Sie wollen mehr Bewerbungen von Frauen? Dann nennen Sie in der Stellenzeige das Gehalt.
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Sie wollen mehr Bewerbungen von Frauen? Dann nennen Sie in der Stellenanzeige das Gehalt.

Mitarbeiterin gesucht?

Stellenanzeigen: 3 Tipps für mehr Bewerbungen von Frauen

Sie würden gern Frauen einstellen, aber es kommen keine Bewerbungen? Dann helfen Ihnen diese drei Tipps für Ihre Stellenanzeigen weiter!

  • Viele Betriebe würden gern mehr Frauen beschäftigen, doch es fehlen Bewerbungen – und das liegt auch den Stellenanzeigen.
  • Die Jobplattform Stepstone ermittelte, dass Stellenanzeigen oft in Richtung männliche Bewerber getextet sind und wichtige Informationen für Frauen fehlen.
  • Wenn Sie gezielt Bewerberinnen ansprechen wollen, formulieren Sie Ihre Stellenanzeige sorgfältig, reden Sie über Geld und beschreiben Sie, wie sich Beruf und Familie in Ihrem Betrieb vereinbaren lassen.

Dass handwerkliche Arbeit nichts für Frauen ist, ist ein überholtes Klischee. Trotzdem steckt es noch in vielen Köpfen. Die Folge: Viele Betriebe würden gerne Frauen einstellen, doch die Bewerbungen bleiben aus. Die Jobplattform StepStone hat drei zentrale Punkte ermittelt, mit denen Sie Bewerberinnen ermutigen.

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1. Achten Sie auf Sprache und Anforderungsprofil

Welche Eigenschaften fordern Sie von Ihren Bewerbern und Bewerberinnen? Wird viel von körperlicher Belastbarkeit und Durchsetzungsstärke gesprochen? Zählen Sie endlose Listen von Qualifikationen auf? Dann sprechen Sie (ungewollt) Männer an.

Oftmals seien Jobbeschreibungen so formuliert, dass sich Frauen ganz unterbewusst abgeschreckt fühlen, sagt Tobias Zimmermann, Arbeitsmarktexperte bei Stepstone. „Fast jede dritte Frau – 30 Prozent – hat schon mal von einer Bewerbung abgesehen, weil sie den Eindruck hatte, dass eher Männer gesucht werden.“

Stepstone fand heraus, dass die Mehrheit der Unternehmen ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis unter den Bewerber*innen erreichen will, aber bislang nur 20 Prozent konkrete Maßnahmen einsetzen. „Ein ganz einfacher Hebel: gendergerechte Sprache in Stellenanzeigen“, sagt Zimmermann.

Ein anderer: Jagen Sie Ihren Text durch den Genderbias Decoder, den das Unternehmen kostenlos im Internet zur Verfügung stellt. Er soll erkennen, ob Sie Formulierungen verwenden, die männliche oder weibliche Stereotype bedienen und so Ihre Absicht verzerren (Gender Bias).

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2. Sprechen Sie das Thema Gehalt offen an

82 Prozent der Frauen sagen laut einer aktuellen Stepstone Gehaltsstudie, dass sie sich eher auf einen Job bewerben würden, wenn dieser Gehaltsangaben enthalte. Warum ist das so?

Noch immer verdienen Frauen weniger als Männer, selbst wenn man verzerrenden Faktoren wie die Ausbildung, Berufserfahrung oder die Branche herausrechnet. „Das muss sich ändern“, sagt Zimmermann, deshalb sei Transparenz in Gehaltsfragen gefordert.

Wer das Gehalt offen nennt, macht deutlich: Hier werden alle gleich entlohnt, egal ob Frau oder Mann. Die Bezahlung richtet sich nicht nach Selbstbewusstsein oder Verhandlungsgeschick.

3. Setzen Sie Gleichberechtigung im Betrieb um – und reden Sie drüber

In vielen Fällen sind es nach wie vor Frauen, die in Sachen Karriere zugunsten der Kindererziehung zurückstecken und die Doppelbelastung von Job und Familie stemmen. Deshalb sind Informationen über flexible Arbeitszeitmodelle oder zusätzliche Leistungen wie Kinderbetreuung für sie besonders interessant.

Laut Stepstone Marktforschung wünschen sich mehr als 80 Prozent der Bewerberinnen, darüber in der Stellenanzeige mehr zu erfahren. Doch nicht einmal die Hälfte der Arbeitgeber erwähnt diese Aspekte in der Jobbeschreibung. Hier kann Ihr Betrieb punkten.

„Viele Unternehmen sprechen in ihren Stellenanzeigen unbewusst vor allem Männer an“, sagt Tobias Zimmermann, Arbeitsmarktexperte bei Stepstone.
Foto: Stepstone
„Viele Unternehmen sprechen in ihren Stellenanzeigen unbewusst vor allem Männer an“, sagt Tobias Zimmermann, Arbeitsmarktexperte bei Stepstone.

„Jobsuchende werden sich automatisch für die Unternehmen entscheiden, die das beste Rundumpaket anbieten: Von attraktiven Gehältern über flexible Arbeitsmodelle bis hin zu einer Unternehmens- und Führungskultur, die sie unterstützt und Verständnis auch für familiäre Herausforderungen zeigt“, so Zimmermann. Dazu gehöre, nicht nur eine klare Haltung in Sachen Chancengerechtigkeit, sondern sichtbare Handlungen. „Wir raten Unternehmen dringend, bereits in den Jobbeschreibungen über diese Maßnahmen zu sprechen“, empfiehlt Zimmermann.

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