Können Unternehmer diese Fragen für ihre Mitarbeiter gut beantworten, lässt sich beim Umlageverfahrgen U1 Geld sparen.
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Erstattung im Krankheitsfall

U1-Umlage: Jetzt noch festlegen und sparen

Sparen Sie jetzt noch mit der Wahl des passenden Erstattungssatzes für krankheitsbedingt ausfallende Mitarbeiter. Stichtag für 2020 ist im Januar.

Fallen Mitarbeiter durch Krankheit aus, belastet das insbesondere kleinere Betriebe wegen ihrer Pflicht zur Entgeltfortzahlung. Das Umlageverfahren U1 mindert diese Belastung für Betriebe bis 30 Mitarbeitern verpflichtend. Bis zum 27. Januar 2020 können Sie bei allen Krankenkassen Ihrer Mitarbeiter noch festlegen, welchen Umlagesatz Sie im nächsten Jahr monatlich einzahlen und welche Erstattungshöhe Sie damit im Krankheitsfall eines Mitarbeiters erhalten.

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Dadurch lässt sich auf die individuelle Krankheitsanfälligkeit einzelner Mitarbeiter eingehen: Sind zwei Mitarbeiter bei Krankenkasse A versichert und eher wenig krank, kann man bei Krankenkasse A einen mittleren oder niedrigen Erstattungssatz wählen. Sind einige andere Mitarbeiter, die eher durch hohe Krankenstände auffallen, bei Krankenkasse B versichert, kann dort ein höherer Erstattungssatz gewählt werden. Der erhöht zwar die laufenden Kosten, aber entlastet im Krankheitsfall auch mit höherer Erstattung.

Viele Krankenkassen bieten drei oder vier Umlage- und Erstattungssätze an. Die Erstattungssätze variieren häufig zwischen 50 und 80 Prozent der Aufwendungen. Die zu zahlenden monatlichen Umlagesätze liegen meist zwischen 1,4 und 4 Prozent des Arbeitsentgelts des Mitarbeiters. Zu beachten ist auch das Verhältnis von Beitragssatz und Erstattung, das bei den hohen Erstattungssätzen für den Arbeitgeber in der Regel am ungünstigsten ist.

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