Social-Media-Aktivitäten für den Betrieb sind Arbeitszeit. Das sollten alle Teammitglieder akzeptieren.
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Marketing

Social Media: So übernimmt Ihr Team die Arbeit

Wer als Chef keinen Bezug zu Social Media hat, sollte sich Hilfe bei den Mitarbeitern suchen. In 4 Schritten kommen Sie als Team ans Ziel.

Inhaltsverzeichnis

Auf einen Blick:

  • Kundengewinnung, mehr Bekanntheit am Ort – am Anfang steht die Frage, was genau Sie mit Social-Media-Veröffentlichungen erreichen möchten.
  • Social-Media-Marketing ist Chefsache. Trotzdem können Sie Ihre Mitarbeiter in die Erstellung von Inhalten einbeziehen.
  • Sie sollten unbedingt mit den Eigenheiten der genutzten Kanäle vertraut sein. Auch beteiligte Mitarbeiter müssen wissen, was sie tun.
  • Ein Teammitglied, das gern privat auf Facebook & Co. unterwegs ist, können Sie auf eine aktive Mitwirkung durch Posten ansprechen.
  • Legen Sie klare Regeln für die Online-Kommunikation fest. Lesen Sie am Anfang alle Posts des Mitarbeiters. Geben Sie konstruktives Feedback, so dass er sich verbessern kann.
  • Planen Sie genug Arbeitszeit für Social-Media-Aktivitäten ein.

Social Media sind zwar Chefsache – doch Ihre Teammitglieder sollten mitwirken. Sie können Inhalte liefern, wie freigegebene Baustellen-Schnappschüsse, mit dem Handy aufgenommene Kundenstatements und Bilder gelungener Projekte. Und geeignete Mitarbeiter können Social-Media-Kanäle selbstständig betreuen. Dazu sollten Sie vorab Schritt für Schritt einige Dinge klären. So ist den Beteiligten klar, was sie zu tun haben und wer was entscheidet.

1. Schritt: Ziele setzen und recherchieren

Klären Sie Ihre Ziele, bevor sich Ihre Mitarbeiter ins Getümmel sozialer Netzwerke stürzen. Social-Media-Experte Gero Pflüger nennt typische Ziele: „Einige Betriebe möchten damit Mitarbeiter oder Kunden gewinnen und ihren Bekanntheitsgrad vergrößern. Anderen geht es um ihre Marktpositionierung – oder sie haben neue Angebote oder Leistungen, über die sie informieren möchten.“ Entsprechend Ihren Zielen wählen Sie dann die passenden Plattformen aus.

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Das ist relativ einfach: „Prüfen Sie, welche digitalen Plattformen Ihre Zielgruppen nutzen“, ergänzt Unternehmensberater Mike Warmeling. Dafür gebe es ein paar Faustregeln: „Richten Sie sich an eine breite Kundengruppe, sind Sie bei Google, Facebook und Instagram richtig aufgehoben. Wollen Sie Auszubildende ansprechen, kommen Instagram und Snapchat infrage.“

Zudem sollten Sie und Ihre Mitarbeiter möglichst viel über die infrage kommenden Social-Media-Kanäle herausfinden. „Sie sollten grob wissen, was abgeht. Dazu gehört auch, dass Sie zum Beispiel Klickraten und Likes kennen und die Auswertungszahlen ihrer Aktivitäten verstehen können“, sagt Gero Pflüger.

2. Schritt: Planen Sie ausreichend Zeit für Ihre Mitarbeiter ein

In den sozialen Medien ist das Verfallsdatum von Inhalten rasch erreicht. Außerdem sind laut Warmeling schnelle Antworten auf Reaktionen anderer Nutzer gefragt. Darum rät er, mindestens jeden zweiten Tag 20 Minuten für Social-Media-Aktivitäten einzuplanen.

Darüber hinaus müssen Sie vorher klären, welche Technik Sie und Ihr Team für die geplanten Inhalte benötigen – und was eventuell noch angeschafft werden muss: Genügen die vorhandenen Geräte wie Smartphone und Computer? Oder brauchen Sie zusätzlich ein Mikrofon, vielleicht eine Software für die Bildbearbeitung oder für den Videoschnitt?

Um Konflikte zu vermeiden, sollten Sie zudem allen Teammitgliedern verdeutlichen, dass Social-Media-Aktivitäten für den Betrieb Arbeit sind. Pfüger: „Sonst gibt es Ärger, wenn einer scheinbar mit dem Handy herumspielt, während andere schuften müssen.“ Abhilfe kann seiner Meinung nach durch einen Rollenwechsel geschaffen werden. „Dann werden Handy und Schaufel getauscht.“

3. Schritt: Schaffen Sie klare Social-Media-Regeln für Ihre Mitarbeiter!

Nicht jeder Mitarbeiter eignet sich für die Betreuung Ihrer Social-Media-Kanäle. Wer dort nicht schon aktiv ist, sollte lieber die Finger davonlassen – es sei denn, er zeigt echtes Interesse und will es lernen. Im Idealfall übernimmt jemand die Aufgabe, der sich schon gut damit auskennt

Doch auch ein so engagierter Mitarbeiter benötigt klare Rahmenbedingungen. Warmeling empfiehlt: „Erstellen Sie einen Social-Media-Leitfaden mit Vorgaben zur Art und möglichen Inhalten von Posts, zum Copyright und zu nötigen Einwilligungserklärungen abgebildeter Personen.“

Damit die Vorgaben gelesen und eingehalten werden, rät Warmeling: „Gehen Sie den Leitfaden zusammen mit dem Mitarbeiter durch. Dann lassen Sie sich das Dokument mit Datum und Unterschrift von ihm abzeichnen.“

Anschließend sollten Sie gemeinsam mit dem neuen Social-Media-Verantwortlichen einen Redaktionsplan erstellen. „Daraus geht hervor, was wann wo veröffentlicht wird.“

4. Schritt: Als Chef müssen Sie die Social-Media-Zügel in der Hand behalten

Planung und Absprachen für Social-Media-Arbeit haben jedoch ihre Grenzen. Warmeling warnt: „Sie können nicht dauerhaft alles vorab kontrollieren, was Ihr Mitarbeiter macht. Aber Sie sind zu hundert Prozent dafür verantwortlich.“ Sein Tipp: „Nehmen Sie sich zu Projekt-Beginn genug Zeit, um die Posts des Mitarbeiters vor der Veröffentlichung zu begutachten.“ Passt etwas nicht, üben Sie konstruktive Kritik und lassen Sie ihn die Posts nachbessern. „Das betreiben Sie so lange, bis der Mitarbeiter verstanden hat, worum es Ihnen geht.“

Auch danach sollten Sie immer den Überblick über die digitalen Aktivitäten Ihres Mitarbeiters behalten. Veröffentlicht er etwas Zweifelhaftes, löschen Sie es und erklären Sie ihm den Grund. „Vertrauen und Feedback sind auch in diesem Bereich die wichtigsten Führungsinstrumente“, betont der Unternehmensberater.

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