Gezielte Prävention kann Gesundheitsproblemen vorbeugen.
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Gesundheit im Betrieb

Speziell für Handwerker: Rückenschule mit Farbeimern

Malermeister Oliver Eckstein achtet auf die Gesundheit seiner Mitarbeiter. Ein Präventionsprogramm konnte mit externer Hilfe umgesetzt werden.

Die Arbeit eines Malers ist körperlich anstrengend – schwere Farbeimer und Material schleppen, viel Arbeit über Kopf. Malermeister Oliver Eckstein aus Bad Lauterberg liegt die Gesundheit seiner 15 Mitarbeiter deshalb am Herzen. „Im Alltag geht ja so ein Thema schnell unter, es ist oft zu wenig Zeit“, sagt Eckstein, der den Betrieb seit zwölf Jahren führt. Und wie geht man als Handwerkermeister das Thema Mitarbeitergesundheit am besten an?

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Man kann sich Hilfe holen. Im Fall von Oliver Eckstein kam die Unterstützung von der IKK, die ein Vorsorgeprogramm im Betrieb organisierte. „Bei den anonymen Befragungen vorab konnte jeder angeben, wo er die größten Belastungen hat. Nummer 1 war Rücken, Nummer 2 Stress“, berichtet der Malermeister.

Es folgten daher eine Rückenschule und ein Kurs zum besseren Umgang mit Stress, je im Abstand von einem Jahr. „Das Gute für mich war: Ich musste nur den Raum und etwas zu Essen stellen und den Mitarbeitern freigeben“, berichtet Eckstein. Externe Profis kamen in den Betrieb und erklärten rückenschonendes Arbeiten und Stressstrategien ganz konkret, etwa beim Einladen von Farbeimern ins Auto.

„Der eine oder andere war erst skeptisch“, so Oliver Eckstein. Er selbst habe auch ein bisschen Sorge gehabt: „Nachher hätte ich nur noch kleine Farbeimer kaufen dürfen“, scherzt er. „Aber am Ende war bei allen die Stimmung sehr positiv.“ Und für den Unternehmenschef war es eine gute Gelegenheit, seinen Mitarbeitern Wertschätzung zu zeigen.

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