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Politik und Gesellschaft

Tschüss, freier Markt: Hamburg will eigene Handwerker

Weil oft keine externen Handwerker verfügbar sind, will die Stadt Hamburg eigene einstellen. Handwerker könnte das Personal und Aufträge kosten.

Der Bauboom ließ die Nachfrage nach Handwerksleistungen mitunter so stark steigen, dass Aufträge häufig erst nach mehrmonatiger Wartezeit oder auch mal gar nicht realisiert werden konnten. Davon sind nicht nur private Auftraggeber betroffen, sondern auch Kommunen.

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Die Stadt Hamburg macht da keine Ausnahme. Ein Tochterunternehmen der Stadt, der 1.500 Mitarbeiter starke Heimbetreiber „Fördern & Wohnen“, zieht daraus nun Konsequenzen, wie das Hamburger Abendblatt berichtet. Auch andere städtische Unternehmen planen dem Bericht zufolge, mehr Handwerksleistungen selbst durchzuführen.

Bei der Opposition stoßen die Pläne auf Kritik. Es sei sehr fragwürdig und ordnungspolitisch verkehrt, dass „Fördern & Wohnen“ dem Hamburger Handwerk in solchem Umfang Mitarbeiter und Aufträge wegnimmt, sagte laut Bericht etwa Thilo Kleibauer, Sprecher CDU-Fraktion für Haushalt und öffentliche Unternehmen.

Der Hamburger Senat rechtfertigte seine Pläne laut Artikel mit folgenden Argumenten: Berechnungen hätten gezeigt, dass der Aufbau eines Handwerkerteams wirtschaftlich ist. Seit 2018 hätten zwei Dutzend Ausschreibungen aufgrund fehlender oder unwirtschaftlicher Angebote gestoppt werden müssen. Auch hätten Rahmenvertragspartner sich in etlichen Fällen geweigert, Kleinaufträge auszuführen.

Was halten Sie davon, wenn öffentliche Unternehmen in Konkurrenz zum Handwerk treten? Kommentieren Sie unter dem Artikel oder schreiben Sie uns an gille@handwerk.com

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