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Bewirtungskosten

Stets auf gesondertem Konto verbuchen

Prüft ein Beamter des Finanzamts Ihre Bücher, wird er vor allem den Posten "Bewirtungskosten", "Geschenke", "Gästehäuser" und "häusliches Arbeitszimmer" besondere Aufmerksamkeit schenken. Warum das so ist? Ganz einfach: Diese betrieblichen Aufwendungen müssen stets einzeln und getrennt von den anderen Betriebsausgaben verbucht werden (§ 4 Abs. 7 Satz 1 Einkommensteuergesetz). Stößt der Prüfer darauf, daß Sie diese Posten nicht auf einem eigenen Konto verbuchen, erkennt er die unstrittig betrieblich entstandenen Kosten nicht als gewinnmindernde Betriebsausgaben an. Diese harte Vorgehensweise wurde nun kürzlich auch vom Finanzgericht Niedersachsen für zulässig befunden (Finanzgericht Niedersachsen, Urteil vom 10.09.1998, Aktenzeichen: XIV 151/95, EFG 1999, Seite 277).

Tip: Wer also Konfrontationen mit dem Fiskus vermeiden möchte, sollte die betrieblich veranlaßten Aufwendungen für die Bewirtung von Geschäftsfreunden und Arbeitnehmern, für Geschenke unter 75 Mark, für Einrichtungen, in denen Geschäftspartner oder Arbeitnehmer untergebracht werden und für ein häusliches Arbeitszimmer stets in gesonderten Konten aufzeichnen. Setzt der Betriebsprüfer den Rotstift an, weil Sie bisher keine gesonderten Aufzeichnungen hatten, weisen Sie ihn darauf hin, daß der im oben genannten Verfahren unterlegene Kläger beim Bundesfinanzhof (BFH) Revision beantragt hat (Aktenzeichen beim BFH: IV R 20/99). "Die Kosten sind ja immerhin unstrittig betrieblich veranlaßt. Daran ändert auch eine nicht gesonderte Aufzeichnung nichts!", so die Begründung des Unternehmers.

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Urteil

Vorsteuer für Bewirtungskosten

Verletzt ein Handwerker bei der Verbuchung von Bewirtungskosten seine Aufzeichnungspflichten, bedeutet das nicht automatisch den Verlust des Vorsteuerabzugs.

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Werbegeschenke

Präsente richtig absetzen

"Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft." Ganz nach diesem Motto schenken sich Geschäftspartner gerade zum Ende des Jahres häufig Werbegeschenke. Aber aufgepaßt: Aufwendungen für Geschenke sind gemäß § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 Einkommensteuergesetz (EStG) nur dann als Betriebsausgaben abziehbar, wenn Sie je Empfänger und Wirtschaftsjahr nicht über 75 Mark liegen (Nettowert). Betragen die Kosten der Geschenke für einen Kunden 75,01 Mark, so setzt der Beamte den Rotstift an.

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Kosten für Archiv- und Lagerraum

Kosten für Archiv- und Lagerraum

Wer beim Finanzamt die Kosten für ein Arbeitszimmer absetzen möchte, geht seit 1996 entweder ganz leer aus oder er bekommt maximal 2.400 Mark als Betriebsausgaben gutgeschrieben. Zwei Finanzgerichtsurteile geben nun Hoffnung.

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Spesen

Voller Vorsteuerabzug für Bewirtungskosten?

Bewirtungskosten dürfen Selbstständige zwar von der Steuer absetzen, jedoch nicht die volle Umsatzsteuer im Rahmen des Vorsteuerabzugs. Über die Rechtmäßigkeit dieser Steuerpraxis entscheidet jetzt der Bundesfinanzhof. Betroffene sollten daher gegen negative Umsatzsteuer-Bescheide vorsorglich Einspruch einlegen.

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