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Politik und Gesellschaft

Traumhaft oder unverschämt? Geldmagnet Dax-Vorstand

Dax-Vorstände bekommen im Schnitt 70 mal mehr Gehalt als ihre Mitarbeiter. Und tragen nicht einmal das unternehmerische Risiko. Wären Sie auch lieber Dax-Manager?

Wer an der Spitze eines Unternehmens steht, hat viel Stress und selten Freizeit. Das dürften Handwerksunternehmer mit Dax-Managern gemeinsam haben.

Doch als Chef im Handwerk haben Sie Ihr Unternehmen meist aus eigener Kraft aufgebaut, es großgezogen, bis es Mitarbeiter ernähren konnte. Sie bauen mit am Fundament des Sozialstaats – und haften für jeden Fehler mit allem, was Sie haben. Dax-Vorstände haben es komfortabler. Ihre Fehler führen allenfalls zum Wechsel des Unternehmens, Abfindung inklusive.

Gewiss verdienen es beide, Vorstände wie Unternehmer, für ihren Aufwand, ihr Opfer am Monatsende mehr Geld einzustreichen als ein Angestellter – eine Rechnung, die in Vorstandsetagen verlässlich aufgeht, im Handwerk leider nicht immer.

Doch was entscheidet darüber, wie viel mehr Geld man für seine Leistung bekommt? Das Risiko offenbar nicht. Vielleicht der Unternehmenserfolg, Wettbewerb oder Verteilungsmoral? Wie das Statistikportal Statista meldet, erhielten Dax-Vorstände 2017 im Schnitt das 71-fache eines Mitarbeiters im jeweiligen Unternehmen. 2005, so schreibt die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung, war es noch das 42-fache. Zur Finanzkrise 2008 bereits das 58-fache.

Bei der Deutschen Post bekomme der CEO das 232-fache eines Mitarbeiters, ein ordentliches Vorstandsmitglied von Adidas erhält das 107-fache.

Kann Erfolg diese Unterschiede rechtfertigen? Könnten Sie guten Gewissens Dax-Vorstand sein? Kommentieren Sie hier.

*Lizenziert unter CC BY-ND 3.0. (red)

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