2018 war der Anteil der Steuereinnahmen am Bruttoinlandsprodukt besonders hoch.
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Politik und Gesellschaft

Steuerbelastung auf Langzeithoch

Die Steuerbelastung in Deutschland ist so hoch wie lange nicht. Entlastung ist in Sicht – direkt vor dem nächsten Anstieg.

„Die öffentlichen Haushalte von Bund, Ländern und Gemeinden profitierten in besonderem Maße von der dynamischen Entwicklung der Steuereinnahmen“, heißt es im Deutschen Stabilitätsprogramm 2019 des Bundesfinanzministeriums. Dem gemeinen Steuerzahler dürfte klar sein, was das heißt: Er hat zuletzt besonders fleißig ins Steuersäckchen eingezahlt.

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2018 hat die Steuerquote in Deutschland ein Langzeithoch erreicht, wie eine Grafik des Statistik-Portals Statista deutlich macht. Die Steuerquote ist der Anteil der Steuereinnahmen am Bruttoinlandsprodukt (BIP). 2018 lag sie bei 23,7 Prozent. Nur in einem Jahr war die Steuerquote laut Statista noch größer als im letzten: 1980 lag sie 0,1 Prozentpunkte höher.

Doch auch diesen Rekord wird die Regierung laut Stabilitätsprogramm wohl bald einholen. 2019 und 2020 rechnet das Finanzministerium demnach bereits mit einer Steuerquote von rund 23,75 Prozent am BIP. Danach folgt eine vorübergehende kleine Entlastung aufgrund der 2021 geplanten Absenkung des Solidaritätszuschlags.

Diese Delle in der Steuerlast soll ab 2023 aber, so prognostiziert das Stabilitätsprogramm 2019, verschwunden sein. Dann steht dem erneuten Erreichen der Rekord-Steuerbelastung von rund 23,8 Prozent am BIP laut Statista wohl nichts mehr im Weg. Die Steuereinnahmen in Deutschland könnten zu diesem Zeitpunkt laut Schätzungen bei 940 Milliarden Euro liegen, berichtet Statista. Zum Vergleich: 2017 seien es gut 200 Milliarden Euro weniger gewesen.

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