Derzeit leistet jeder Arbeitnehmer im Schnitt über 50 Überstunden im Jahr. Die Hälfte davon ist bezahlt.
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Personal

So viele Überstunden leisten die Deutschen

Viel Arbeit, wenig Personal. Da heißt die logische Konsequenz oft: Überstunden. Nach einigen ruhigeren Jahren liegt Mehrarbeit nun wieder stärker im Trend.

Die Auftraggeber stehen Schlange, das Personal ist knapp. Wer da nicht die Arbeit reduzieren und Umsatzeinbußen hinnehmen will, greift zu einem naheliegenden Mittel: Überstunden. Statistisch gesehen hat 2017 jeder Arbeitnehmer im Schnitt 53,2 Überstunden geleistet, meldet das Statistik-Portal Statista unter Berufung auf Zahlen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Die Daten des Instituts zeigen zudem: Auch 2018 halten die Deutschen das Überstundenniveau mit durchschnittlich 53 Überstunden pro Mitarbeiter.

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Nach einem leichten Abschwung zwischen 2012 und 2016 zieht die Überstundenleistung der Deutschen damit zwar wieder an, sie liegt aber noch deutlich unter dem Niveau vergangener Zeiten. 2007 etwa lag die Überstundenzahl pro Mitarbeiter in Deutschland noch bei fast 60 Stunden im Jahr – 1995 lag sie bei beinahe 75 Stunden.

Der Anteil der unbezahlten Überstunden ging in den letzten zehn Jahren immer weiter zurück und beträgt heute rund 50 Prozent. Wurden in den 90er Jahren meist die Mehrheit aller Überstunden bezahlt, kehrte sich der Trend 2002 ins Gegenteil. Erst seit 2016 halten sich bezahlte Überstunden nun etwa die Waage mit den unbezahlten.

Die Baubranche liegt bei den meisten Überstunden unter den Fach- und Führungskräften in Deutschland übrigens auf Platz 5. Hier werden laut Statista pro Woche gut 4 Stunden mehr gearbeitet.

*Lizenziert unter CC BY-ND 3.0

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