen wollen und wo Ihre Zielgruppe ist.

Wenn Sie sich in mehreren Netzwerken registrieren wollen, überlegen Sie sich, wie Sie die angemessen mit Inhalten „bespielen“ können.

Beispiel: Sie schreiben im Blog einen Vorher-Nachher-Bericht. Die Fotos können Sie auf Instagram posten und per Link zum Blog in der Bio verweisen, wo der Artikel steht. In Facebook posten Sie den Link zum Blogartikel direkt. Oder Sie teilen dort die Bilder von Instagram. Damit haben Sie Website, Blog, Instagram und Facebook abgedeckt.

Sie müssen aber nicht jedes Mal alle Kanäle bedienen. Es kommt auf die Situation an, weiß Annette Schwindt. Und es kommt auch darauf an, wo Sie welche Resonanz bekommen.

Wenn Sie beispielsweise über ein Sonderangebot informieren wollen, können Sie auch nur einen Beitrag auf Facebook veröffentlichen und bewerben. Das ist effektiv und erreicht viele Leute. Ein Beitrag, für den Sie verschiedene Medienformate haben, kann auf verschiedenen Kanälen genutzt werden, ohne dass es langweilig wird.

5. Kunden wollen nicht lange suchen
Bei allen Aktivitäten im Netz sollten Sie immer im Hinterkopf behalten: Nutzer wollen Online nicht unnötig lange suchen! Also vernetzen Sie Ihre Auftritte so, dass jeder die Informationen intuitiv finden kann, die Sie weitersagen wollen. Umgekehrt bedeutet das: Wer nicht möglichst schnell das findet, was er sucht, geht woanders hin.

Sind Sie in sozialen Netzwerken aktiv, gehören die sogenannten „Social Icons“ gut sichtbar auf Ihre Website. Sie sollten so weit oben wie möglich zu finden sein. Wenn Nutzer draufklicken, gelangen Sie auf Ihr Profil in dem jeweiligen Netzwerk und können Ihre Seite dort direkt liken oder Ihnen folgen.

Die Social Icons sollten auf jeder einzelnen Seite Ihrer Website immer an der gleichen Stelle zu finden sein – das erleichtert dem Nutzer die Auffindbarkeit.

Share-Buttons – also Schaltflächen zum Weitersagen Ihrer Inhalte in den sozialen Netzwerken - sollten hingegen unter jedem Beitrag auf der Website zu finden sein. Das erleichtert das Teilen Ihrer Texte und Inhalte. Kein Nutzer möchte heutzutage noch den Link des Beitrags per Hand kopieren und dann erst bei Facebook einfügen, um ihn dann zu teilen. Share-Buttons und Social Icons sind nicht dasselbe und sollten nicht verwechselt werden!




(ja)

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