Bernd Ahlers, Chef der Möbeltischlerei Ahlers hatte sein Lager für aktuelle Projekte rechtzeitig auffüllen können.
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Handwerker-Statement Coronavirus

Tischler über Corona-Lage: "Einige Lieferanten warnen vor Engpass"

Abgesehen von einem Knick im Messebau ist die Auftragslage der Möbeltischlerei Ahlers stabil. Trüber sieht die Situation bei mancher Lieferung aus.

Tischlermeister Bernd Ahlers, Geschäftsführer der Möbeltischlerei Ahlers aus Edewecht, hat sein Lager noch einmal aufgefüllt. Der Wegfall einiger Messeaufträge macht ihm weniger Sorgen als die Prognosen mancher Lieferanten.

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„Durch das Coronavirus verschieben sich für uns aktuell Aufträge für zwei Messen, eine weitere wird wohl wegfallen. Uns trifft das glücklicherweise nicht so hart, denn der Messebau macht bei uns nur gut 15 Prozent des Umsatzes aus, den meisten Umsatz machen wir mit dem Möbelbau. Das war immer mein Grundgedanke, mich nicht zu abhängig von einer Branche zu machen.

Aktuell ist unsere Auftragslage weiterhin gut. Wir sind noch weit über 100 Prozent ausgelastet und können einzelne Ausfälle leicht kompensieren. Aber natürlich wissen wir nicht, was noch kommt. Einige Lieferanten warnen schon vor, dass sie in einer Woche wahrscheinlich nicht mehr liefern können. Die angekündigten Engpässe entstehen insbesondere bei den Produkten, die wir aus Italien beziehen, Furniere und Beleuchtung zum Beispiel.

Für einige Aufträge hatte ich die Ware zuletzt schon gezielt bestellt und diese jetzt auf Lager. So können wir auf jeden Fall die nächsten zwei oder drei Wochen weiterarbeiten, solange es uns nicht selbst erwischt. Dass dieses Jahr wirtschaftlich so gut wird wie das letzte, davon gehe ich natürlich nicht mehr aus. Wir werden uns auf eine weitere Verschärfung der Lage einstellen, um im Ernstfall bestmöglich reagieren zu können.

Wenn die Regierung einhält, was sie jetzt an Unterstützung zugesagt und angekündigt hat, können wir uns vermutlich ganz gut aufgehoben fühlen. Aktuell glaube ich, im Handwerk haben wir Chancen, diese Situation mit einem blauen Auge zu überstehen. Andere Branchen haben es da jetzt schon schwerer.“

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