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steinmetz

Steinmetzen und Steinbildhauer

 

Harter Stein in

weichen, fließenden Formen schmückt als Ornament oder Plastik Gebäude, lockert die

Atmosphäre in Fußgängerzonen und auf öffentlichen Plätzen auf. Künstlerisch

gestaltet vom Steinbildhauer und Steinmetz. Deren kunstvolle Arbeiten sind im Baubereich

wie bei der Grabmalherstellung sehr gefragt. Zu ihren Aufgaben gehört auch, Steine gegen

Umwelteinflüsse widerstandsfähiger zu machen. Maschinen nehmen bei vielen Tätigkeiten

ein hartes Stück Arbeit ab, z. B. Schleifautomaten zum Bearbeiten der Oberfläche,

Graviermaschinen zum Einhauen der Schriften. Sandstrahlgerät und Preßlufthammer sind

weitere arbeitserleichternde Hilfsmittel. Doch für die Feinheiten braucht man das Feeling

der menschlichen Hand. Vor allem bei der Restaurierung von Ornamenten und Profilen, in der

Denkmalpflege und bei der Rekonstruktion historischer Gebäudeteile, die vor allem durch

Umwelteinflüsse zerstört wurden. Der Steinmetz und Steinbildhauer trägt wesentlich zur

Erhaltung wertvoller Kulturdenkmäler bei. Der kunstvoll gestaltete Stein ist so gut wie

unvergänglich. Er wird zum Zeugen der Zeit. Die moderne "Steinzeit" dauert an.

Seit neuem können Steinmetze und Steinbildhauer auch wesentliche Tätigkeiten der Berufe

Holzbildhauer und Beton- und Terazzohersteller ausüben

Voraussetzungen:

Hauptschulabschluß, Realschulabschluß oder Abitur.

Ausbildungsdauer:

3 Jahre

Für das dritte Ausbildungsjahr kann zwischen den Fachrichtungen Steinmetz und

Steinbildhauer gewählt werden.

Vergütung (durchschnittlich 

Stand 2000):

West:

1. Ausbildungsjahr: 660 Mark

2. Ausbildungsjahr: 830 Mark

3. Ausbildungsjahr: 1.060 Mark

Aufstiegschancen:

Betriebsassistent im Steinmetz- und

Steinbildhauer-Handwerk, Meister im Steinmetz- und Steinbildhauer-Handwerk, Betriebswirt

des Handwerks.

Ausbildungsinhalte:

Arbeitsschutz, Unfallverhütung, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung; Organisation des Ausbildungsbetriebes, arbeitsrechtliche und tarifvertragliche Regelungen; Lesen und Anfertigen von Skizzen, einfachen Zeichnungen und Verlegeplänen; Errichten einfacher Arbeits- und Lehrgerüste; Versetzen von natürlichen und künstlichen Steinen und Platten; Herstellen von Mörtel, Beton, Stahlbeton und Betonwerkstein; Verarbeiten von Kunststoffen; Teilen von Steinblöcken und Rohplatten; Transportieren, Aufbänken und Verpacken von Werksteinen; Aufarbeiten und Bearbeiten von Oberflächen; Herstellen von ein- und mehrhäuptigen Steinen und Arbeiten gebogener Flächen; Anzeichnen und Arbeiten von Profilen; Bearbeiten von Werkstücken und Platten mit Maschinen; Schleifen und Polieren von Flächen, Kanten und Profilen; Anfertigen von Einlegearbeiten; Herstellen von Schriften und Ornamenten

Gegenstand der Berufsausbildung in den Fachrichtungen sind mindestens die folgenden Fertigkeiten und Kenntnisse:

1. In der Fachrichtung Steinmetz:

a) Restaurieren von Bauwerken

b) Verlegen von Bodenplatten und Treppenteilen

c) Versetzen von Wandbekleidungen

2. In der Fachrichtung Steinbildhauer:

a) Modellieren, Formen und Herstellen von Reliefs und Plastiken

b) Restaurieren von Bildhauerarbeiten

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