Aber für die Sozialen Netze gilt die Devise: Ganz oder gar nicht!
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Strategie

Warum haben Sie eine Facebook-Seite?

Social-Media-Marketing ist kein Selbstzweck. Es bindet Kapazitäten und Zeit. Deswegen sollten Sie sich im Klaren sein, warum Sie eine Facebook-Seite haben und welchen Zweck sie erfüllt.

Inhaltsverzeichnis

Auf einen Blick:

  • Ohne Ziele und ohne einen Plan können Facebook und andere Social-Media-Kanäle die reinste Zeitverschwendung sein.
  • Doch wenn Sie es richtig anpacken, überwiegen die Chancen die Risiken: Sie können sich im Wettbewerb um Kunden und Mitarbeiter Vorteile verschaffen.
  • Deswegen gilt bei Social Media die Devise: ganz oder gar nicht!

Facebook, Instagram & Co. bieten neue Wege der Kommunikation und ermöglichen es Unternehmen, schnell und komfortabel Informatives und Unterhaltsames mit ihren Kunden zu teilen. Eine Facebook-Seite ist schnell eingerichtet, viel schneller als die eigene Webseite. Dennoch sollte sich jeder Handwerker im Vorfeld fragen, was er mit seiner neuen Präsenz erreichen will. Sonst stecken Sie am Ende unnötig Kapazitäten und Zeit in etwas, von dem Sie nicht wissen, wohin es Sie führt.

Welche Ziele verfolgen Sie?

Setzen Sie sich klare Ziele, welche Sie mit Ihrer Social-Media-Präsenz erreichen wollen. Hier einige Beispiele möglicher Ziele, die Sie sich setzen können:

  • Kunden gewinnen und binden
  • Anfragen generieren
  • Meinungen einholen
  • Bekanntheit aufbauen
  • Personal finden und binden
  • Besucher für die eigene Webseite generieren

Mit dem richtigen Plan Wettbewerbsvorteile gewinnen

Die digitalen Medien, Anwendungen und Technologien des Web 2.0 helfen Ihnen, Ihr Unternehmen konsequent an Ihrem Markt und den Bedürfnissen Ihrer Kunden auszurichten. Sie werden Veränderungen schneller als Ihre Mitbewerber erkennen und können dadurch Wettbewerbsvorteile aufbauen.

So können Sie direkt über Ihre Facebook-Seite Meinungen zu Werkstücken einholen oder Kundenanfragen bearbeiten, die Sie über den Facebook-Messenger erreichen. Durch das Teilen von Informationen und den sozial-medialen Dialog bauen Sie zudem Beziehungen auf – zu Ihren Kunden und zu Ihren Mitarbeitern.

Auf der einen Seite machen Sie Ihre Arbeit sichtbar, in dem Sie zum Beispiel Bilder vom Grundriss der einzubauenden Küche posten, um gleich im Anschluss die fertig eingebaute Küche zu zeigen. Dadurch machen Sie Ihre Arbeit transparent und sie wird für den Kunden wertiger. Denn auch Planung und Konzeption sind wichtige Bestandteile guter Handwerksarbeit.

Auf der anderen Seite können Sie sich als attraktiver Arbeitgeber positionieren und Einblicke in Ihre Arbeit geben. Posten Sie Bilder von Ihren Mitarbeitern bei der Arbeit, von sich, wenn Sie Veranstaltungen besuchen, oder von der letzten Weihnachtsfeier. Damit schaffen Sie eine Nähe zu Ihrem Betrieb, binden Ihre Mitarbeiter an sich und machen neue Mitarbeiter auf sich aufmerksam.

Mitarbeiter einbeziehen und gemeinsam Ideen erarbeiten

Nur wenn Sie klare Ziele definieren, und einen Plan ausarbeiten, wie Sie diese erreichen können, ist ein optimaler Ressourceneinsatz möglich.

Fragen Sie auch Ihre Azubis und Gesellen, diese sind generationsbedingt häufiger und mobiler im Netz, liefern Ihnen gute Tipps und können Sie beim Posten von Inhalten unterstützen. Denn Social-Media-Marketing funktioniert nur, wenn Sie Ihre Social-Media-Profile kanalspezifisch, vollständig und umfangreich befüllen, regelmäßig pflegen, schrittweise eine Fangemeinde aufbauen und authentische Inhalte mit glaubwürdigen Botschaften kommunizieren. Nur dann können Sie Interaktion in Form von Teilen, Kommentieren und Liken erwarten und eine Fangemeinde aufbauen, aus der Sie Wettbewerbsvorteile ziehen können.

Facebook-Seite? Ganz oder gar nicht!

Wenn Sie noch keine Facebook-Seite haben, sollten Sie sich mit der Frage beschäftigen, ob das für Sie Sinn macht. Sie können nahezu kostenlos Profile einrichten, Verlinkungen auf Ihre Webseite setzen und Ihr Branding platzieren, virale Marketingeffekte durch die sozial-medialen Dialoge erzeugen und Präsenz, Reputation und Beziehungen aufbauen. Seien Sie sich aber auch darüber im Klaren, dass das zeitaufwendig ist, zumal auf diesen Meinungsplattformen diskutiert und auch kritisiert wird. Die Chancen überwiegen die Risiken, wenn Sie es richtig anpacken. Meine Empfehlung ist dabei: ganz oder gar nicht. Handwerker sollten keine halben Sachen machen.

Die Autorin:

Roksana Leonetti ist Social-Media-Expertin der Schlüterschen Verlagsgesellschaft. Sie wollen mehr zum Thema wissen? Einen Überblick, praktische Tipps und Beispiele aus dem Handwerk gibt sie am 1. Februar in dem eintägigen Seminar „Ready, Steady, Go – Social Media Marketing für Handwerker“ in Soltau. Veranstalter ist der Verband des Tischlerhandwerks Niedersachsen/Bremen.

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