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Diebstahl

Transporter: Werkzeug versichern!

Fahrzeuge von Handwerkern sind für Diebe eine wahre Fundgrube: Leicht zugänglich und oft voller wertvoller Markenwerkzeug. So bekommen Sie Ihr Eigentum ersetzt.

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Oft kommen die Diebe in der Nacht: Sie brechen gezielt Fahrzeuge von Handwerkern auf und stehlen teures Markenwerkzeug. Oft sind sogar ganze Banden auf Beutezug.

Jüngst hatten es Täter in Freiburg speziell auf Geräte der Marke Hilti abgesehen. Zuvor hatten sie die Handwerker ausspioniert: So konnten sie in einer Nacht Schlagbohrer und Akkuschrauber im Wert von rund 10 000 Euro erbeuten. „Diebstahl auf Bestellung“, vermutet Andreas Scholz. Dem Gundelfinger Elektrotechniker wurde in der Nacht ein Schlagbohrer gestohlen, schreibt die „Badische Zeitung“.

Kasko zahlt nur für Schäden am Wagen
Die Teilkaskoversicherung des Unternehmers übernimmt die kaputte Heckscheibe. Für die Neuanschaffung des Schlagbohrers jedoch muss der Unternehmer selbst tief in die Tasche greifen: Rund 1500 Euro kostet das Gerät. An dieses Risiko habe er nicht gedacht, sagte er der BZ. Folglich hat der Unternehmer es auch nicht versichert.

Wie ihm dürfte es vielen Handwerksunternehmern gehen. Doch Gutgläubigkeit kann sich schnell rächen. Spätestens dann, wenn einmal Diebe in Ihrer Region unterwegs sind.

Der passende Schutz: Autoinhaltsversicherung
„Wer regelmäßig Werkzeug im Wagen lagert, für den kommt eine Autoinhalts- oder Werkverkehrsversicherung infrage“, weiß Michael Jander. „Sie ersetzt den Wiederbeschaffungswert für das Werkzeug am Tage des Diebstahls“, ergänzt der Versicherungsberater aus Barbing (Landkreis Regensburg).

Unterdeckung vermeiden
Die Kosten für den Schutz bewegten sich zwischen 1,5 und vier Prozent vom Versicherungswert. Apropos Versicherungwert: Es besteht dem Experten zufolge das Risiko einer Unterversicherung. Wer Güter im Wert von 20 000 Euro versichern will, aber nur 10 000 Euro Wert angibt, werde beim Verlust von Werkzeugen in Höhe von 10 000 Euro nur 5000 Euro bekommen.

Was gilt es bei Vertragsabschluss zu beachten?

  • Selbstbeteiligung: Sie ist im Normalfall Vertragsgegenstand und liegt bei rund 250 Euro pro Fall.
  • Einfacher Diebstahl: Der Schutz greift in der Regel nur bei Einbruchsdiebstahl. Das heißt, dass das Fahrzeug zum Tatzeitpunkt verschlossen ist, und die Einbrecher es (gewaltsam) öffnen. Wer sich darüber hinaus auch vor einfachem Diebstahl – die Geräte liegen auf der Ladefläche oder im Laderaum und die Türen stehen offen – schützen möchte, muss das extra beantragen. Doch Achtung: Wem die Versicherung Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit nachweisen kann, dem drohen laut Jander Abzüge der Leistung von bis zu 75 Prozent. „Grob fahrlässig ist zum Beispiel, das Werkzeug unbeaufsichtigt längere Zeit auf der Ladefläche des Transporters liegen zu lassen“, sagt Jander.
  • Nachtzeitklausel: Der Versicherungsschutz besteht im Allgemeinen nicht in der Zeit von 22 bis sechs Uhr. Damit möchten die Versicherer vermeiden, dass ihre Kunden ihr Fahrzeug nach dem Einsatz auf der Baustelle unbedacht an unsicheren Orten abstellen. Wer die „Primetime für Langfinger“ abdecken möchte, braucht eine Nachtzeitklausel. Wie teuer diese Sonderregelung ist, müsse im Einzelfall erfragt werden.
Eine Werkverkehrsversicherung ist nicht die einzige vorbeugende Maßnahme. „Wirkungsvoll ist auch, wachsam zu sein und die Mitarbeiter entsprechend zu instruieren“, sagt der Experte. Unternehmer Scholz sieht das genauso: Er hat seine Mitarbeiter laut BZ angewiesen, das begehrte Werkzeug über Nacht auf dem Firmengelände einzuschließen.          

(bw)

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