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Tipps für kostenloses Marketing mit Google Places

So werden Sie schneller gefunden!

Kleiner Pfeil mit großer Wirkung: Wer seinen Betrieb bei Google Places markiert und mit Zusatzinfos versieht, rückt in Googles Trefferliste nach oben und wird mobil leichter gefunden. Hier die besten Tipps für einen Eintrag mit Wirkung.

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Foto/Grafik: BilderBox.com/Wiebking

Gesehen haben Sie sie bestimmt schon: die kleinen roten Pfeile auf der Karte, wenn Sie bei Google etwas suchen. Einer dieser Pfeile könnte auch auf Ihren Betrieb zeigen. Und das lohnt sich, weiß "Google+"-Expertin und Kommunikationsberaterin Inga Palme. "Ein Place bei Google ist wie eine kleine Visitenkarte im Netz: Wer einen Betrieb in der Umgebung sucht, findet Sie." Das funktioniert nicht nur am PC, sondern dank einer beliebten App für iPhone und Android-Smartphones auch dann, wenn Kunden unterwegs sind und kurzfristig einen Betrieb in der Nähe suchen.

So funktioniert Google Places
Wer beispielsweise einen Tischler in der Umgebung von Aurich in Ostfriesland sucht, bekommt bei Google sieben Treffer, jeder mit einem Pfeil markiert. In der nebenstehenden Karte kann man einsehen, wo sich der Betrieb befindet. Diese Tischlereien sind also als Orte bei Google bereits markiert.

Klickt man in der Karte auf den Pfeil, gibt Google weitere Infos über den Betrieb aus, Kontakte, Internetadresse, Fotos etc. Was da genau steht, können Sie selbst festlegen.

Andere Betriebe, die nicht markiert sind, erscheinen in der ersten Ansicht erst mal gar nicht. Der erste Grund also, die eigene Firma zu suchen und zu markieren.

Alles, was Sie brauchen, ist ein Google- Konto, dann steht dem kostenlosen Marketing per Mausklick nichts mehr im Wege.

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So tragen Sie Ihren Betrieb bei Google Places ein

Google Places zeigt Orte an. Gemeint sind nicht Orte wie Pattensen, Peine oder Paris, sondern Betriebe oder Geschäfte. Einträge bei Google Places werden oft abwechseln als "Ort", "Place" oder "Betrieb" bezeichnet

Häufig erscheint ein Betrieb bereits in Google Places, obwohl er vom Inhaber dort nicht eingetragen wurde. Das liegt daran, dass Google Daten auch aus anderen Quellen wie zum Beispiel Online-Telefonbücher sammelt, um möglichst viele Betriebe zu erfassen.

Auch wenn Ihr Betrieb schon ohne Ihr Zutun erscheint, sollten Sie sich damit nicht zufriedengeben. Denn dann würden Sie auf wichtige Möglichkeiten verzichten, Ihren Eintrag für potenzielle Neukunden zu optimieren.

Prüfen: Erscheint Ihr Betrieb schon bei Google Places?
Wenn Sie Ihren Betrieb noch nicht selbst bei Places eingetragen oder bearbeitet haben, geben Sie einfach in der Google-Suche Name und Anschrift Ihres Unternehmens ein. In der linken Navigationsleiste unter "Maps" können Sie prüfen, ob der Ort bei Google vorhanden ist.

Ihr Betrieb erscheint nicht bei Google Places? So melden Sie ihn an!
Wenn Ihr Betrieb noch nicht bei Google Places erscheint, melden Sie ihn an unter:
http://www.google.de/places an. Zu diesem Zweck brauchen Sie ein Google-Konto und sollten eines anlegen, wenn Sie noch das noch nicht getan haben.

Ihr Betrieb erscheint, aber Sie können den Eintrag noch nicht bearbeiten?
Das liegt daran, dass Google Places Ihren Betrieb schon verzeichnet hat, Sie bei Google aber noch nicht als Inhaber des Unternehmens registriert sind.

Daher sollten Sie sich unbedingt anmelden! (Auch dafür benötigen Sie ein Google-Konto.) So geht es:

  • Klicken Sie in der Karte auf das Symbol für Ihren Betrieb. Es öffnet sich ein Pop-up-Fenster. Dort klicken Sie auf "mehr Infos". Dann landen Sie auf der neuen Google-Places-Seite: Google Local. Rechts unter den Bildern befindet sich eine Schaltfläche mit der Frage: "Ist das Ihr Unternehmen?". Klicken Sie auf die Schaltfläche "Diese Seite verwalten".  Dort melden sich dann mit Ihrem eigenen Google Konto an. Haben Sie noch kein Google-Konto, gehen Sie oben rechts in der Anmeldemaske auf die rote Schaltfläche "registrieren" und richten sich ein Konto ein.
  • Nach Anmeldung erscheint eine Maske zum Bearbeiten der Informationen über Ihren Betrieb.
  • Damit nicht versehentlich ein Wildfremder falsche Informationen in Google Places eintragen kann, schickt Ihnen Google zunächst eine Postkarte mit einem vierstelligen Code. Das dauert etwa zwei Wochen. Diesen Code tragen Sie nach Erhalt ein, dann dürfen Sie Ihren Eintrag in Google Places von Ihrem Google-Konto aus jederzeit bearbeiten.

  • Nächste Seite: Diese Informationen sollten Sie bei Google Places unbedingt bearbeiten, damit Ihr Eintrag etwas bringt.  Geben Sie Ihrem Betrieb Gesicht und Profil bei Google Places

    Beim Ausfüllen der Anmeldemaske bei Google Places gilt es, einige Besonderheiten zu beachten, damit Ihr Unternehmen den Nutzern auffällt. Inga Palme rät, Ihre Daten sorgfältig einzugeben und zu pflegen.

    1. Öffnungszeiten und Kontaktdaten
    Wenn Sie Ihren Betrieb eintragen, achten Sie darauf, dass Sie die korrekten Öffnungszeiten nicht vergessen. Denn die werden Nutzern gleich mit angezeigt, wenn Sie zum Beispiel Places auf dem iPhone nutzen. Aber auch im Internet müssen die Zeiten stimmen. Das gilt auch für die Kontaktdaten. Ansprechpartner, Telefon- und Faxnummer, E-Mail-Adresse und Webadresse sind besonders wichtig.

     2. Umkreis festlegen
    Sie sollten eingrenzen, in welchem Gebiet Sie arbeiten. Ist Ihr Firmensitz in einer Großstadt, aber sie bedienen auch verschiedene Landkreise mit, sollten Sie das vermerken. Denn dann werden Sie nicht nur in der Stadt, sondern auch auf dem Lande gefunden. Präzision ist hier gefragt. Auch wenn Sie Aufträge im ganzen Bundesland oder sogar deutschlandweit ausführen, gehört das ins Profil.

    3. Geben Sie Ihrem Betrieb ein Gesicht
    Sie können bis zu zehn Fotos hochladen. Nutzen Sie die Gelegenheit und suchen Sie Bilder aus, die Ihrem Betrieb ein Gesicht geben. Ein Foto vom Chef und / oder vom Team mit Namen der Personen auf den Bildern kommt bei den Nutzern gut an und weckt Emotionen. Produktfotos, die genau zeigen, worauf Sie sich in Ihrem Gewerk spezialisiert haben, gehören ebenfalls dazu und machen Ihren Auftritt individuell.

    4. Passende Stichworte genau auswählen
    Tragen Sie Begriffe in Ihr Profil ein, die Ihren Betrieb charakterisieren. "Farbe" bei einem Malereibetrieb ist zwar passend, aber nichtssagend. Wählen Sie Stichworte, die nicht jeder andere Konkurrent auch eintragen würde. Aber sie müssen das widerspiegeln, was Ihre Produkt- und Dienstleistungsangebot umfasst. Wer nämlich nach speziellen Farbtechniken sucht, wird Sie nur finden, wenn Sie die Fachbegriffe auch eingetragen haben.

    5. Daten und Statusmeldung aktualisieren
    Denken Sie daran, sämtliche Infos, die Sie eingetragen haben, zu erneuern, falls sich etwas ändert. Es ist ärgerlich, wenn falsche Daten an potenzielle Kunden gelangen. Prüfen Sie daher auf allen Präsenzen, ob die Angaben auch stimmen. Nur so ist gewährleistet, dass Google Sie auch als Inhaber eines Place verifiziert. Achten Sie darauf, dass der Name im Place mit Ihrem Namen im Impressum übereinstimmt. Auf zusätzliche Beschreibungen sollten Sie verzichten. Dafür nutzen Sie den Beschreibungstext und die Kategorien. Sie haben außerdem die Möglichkeit eine Statusmeldung einzugeben. Dafür eignen sich zum Beispiel Aktionen, Wochenangebote,
    Tage der offenen Tür oder Ähnliches. Somit sind die Kunden immer auf dem neuesten Informationsstand. 

    Wer ein wenig tüfteln möchte, stellt seinen Place um auf Englisch. Sobald geschehen, erscheint in der Bearbeitungsmaske die Option, ein Angebot einzustellen. Werten Sie Ihren Place auf durch Angebote. Zum Beispiel können Handwerker eine kostenlose Anfahrt bis 50 km anbieten, oder Bäcker das Gebäck der Woche eintragen.

     Nächste Seite: So fallen Sie bei Google Places richtig auf – mit Bewertungen!

     

    Auffallen bei Places: So kommen Sie an Bewertungen

    Bewertungen sind bei Google Places eine sehr wichtige Möglichkeit, Ihren Betrieb hervorzuheben.

    So geben Kunden und Nutzer Bewertungen ab
    Auch wer Ihr Unternehmen bewerten will, braucht ein Google-Konto. Das war auch schon der Fall, als Google Places noch eigenständig war. Der Unterschied jetzt: Google-Konten werden mit Google+-Konten verknüpft. Nach dem Anmelden kann der Nutzer den Place aufrufen und entweder nur Punkte in Form von Sternchen vergeben oder dazu noch einen Erfahrungsbericht schreiben.

    Der Weg zur guten Bewertung
    Ihr Ziel sollte es sein, dass zufriedene Auftraggeber Ihre Arbeit bewerten. Je mehr Bewertungen Sie haben, desto interessanter werden Sie für neue Kunden. So regen Sie Bewertungen an:

    • Neu bei Places? Haben Sie Ihr Unternehmen bei Google Places gerade registriert, dann sollten es auch Kunden und Geschäftspartner wissen.
     
    • Erwähnen Sie nach einem erledigten Auftrag, dass Sie dort eingetragen sind. Oder geben Sie es dem Kunden gemeinsam mit Ihrer Visitenkarte auf den Weg.
     
    • Zusätzlich empfiehlt es sich, eine E-Mail zu schicken, in der Sie den Link zu Ihrem Place mitschicken. Nichts ist dann leichter für den Kunden, als zu klicken und eine Bewertung abzugeben.
     
    • Wissen Sie von Kunden und Geschäftspartnern, die auch einen Place haben, schreiben Sie doch eine Bewertung und lassen Sie es den anderen wissen. Gleichzeitig können Sie darum bitten, ebenfalls bewertet zu werden.
     
    Bewertungen im Auge behalten
    Wenn sich bei einigen Kunden und Geschäftspartnern herumgesprochen hat, dass Sie eingetragen sind, ist es ratsam, dass Sie Ihre Bewertungen verfolgen. Schauen Sie also regelmäßig nach, was geschrieben wurde und reagieren Sie möglicherweise auf  Kritik oder bedanken Sie sich für gute Bewertungen. Außerdem können Sie von dem Feedback profitieren und es besser machen oder gut bleiben.

     Nächste Seite: Lohnt sich der Aufwand? Ein Tischlermeister als Praxisbeispiel
    Tischlermeister Hinrichs: "Gefunden werden gehört zum guten Ton"

    Tischlermeister Rewert Hinrichs hat vor etwa zwei Jahren eine Agentur beauftragt, den Webauftritt des Betriebes aus Aurich zu überarbeiten. "Dabei wurde uns dringend geraten, gleich den Eintrag bei Google Places zu nutzen", berichtet der Ostfriese. Er selbst habe nur die notwendigen Daten und entsprechendes Bildmaterial geliefert.

    Und was hat es dem Handwerksbetrieb gebracht? "Besonders Neukunden oder Zugezogene finden uns übers Internet", sagt Hinrichs. Dazu trage auch der Eintrag in Places bei. Mit seinem Eintrag landet er in der Suche nach "Tischler Aurich" unter Google Maps auf dem zweiten Platz.

    Sein Ziel: jüngere Kunden aus der Region mit dem Internet ansprechen. Momentan seien zwar 90 Prozent seiner Kunden Stammkunden, aber darauf könne man sich nicht verlassen, weiß der Unternehmer. Er findet, dass es ein guter Internetauftritt und der Eintrag bei Google Places zusammengehören. Und manche Kunden berichten sogar, dass sie bewusst übers Internet gegangen sind und ihn in der Region gefunden haben.

    Nächste Seite: Warum sich ein Google+-Konto als Ergänzung lohnt

    Google+ und Places als Einheit

    Die Profilseite: Da Sie ohnehin ein Google-Konto brauchen, um sich bei Places zu registrieren, empfiehlt Expertin Inga Palme, gleich ein Google+-Profil anzulegen. Denn seit wenigen Wochen ist Places eng mit Google+ verknüpft. Dadurch macht es Sinn, das Profil mit Ihrem Namen und einem Foto zu versehen und anzugeben, dass Sie Inhaber / Chef des Betriebs XY in der Stadt XY sind. Auch das erhöht die Chance, über Google gefunden zu werden. Und zusätzlich ist es Werbung für Ihren Betrieb

    Wollen Sie keinen weiteren Aufwand mit dem Profil haben, können Sie festlegen, dass nicht kommentiert oder dass Beiträge nicht geteilt werden können. Somit sind Sie zu finden, aber haben keine weiteren Verpflichtungen.

    Die Unternehmensseite: Ähnlich wie bei Places, ist eine Unternehmensseite bei Google+ eine Visitenkarte im Netz. Wählen Sie die Option "Lokales Geschäft" aus, tragen Sie Kontaktdaten und Öffnungszeiten und natürlich den Link zu Ihrer Firmen-Homepage ein. Ihren vorher erstellten "Place" sucht Google dann heraus und Sie können die Einträge miteinander verknüpfen. Es geht hier auch nicht darum, viele Beiträge zu schreiben und ständig neue Infos zu posten (wie das bei Facebook beispielsweise üblich ist).

    Eine Seite empfiehlt sich aber trotzdem, denn damit zeigen Sie Präsenz und das Bild der Firma nach außen hin ist rund. Wenn Sie trotzdem mehr Zeit haben, spricht nichts dagegen, dass Sie aktiver sind.


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