Im Spiel „Tools up!“ schlüpfen Spieler in die Rolle von Handwerkern.
Foto: All in! Games

Tools up!

Hier lernt die Jugend Handwerk spielend kennen

Ein anderer Ansatz gegen Nachwuchsmangel: Handwerk macht nicht nur schmutzig, sondern vor allem Spaß! Das Computerspiel "Tools up!" könnte den vermitteln.

Noch immer gilt Handwerk in der öffentlichen Wahrnehmung vor allem als schmutzig und anstrengend. So denken die meisten Schüler lieber über eine Universitätskarriere nach – und wissen gar nicht, was ihnen entgeht!

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Das könnte das Computerspiel Tools up! ändern. Hier erlebt die junge Generation hautnah, was es heißt, ein Haus von Grund auf zu sanieren. Da werden Wände eingerissen, Bäder saniert, Böden gelegt. Und dabei kann natürlich einiges schiefgehen.

Ziel des Spiels ist es, bei den anspruchsvollen Renovierungen den engen Zeitplan einzuhalten. Bis die Bewohner zurück sind, muss das Haus saniert und alle Räume blitzblank sauber sein.

Bis zu vier Spieler können gleichzeitig am Sanierungsprojekt arbeiten. Da ist Koordination gefragt. Stehen sich Spieler im Weg, gehen Türen zu Bruch oder wird Material verschüttet, ist Chaos programmiert.

Wer bei der Koordination der verschiedenen Gewerke schlampt, muss zusehen, wie der Zeitplan des Sanierungsprojekts aus dem Ruder läuft – und es beim nächsten Mal besser machen.

"Tools up!" soll sich laut den polnischen Entwicklern für Spieler vom Kindes- bis zum Rentenalter eignen. Das Spiel erscheint im Laufe des Jahres für PC (Steam), XBOX One, PS4 und Nintendo Switch.

Was denken Sie: Können Computerspiele der Jugend das Handwerk näher bringen? Kommentieren Sie unter diesem Artikel.

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