Trotz der Pandemie ist der Krankenstand nicht gestiegen.
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Corona

Trotz Corona: Krankenstand bleibt im 1. Halbjahr 2020 stabil

Nach einem Anstieg im März geht der Krankenstand seit April spürbar zurück. Eine Krankenkasse nennt drei Gründe für diese Entwicklung.

Trotz der Corona-Pandemie ist der Krankenstand in Deutschland nicht höher als üblich. Wie die Techniker Krankenkasse (TK) aus den Daten ihrer rund 5,3 Millionen versicherten Berufstätigen ermittelte, lag er im ersten Halbjahr 2020 bei 4,36 Prozent. Im Vergleich: 2019 habe der Krankenstand für diesen Zeitraum bei 4,33 Prozent gelegen, 2018 seien es 4,48 Prozent gewesen, so die TK.

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Nach einem deutlichen Anstieg der Krankmeldungen im März zu Beginn der Pandemie seien ab April die Krankmeldungen merklich zurückgegangen, heißt es von der Krankenkasse. So betrug der Krankenstand für März rund 5,98 Prozent, mit einem Rekordhoch zum Ende des Monats von 6,92 Prozent nach Einführung der Kontaktbeschränkungen. Im April sank der Krankenstand bereits deutlich auf 4,01 Prozent, um sich dann im Mai und Juni auf vergleichsweise niedrigem Niveau einzupendeln (Mai 3,39 Prozent, Juni 3,40 Prozent).

Die TK nennt drei Gründe für diese Entwicklung:

  1. Zum Sommer melden sich grundsätzlich weniger Menschen krank.
  2. Die Abstands- und Hygieneregeln zeigen Wirkung und reduzieren nicht nur die Ansteckungsgefahr durch Covid-19, sondern auch andere Erkältungs- und Infektionskrankheiten.
  3. Es gibt weniger Sportverletzungen und Wegeunfälle.

Die Diagnose Covid-19 spielte eine eher untergeordnete Rolle. Im März war sie laut TK für nur 0,29 Prozent des gesamten Krankenstandes verantwortlich, im April stieg der Wert leicht auf 0,68 Prozent, um dann im Mai (0,38 Prozent) und Juni (0,21 Prozent) wieder zu sinken.

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