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Smartphones

Technischer Tausendsassa

Elektronische Terminkalender, die mit einem Mobiltelefon ausgestattet sind und sich mit Outlook am PC synchronisieren lassen, sind eine feine Sache. Doch manchmal haben sieTücken. Ein Erfahrungsbericht.

Elektronische Terminkalender, die mit einem Mobiltelefon ausgestattet sind und sich mit Outlook am PC synchronisieren lassen, sind eine feine Sache. Doch manchmal haben sieTücken. Ein Erfahrungsbericht.

Von Torsten Hamacher

Dienstag Nachmittag, kurz nach 16 Uhr, Redaktionskonferenz. Wir brauchen noch ein Foto für den Artikel auf Seite 4. Irgend etwas Aktuelles, das den Unternehmer auf der Baustelle zeigt. Das wird knapp. Die Woche ist mal wieder voll gepackt. Da geht nur was am Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr, entgegne ich nach einem kurzen Blick auf mein Smartphone, eine Kombination aus Mobiltelefon, komfortablem und vor allem mit dem Computer abgleichbarem Terminkalender samt Adressverwaltung.

Als für die Produktion verantwortlicher Redakteur des "Norddeutschen Handwerks" koordiniere ich Termine, Produktionsabläufe, Kontakte und Autoren. Eine Woche unter 50 oder 60 Einträgen in meinem Kalender findet sich meist nur, wenn ich Urlaub habe. Dank der Technik ist das kein Problem. Doch bis ich diesen Satz schreiben konnte, musste ich Lehrgeld bezahlen.

Den endgültigen k.o. meines Papier-Terminkalenders besiegelte der Psion Serie 5 meiner Meinung nach bis heute das unerreichte Glanzstück mobiler Taschencomputer. Es folgten weniger charmante Begleiter, bis mir später eines der ersten Smartphones die mühsam zusammengesammelte Adressdatenbank ruinierte: Statt gut 1000 Kontakten meinte das Gerät plötzlich, 22 000 Menschen zu kennen. Warum? Das weiß ich bis heute nicht.

Dann stieß ich auf den MDA Vario: Ordentliche Tastatur, geringes Gewicht und ein Format, das durchaus nicht in jeder Innentasche eines Sakkos dick aufträgt, standen auf der Habenseite noch bevor ich das Gerät anschaltete. Gute Telefoneigenschaften, pfiffige Schnellstarttasten für die wichtigsten Funktionen sowie ein messerscharfes Display gesellten sich hinzu. Technisch ist das kleine Wunderwerk ebenfalls auf der Höhe der Zeit. Der Clou: Durch das Windowsbetriebssystem (Windows Mobile 5.0) ist in der Praxis eine große Nähe zum Desktop-PC gegeben. Das Synchronisieren auch größerer Datenbestände zwischen dem PC und dem digitalen Helferlein klappen damit reibungslos, so dass Kontakte, Mails und vor allem Termine an beiden Geräten synchron zur Verfügung stehen selbst wenn noch ein zweiter Rechner in meinem Fall ein Heimcomputer hinzukommt.

Positiv auch: die E-Mail-Funktionalität. Egal ob ich auf dem Weg zu einem Termin bin, in der Redaktion sitze oder an einer Besprechung teilnehme. Kurze Mails lassen sich dank der unter dem Display hervorschiebbaren Tastatur problemlos versenden.

Alles super also? Jein. Denn ein Manko hat der MDA-Vario: Die interne Rechengeschwindigkeit lässt im Alltag manchmal zu wünschen übrig. Denn gerade wenn viele Termine und Kontakte gespeichert sind, vergehen oft mehrere Sekunden bis das Gerät von einem Tag zum anderen springt. Und das kann, wenn man beispielsweise mitten im Gespräch über einen Termin ist, echt zu einem Problem werden.

Eine Marktübersicht über das aktuelle Angebot an Smartphones können Sie sich hier herunterladen. Link: Marktübersicht Smartphones

PDA: Personal Digital Assistent ist ein Sammelbegriff für verschiedene Gattungen elektronischer Terminkalender. Allen gemein ist die Möglichkeit des Abgleichs mit der Termin- und Adressverwaltung auf dem PC. Viele Modelle lassen sich auch mit einem Mac kombinieren.

Smartphone: Diese Gerätegattung kombiniert die Vorzüge eines PDA mit denen eines leistungsstarken Mobiltelefons. Meistens sind diese Geräte mit zahlreichen Zusatzfunktionen wie Kameras, Programmen zur Wiedergabe von Musik und teilweise sogar für die Bildtelefonie ausgerüstet. Immer mehr Hersteller gehen dazu über, ihre Smartphones mit kompakten Tastaturen auszustatten.

Psion Serie 5: Der britische Anbieter Psion Plc. lieferte mit dem Serie 5 eigentlich eher ein ultra kleines Notebook als einen PDA. Bemerkenswert war neben der hohen Zuverlässigkeit vor allem die Tastatur. Sie fuhr beim Aufklappen des Geräts aus und war fast schon für das Zehnfinger-System geeignet. Das Gerät arbeitete mit den gängigsten Termin- und Adressverwaltungssystem der PC-Welt zusammen. Mit dem Vormarsch kleinerer, tastaturloser PDAs verschwand Psion aus diesem Markt.

MDA Vario: Dieses kompakte Smartphone schafft den Spagat zwischen kompakten Abmessungen und tatsächlich nutzbarer Tastatur. Die Tasten lassen natürlich kein Schreiben mit allen zehn Fingern zu. Aber auch mit den beiden Daumen lassen sich so erträglich Texte formulieren. Die technischen Details finden Sie in der Marktübersicht Smartphones.

Windows Mobile und Symbian: Auf diesen beiden Betriebssystem fußen nahezu alle PDA. In der täglichen Nutzung funktionieren beide ähnlich gut. Windows-Nutzer fühlen sich bei Windows-Mobile basierten System naturgemäß schneller zu Hause. Dafür arbeiten Symbian-Systeme zuweilen intern etwas schneller.

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