Dachdeckermeister Matthias Fricke.
Foto: Denny Gille

Strategie

Standort-Strategie: zwei Unternehmen, ein Büro

Die Dachdeckermeister Walter und Matthias Fricke führen zwei Dachdeckereien im niedersächsischen Harz. Wie es dazu kam, erklären sie hier.

Lohnt sich ein Zweitstandort für Handwerksbetriebe? Die Dachdeckermeister Walter und Matthias Fricke haben damit gute Erfahrungen gemacht. Eine klassische Zweitfiliale haben sie aber nicht eröffnet. Warum, erzählt Matthias Fricke hier.

Wie sind Sie zum Zweitstandort gekommen?

Matthias Fricke: Der Eigentümer der Dachdeckerei Grünewald in Clausthal-Zellerfeld hat einen Nachfolger gesucht. Da das Unternehmen einen guten Ruf hatte, haben wir uns für die Übernahme entschieden. Für uns war das eine sinnvolle Erweiterung zu unserer Dachdeckerei in Hahnenklee bei Goslar.

Wem gehören die beiden Unternehmen?

Fricke: Mein Bruder und ich sind die Inhaber beider Firmen. Operativ kümmere ich mich vorrangig um den Standort Clausthal-Zellerfeld, mein Bruder ist in Hahnenklee.

Warum haben Sie die Unternehmen nicht zu einem zusammengeführt?

Die Dachdeckerei Grünewald war bekannt. Wir wollten sie unter dem guten Namen weiterführen. Und wir wollten kein Risiko für unser bestehendes Unternehmen eingehen.

Wie organisieren Sie die Büroarbeit?

Wir nutzen für beide Betriebe ein zentrales Büro. In Hahnenklee läuft alles zusammen. Das spart Kosten. Hier gehen die umgeleiteten Anrufe aus Clausthal-Zellerfeld ein, werden Aufträge erstellt und Rechnungen verschickt.

Können Sie Synergien der Standorte nutzen?

Wir helfen uns gelegentlich mit Personal aus und teilen uns manche Maschine, etwa unseren Dachdeckerkran.

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