Schönes Bad, jederzeit digital erreichbar. TR-Wohnkonzepte setzt auf eine digitale Ausstellung. 
Foto: TR-Wohnkonzepte via Palette CAD
Schönes Bad, jederzeit digital erreichbar. TR-Wohnkonzepte setzt auf eine digitale Ausstellung. 

Inhaltsverzeichnis

Online Marketing

Starke Ausstellung als Kleinbetrieb? Schauen Sie mal rein!

Geringe Fixkosten, grenzenlose Gestaltungsfreiheit. TR-Wohnkonzepte lädt Kunden im interaktiven Showroom zum Stöbern ein. Wie gefällt er Ihnen?

Auf einen Blick

  • Reale Ausstellung oder virtuelle? Roxanne Greite hat mit beiden Varianten ihre Erfahrung gesammelt.
  • Die Mitinhaberin von TR-Wohnkonzepte hat eine klare Präferenz: „Ich würde keine physische Ausstellung mehr betreiben.“
  • Umso überzeugter ist Greite von der digitalen Variante. In der zeigt sie online reale Planungsprojekte des Handwerksbetriebs – erreichbar zu jeder Tages- und Nachtzeit über die Website des Betriebs.

Wir stehen in einem modernen Badezimmer im Dachgeschoss eines Einfamilienhauses. Durch die beiden Dachschrägenfenster dringt sommerliches Tageslicht, das von drei großen Wandspiegeln großzügig im Raum verteilt wird. Weiße Waschtischfronten, warme Echtholzoberflächen und graue Betonakzente bestimmen den Charakter des Bades, aufgelockert vom Grün einer großen Zimmerpflanze. Der Blick aus dem Fenster fällt auf das Blattwerk einer prächtigen Trauerweide.

Das Badezimmer ist Teil des neuen digitalen Showrooms, mit dem der zweiköpfige Betrieb TR-Wohnkonzepte für seine Handwerks- und Planungsleistungen im Innenausbau wirbt. Der Showroom inklusive seiner Entwürfe stammt aus der digitalen Feder von Roxanne Greite, die das Unternehmen mit ihrem Mann Timo Greite führt. Als Tochter eines SHK-Unternehmers liegt das Handwerk der Niedersächsin im Blut – und dem blieb sie auch als gelernte Grafikerin treu. „Seit zehn Jahren zeichne ich Bäder, Küchen und Gaskamine“, sagt Roxanne Greite.

Mit dem digitalen Showroom hat sich die Unternehmerin den Traum erfüllt, ihre aufwendige Digital-Planung interessierten Website-Besuchern rund um die Uhr zeigen zu können. „Kunden die noch nicht wissen, ob sie überhaupt eine professionelle Badplanung haben möchten, können sich jederzeit in unsere virtuelle Ausstellung begeben und interaktiv ein Bild von unserer Arbeit machen“, sagt sie.

So funktioniert der Showroom

Blick ins Foyer. Von hier aus lassen sich die einzelnen Räume mit 3D-Planungen realer Referenzprojekte erreichen.
Foto: TR-Wohnkonzepte via Palette CAD
Blick ins Foyer. Von hier aus lassen sich die einzelnen Räume mit 3D-Planungen realer Referenzprojekte erreichen.

Als erste Anlaufstelle im virtuellen Showroom hat Roxanne Greite einen zentralen dreidimensional begehbaren Raum erstellt, von dem zehn Türen in weitere Räume führen. Der Erstellungsaufwand für den Showroom lag insbesondere bei diesem Empfangsraum. Ab hier profitiert Greite von ihren fertigen Raumplanungen, die einfach frei als Verknüpfungen zu den einzelnen Türen angelegt werden können. „Ich habe reale Planungen hinterlegt, die wir entweder als reine Planungsaufträge erstellt oder bei Kunden umgesetzt haben“, sagt sie.

So führt eine Tür in das Badezimmer im Dachgeschoss, hinter einer anderen öffnet sich ein Wellnessbereich mit Sauna und Pool, wieder andere zeigen Wohnzimmer-Einrichtungen oder eine kombinierte Planung aus Küche und Wohnbereich. In sämtlichen Ansichten der 3D-Planungen kann sich der Besucher frei umsehen, Perspektiven wechseln sowie herein- und herauszoomen. Navigiert wird per Maus am Computer, mit Fingergesten auf Smartphone oder Tablet oder mit einer VR-Brille.

Die Software der CAD-Planung und der virtuellen Ausstellung stammt von Palette CAD. Den Umstieg auf die Software-Lösung hat die Grafikerin Anfang 2022 vollzogen. „Wenn man mit solchen Programmen schon Erfahrung hat, ist es sehr intuitiv und braucht nur eine kurze Eingewöhnungszeit“, sagt sie.

Welche Vorteile bringt die virtuelle Ausstellung?

Gemütliche Couch-Ecke mit Teichblick gefällig? Die virtuelle Planung macht es möglich. 
Foto: TR-Wohnkonzepte via Palette CAD
Gemütliche Couch-Ecke mit Teichblick gefällig? Die virtuelle Planung macht es möglich. 

Einen großen Vorteil des digitalen Showrooms sieht Greite neben der ständigen Verfügbarkeit in der Platzersparnis. Das Handwerkerehepaar führt sein Unternehmen vom eigenen Wohnhaus aus. Platz für eine große Ausstellung bietet das nicht.

Vor allem aber sind der Unternehmerin die Nachteile eines physischen Showrooms noch gut im Gedächtnis. „Ich habe früher eine große Bäder-Ausstellung bewirtet: Es ist wahnsinnig viel Arbeit und sehr teuer“, sagt sie.

Den hohen Kosten für Raummiete, Beratungspersonal und ausgestellter Ware stünden unflexible Öffnungszeiten, unverhältnismäßig großer Beratungsaufwand sowie auch größerer Aufwand für die Kunden gegenüber. Für Roxanne Greite steht daher fest: „Ich würde keine Ausstellung mehr betreiben, selbst wenn man mir eine schenken würde.“

Stattdessen kombiniert sie die Kundenberatung effektiv mit einer digitalen Präsentation ihrer Entwürfe. „Ich verkaufe gerne Emotionen“, sagt Roxanne Greite.

Mit Details und Licht punkten

Vertraute Ansicht beim Blick aus dem Fenster. Roxanne Greite hinterlegt echte Fotos der Umgebung ihrer Kunden, damit die sich in der Planung direkt heimisch fühlen. 
Foto: TR-Wohnkonzepte via Palette CAD
Vertraute Ansicht beim Blick aus dem Fenster. Roxanne Greite hinterlegt echte Fotos der Umgebung ihrer Kunden, damit die sich in der Planung direkt heimisch fühlen. 

„Ich mache einen Raum so perfekt, dass sich der Kunde vorstellen kann, dass es der eigene ist.“ Die Lieblingsfarben sollen sich als Deko im Raum wiederfinden, für den realistischen Blick aus dem Fenster bindet sie möglichst ein Foto von der originalen Aussicht ein; das tat sie auch oben genannten im Beispiel des Dachgeschoss-Bades mit Blick auf die Trauerweide.

Und dann kommt das Licht: „Licht macht die Planung erst lebendig“, sagt Greite. Das kommt bei ihr nicht nur aus den im Zimmer virtuell verlegten Leuchtmitteln, auch einfallendes Sonnenlicht durch die Fenster wird mit einer Lichtquelle versehen, sodass sämtliche Objekte im richtigen Winkel angestrahlt werden und mit ihrem Schattenspiel für realistische Eindrücke sorgen.

Diese Arbeit unterstützt das Beratungsziel der Unternehmerin: „Die Kunden sollen sich mit einem Entwurf so wohl und zu Hause fühlen, dass es gar nicht mehr nötig ist, 100 Varianten von Fliesen, Armaturen und ähnlichem zu diskutieren“, erklärt Roxanne Greite. Das empfänden auch die Kunden als Entlastung. „Sie sind dankbar, dass sie nicht in eine Ausstellung müssen, in der sie von hunderten Optionen erschlagen werden, von denen die meisten weder zu ihrem Stil noch zu ihrem Budget passen.“

Selbst machen oder machen lassen

In der virtuellen Präsentation sieht die Unternehmerin ein wichtiges Werkzeug für die Digitalisierung des Handwerks. „Mit solchen Tools kann sich jeder Handwerker eine ansprechende Ausstellung erlauben, die Kunden bei ihren Bedürfnissen abholt“.

Wer sich mit 3D-Planung gut auskennt, könne das bei entsprechendem Zeiteinsatz selbst auf die Beine stellen. „Wer sein Geld vor allem mit seinem Handwerk verdient, wäre dafür mit einem Dienstleister aber vermutlich besser beraten“, sagt Greite. Günstiger als eine physische Ausstellung wäre das allemal.

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