Im Beisein von Moderatorin Madeleine Wehle (Mitte) machen die Tischler Eckhard Arndt (links) und Sebastian Arndt (rechts) ihre Riesenarmbrust schussbereit.
Foto: privat

Panorama

Tischler bauen Riesen-Armbrust

Vier Profi-Handwerker, eine verrückte Idee: Schauen Sie mal, wie diese Armbrust aus Holz, Federstahl und Kletterseil Jagd auf eine Zielscheibe macht.

Um diese Armbrust zu bedienen, reicht reine Muskelkraft bei Weitem nicht aus. Als Sehne dient ein Kletterseil mit zwei Tonnen Zuglast. Sie verbindet die beiden Wurfarme, die aus bis zu vier Lagen dickem Federstahl bestehen. Ihre Spannweite: 4,2 Meter. Per Seilwinde wird die Armbrust gespannt, bis die Enden der stählernen Wurfarme nahezu parallel zueinanderzeigen.

Zweites Standbein: Abenteuerwerkstatt

Dieses Ehepaar bringt interessierten Neulingen die hohe Kunst des Langbogenbaus bei. Das hat sich für die Drechslerei zu einem lukrativen Geschäft entwickelt.
Artikel lesen >

Dann löst Tischlermeister Sebastian Arndt den Abzugsmechanismus aus. Ein dicker Pfeil aus Kiefernholz wird in die Luft katapultiert – 50 Meter weit. Dann trifft er die Zielscheibe, dringt in das Stroh ein und reißt sie zu Boden (hier im MDR-Beitrag ab Minute 22).

Eigentlich hat sich die Tischlerei Arndt aus dem sachsen-anhaltinischen Dessau auf Möbel- und Ladenbau spezialisiert. „In den letzten Jahren haben wir bundesweit sehr viel Ladenbau für E-Zigaretten-Shops betrieben“, sagt der Unternehmer.

Doch die Idee mit der Riesen-Armbrust wollte das vierköpfige Team einfach ausprobieren. „Ich hatte einen Bericht gesehen über die größte Armbrust, aber die schien mir recht klein zu sein“, berichtet Sebastian Arndt. Also schmiedeten er und sein Team kurzerhand eigene Pläne. Es folgten Lektüre im Armbrustbau und viele Tests bis zum erfolgreichen Urmodell.

So beweisen die Tischler, dass sich mit handwerklichem Know-how auch ausgefallenste Ideen realisieren lassen. Wo ist die Armbrust jetzt? „Sie hängt demontiert unter der Werkstattdecke. Aber wir können sie jederzeit rausholen und eine Runde schießen“, sagt Arndt.

Auch interessant:

Mit Spaß an neuen Ideen zum effizienten Betrieb

Mit kluger Baustellenorganisation und digitalen Werkzeugen hat Matthias Schöning sein Unternehmen optimiert. Erfolgsrezept: neugierig bleiben.
Artikel lesen >

Whisky-Kultur fürs Wohnzimmer

In der Tischlerei Nils Greese entstehen besondere Möbelstücke für echte Whisky-Fans. Der Firmenchef hat damit eine Leidenschaft zum Beruf gemacht.
Artikel lesen >

Panorama

Whisky-Kultur fürs Wohnzimmer

In der Tischlerei Nils Greese entstehen besondere Möbelstücke für echte Whisky-Fans. Der Firmenchef hat damit eine Leidenschaft zum Beruf gemacht.

Digitalisierung + IT

Digitalisierungswerkstatt: Tischler vor dem Endspurt

Sieben Monate nach dem Start der Digitalisierungswerkstatt tauschen die Tischler Erfahrungen aus und legen die nächsten Ziele fest.

Panorama

Ausgespielt: Neues Leben für alte Instrumente

Gitarre, Schlagzeug, Ukulele: Gründer Samuel Karl macht aus alten Instrumenten außergewöhnliche Möbelstücke. Alles begann mit einem Schulprojekt.

Entwurf, Planung, Umsetzung

Engagiert: Chef schafft Freiräume für Azubi-Projekte

Ein Azubi baut ein eigenes Möbelstück und bekommt dafür den Freiraum von seinem Betrieb. Das ist nicht alltäglich – diesem Chef aber sehr wichtig.