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Wenn der Kopf raucht…

SOS-Programm bei Konzentrationsproblemen

Stehen Sie unter Druck? Und fällt es Ihnen schwer, sich zu konzentrieren? Dann haben wir etwas für Sie: Sieben einfache Übungen mit Sofortwirkung.

Sie müssen sich dringend konzentrieren? - Unsere SOS-Übungen helfen Ihnen dabei.
Unsere SOS-Übungen helfen Ihnen dabei.
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Sie müssen unter Zeitdruck eine Präsentation vorbereiten? Oder sich mit vielen neuen Informationen befassen, von denen eine wichtige Entscheidung abhängt? Und es fällt Ihnen schwer, sich zu konzentrieren? Hier sind einige Übungen, die Ihnen dabei helfen, schnell wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Es ist dabei nicht wichtig, dass Sie alle Übungen ausführen. Auch die Reihenfolge spielt keine Rolle.

Übung 1: Nebel im Kopf?
Geht gerade gar nichts mehr? Haben Ihre grauen Zellen einen Aufnahmestopp verhängt? Dann lehnen Sie sich entspannt zurück, schließen Sie die Augen und denken Sie – nichts. Absolut nichts. Mindestens eine Minute lang. Das ist eine echte Herausforderung, wir sind das nämlich nicht gewöhnt. Oft genügt Ihrem Gehirn solch eine kurze Verschnaufpause, um wieder aufnahmefähig zu werden. Japaner wissen das und gönnen sich diese kurzen Auszeiten auch im Büro.

Weitere Übungen stellen wir Ihnen auf Seite 2 vor.

Übung 2: Ruhig atmen

Atmen Sie tief in Ihren unteren Bauch und in Ihren Rücken. Allein durch richtiges Atmen können Sie Ihren Kopf wieder klar bekommen. Angespanntes Sitzen und Lernen führt leicht zu minimalistischer Flachatmung, die Ihrem Gehirn nicht genügend Sauerstoff liefern kann. Und den benötigt es dringend zum Denken. Lassen Sie den Atem sanft fließen. Konzentrieren Sie sich dabei auf die Region unterhalb Ihres Nabels – vorne im Bauch und hinten im Rücken. Drei bis fünf Minuten genügen häufig schon, um Ihre Nervenzellen mit neuer Energie aufzuladen.

Übung 3: Wasserfall
Stehen Sie auf und schließen Sie die Augen. Stellen Sie sich vor, Sie stehen unter einem kühlen, prickelnden Wasserfall. Der klare Strahl dringt oben in Ihren Scheitel und durchströmt den gesamten Körper. Alle Anspannung und alle überflüssigen Gedanken schwemmt er aus Ihrem Körper hinaus. Danach können Sie sich wieder auf das Wesentliche konzentrieren.

Auf Seite 3 folgen die Übungen "Körper-Check" und "Nacken lockern"

Übung 4: Körper-Check

Ihr Gehirn kann nicht funktionieren, wenn die körperlichen Funktionen beeinträchtigt sind. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit zur Abwechslung einmal auf Ihren Körper. Haben Sie Hunger? Dann essen Sie etwas. Trinken ist noch viel wichtiger. Denn beim Lernen, Zuhören und Denken brauchen Körper und Gehirn viel Flüssigkeit. Trinken Sie zwischendurch immer wieder ein Glas Wasser. Sind Ihre Beine eingeschlafen? Dann ist es Zeit für ein wenig Bewegung – und wenn Sie nur ein paar Treppen hinauf- und wieder hinunterlaufen.

Übung 5: Nacken lockern
Schmerzen einzelne Körperteile? Dann lockern Sie sie. Lassen Sie zunächst den Nacken sanft nach hinten rollen. Öffnen Sie den Mund dabei. Lassen Sie die Arme entspannt seitlich an Ihrem Körper herabhängen. Atmen Sie in Ihrer Vorstellung direkt in die schmerzenden Partien hinein. Die Wirkung können Sie intensivieren, indem Sie die Arme über den Kopf heben, die Hände falten und dann umdrehen. Lassen Sie die Arme Ihren gesamten Oberkörper nach hinten ziehen und atmen Sie währenddessen ruhig und gleichmäßig. Jedem Vorbeugen Ihres Körpers sollte eine Ausgleichsbewegung nach hinten folgen. Oft lässt sich Konzentrationsmangel allein mit dieser kleinen Rückbeuge beheben.

Auf Seite 4 erfahren Sie, wie die Übung "Treppensteigen fürs Gehirn" funktioniert.

 

Übung 6: Treppensteigen fürs Gehirn

Längeres Sitzen am Schreibtisch schwächt Ihren Kreislauf. Wenn der Blutdruck sinkt, breitet sich oft ein Gefühl von Leere im Kopf aus. Bringen Sie Ihren Kreislauf dann schnell wieder in Schwung. Dazu brauchen Sie keinen Sportclub. Steigen Sie zügig ein paar Treppen hinauf und hinunter, bis Sie außer Atem sind. Bei Ihnen gibt es keine Treppen? Dann machen Sie zwanzig Kniebeugen.

Übung 7: Der Kurzspaziergang
Sauerstoff fördert die Durchblutung des Gehirns und natürlich auch des Körpers. Bewegung bringt ihn schneller ins Blut. Falls Sie keinen klaren Gedanken mehr fassen können, dann lassen Sie alles stehen und liegen und machen Sie einen kurzen Spaziergang. Eine Viertelstunde genügt vollkommen.

Der Inhalt dieses Artikels stützt sich auf das Ratgeberbuch „Besser konzentrieren“ von Carola Wegerle. Wir stellen es Ihnen auf der nächsten Seite vor. (afu)

Sie wollen noch mehr für Ihre Konzentration tun? Dann haben wir auf Seite 5 einen Buchtipp für Sie.

 - Carola Wegerle: Besser konzentrieren. Der Workshop für ein besseres Gedächtnis. humboldt-Verlag 2011, 248 Seiten, ISBN 978-3-86910-479-9, 19,95 Euro. Plus DVD mit Übungen.
Carola Wegerle: Besser konzentrieren. Der Workshop für ein besseres Gedächtnis. humboldt-Verlag 2011, 248 Seiten, ISBN 978-3-86910-479-9, 19,95 Euro. Plus DVD mit Übungen.
humboldt
Buchtipp: Besser konzentrieren


Verhandlungen, Geschäftstermine, Prüfungen, Kinder, Haushalt – viele Lebenslagen verlangen uns ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit ab. Doch wer kennt das nicht: Die Gedanken schweifen ab, sich zu konzentrieren erscheint unmöglich.

Abhilfe schaffen will Carola Wegerle mit ihrem Buch „Besser konzentrieren“. Sie zeigt darin, wie man mit ein paar einfachen Übungen die eigene Konzentrationsfähigkeit steigern und neue Energie tanken kann. Auf einer beiliegenden DVD führt die Autorin die wichtigsten Übungen selbst vor.

„Besser konzentrieren“ bietet jedoch nicht nur praktische Hilfe, sondern auch interessante Hintergrundinformationen: Was ist eigentlich Konzentration? Wie funktioniert unser Gehirn? Wie beeinflussen Ernährung, Düfte und Farben unser Wohlbefinden? Carola Wegerle liefert die Antworten und zeigt, wie man die verschiedenen Gehirnbereiche gut miteinander vernetzen kann.

(afu)

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