In Deutschland treffen immer mehr Bauabfälle auf immer weniger Deponien.
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Entsorgungsstau am Bau

In Deutschland fallen jedes Jahr mehr Bauabfälle an – gleichzeitig schwinden die Deponien. Folge: Kosten und Aufwände für die Entsorgung steigen.

Die Kehrseite des deutschen Baubooms: Es fallen immer mehr Bauabfälle an, meldet das Statistik-Portal Statista mit Verweis auf Zahlen der Bundesregierung. 222 Millionen Tonnen Bau- und Abbruchabfälle mussten demnach 2016 entsorgt werden. Elf Prozent mehr als noch 2008. Im selben Zeitraum hat sich die Zahl der Deponien von 1.411 auf 929 reduziert. Viele Deponien seien an der Grenze ihrer Kapazität angelangt – für die Bauwirtschaft bleibt das nicht folgenlos: Beispielsweise werde Schutt aus Bayern zur Entsorgung bereits bis nach Thüringen, Baden-Württemberg, Österreich und Tschechien transportiert, berichtet faz.net. Zudem würde der Deponiemangel dazu führen, dass die Entsorgungsgebühren teils sprunghaft ansteigen.

Eine schnelle Entspannung der Situation sei laut Statista nicht in Sicht, denn aufgrund des langen Planungsprozesses dauere es mehrere Jahre, bis eine neue Deponie errichtet werden kann.

Sind auch Sie von Entsorgungsengpässen betroffen? Schreiben Sie uns an gille@handwerk.com oder kommentieren Sie unter dem Artikel.

*lizenziert unter CC BY-ND 3.0

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