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Fuhrpark

Überblick: Die Nutzfahrzeug-Neuheiten 2017

Neue Fahrzeuge, nützliches neues Zubehör, interessante neue Konzepte: Die Hersteller passen ihre Angebote immer genauer an die Bedürfnisse des Handwerks an.

Auf einen Blick:

  • Mit zahlreichen Detailverbesserungen, gut ausgestatteten Sondermodellen und komplett neuen Fahrzeugmodellen buhlen die Hersteller um Ihre Gunst.
  • Neben etablierten Herstellern, bieten Nischenanbieter wie Goupil oder die Deutsche Post interessante Angebote.
  • Mehr Platz fürs Personal: Citroën und Peugeot rüsten ihre Transportermodelle Cumpy und Expert mit Doppelkabinen aus.
  • Unfallforschung: Mercedes wertet Unfälle mit einer eigenen Abteilung aus und lässt die Erkenntnisse direkt in die Weiterentwicklung seiner Transporterbaureihen einfließen.

Alle Infos

Isuzu

Isuzu schickt den Pick-up D-MAX in einer neuen Version ins Rennen. Noch im Mai steht der auf einem robusten Leiterrahmen aufgebaute Geländegänger in drei Karosserievarianten beim Händler: Als Single-Cab mit 2 Sitzplätzen, Space-Cab mit 2 plus 2 Bestuhlung und geräumige Double Cab Version mit Platz für Fahrer und vier Passagiere. Verfügbar sind nach Angaben des Herstellers insgesamt vier Ausstattungslinien und erstmals bereits für die Basic-Version ein 6-Gang-Automatikgetriebe. Viel Mühe haben sich die Ingenieure auch bei der Antriebstechnik gegeben: So zeichnen sich die neuen 1,9-Liter-Commen-Rail-Turbodieselmotoren durch gleichbleibend hohe Leistung bei geringerem Verbrauch aus. Aufgesattelt hat Isuzu auch bei der Zugkraft: Anhänger bis zu 3,5 Tonnen schleppt der neue Pick-up anstandslos zum Kunden.

Goupil

Ein wenig wirkt der Goupil G4 zwischen den „normalen“ Nutzfahrzeugen, als wäre er zu heiß gewaschen worden und infolgedessen stark geschrumpft. Doch wer ein wendiges, verbrauchsarmes Vehikel sucht, sollte den Lieferzwerg durchaus etwas genauer ansehen. Nach Angaben von Generalimporteur ISEK bietet das Modell G4 eine Nutzlast von 1200 kg. Die Reichweite des wahlweise mit Koffer- oder Kühlaufbau sowie als Pritsche lieferbaren Fahrzeugs gibt ISEK mit 135 Kilometern an. Da die Höchstgeschwindigkeit bei 50 Stundenkilometern begrenzt ist, dürfte das Fahrzeug vorrangig für Betriebe in Frage kommen, die ihren Kundenstamm in der gleichen Stadt haben.

Die Deutsche Post

Mit der deutschen Post betritt ein ganz neuer Player den Markt für leichte Nutzfahrzeuge. Denn mit dem ursprünglich nur für den Eigenbedarf konstruierten StreetScooter hat der Brief- und Logistikkonzern einen Elektrolieferwagen im Angebot, der auch fürs Handwerk interessant sein kann. Die technischen Daten lassen auf alle Fälle auch die etablierte Konkurrenz aufhören: 80 Kilometer Reichweite, 80 Stundenkilometer schnell, 4,3 Kubikmeter Ladevolumen, 30 kW Motorleistung. Alles in allem ein Fahrzeug, das ab 32.000 Euro eine genauere Betrachtung wert sein könnte.

MAN

MAN betritt mit dem TGE genannten Zwillingsbruder des VW Crafter Neuland und schafft ein erstes Angebot im Transporter-Segment. Bei der Entwicklung des Serienmodells setzten die Entwickler auf Individualisierung. Dazu initiierten die Münchner ein Treffen mit rund 80 Zubehörentwicklern aus dem Inland und dem benachbarten Ausland. Ziel ist es, „zusammen mit ausgewählten Aufbauherstellern aus dem TGE ein nutzerspezifisches ,Schweizer Messer‘ zu machen“, sagt Roy Tietze, Leitung Aufbauhersteller Management Van bei MAN. Der „Neue“ liefert nach seinen Worten mit zwei Radständen, drei Dachhöhen und drei Fahrzeuglängen eine breite Basis für den Auf- und Ausbau. Die Markteinführung des neuen Transporters soll im Juni erfolgen.

Iveco

Für den Daily Elektrik haben die Italiener kürzlich die für den Nutzfahrzeugbereich neu eingeführte Auszeichnung „Sustainable Truck of the Year“ erhalten. Gepunktet hat der Daily nach Angaben von Iveco mit seinen hocheffizienten elektrischen Komponenten und Batteriesystemen, dem niedrigen Gesamtgewicht, dem verringerten Energieverbrauch und die um 100 Kilo erhöhte Nutzlast. Ein Übriges tat die um 20 Prozent erhöhte Lebenserwartung der Batterie.

Nissan

Nissan Navara Trek-1° – mit einem Sondermodell auf Basis des neuen NP300 Navara ergänzt Nissan sein Pick-up-Angebot. Zur Serienausstattung des Sondermodells gehören neben schwarzen 18-Zoll-Leichtmetallfelgen und LED-Suchscheinwerfern auch eine Abdeckung für die Ladefläche. Ebenfalls serienmäßig ist auf der Pritsche eine Laderaumunterteilung montiert, die die zu transportierenden Güter schützt und so für Sicherheit sorgen soll. Farblich stehen zwei Varianten des Sondermodells bereit - schwarz metallic und eine weiße Perleffekt-Lackierung. Namensgeber für den Trek-1° ist die geographische Lage des Region Navarra in Nordspanien. Der Längengrad -1 zeigt auf der Weltkarte eine sandige Wüstenlandschaft – und damit sicher nicht das allerschlechteste Terrain für den robusten Offroader.

Deutlich ziviler ist man dagegen mit dem Transporter NV300 unterwegs. Mit dem hat Nissan die Lücke in seinem Nutzfahrzeugangebot im wichtigen 3,5-Tonnen-Segment geschlossen. Lieferbar ist der Transporter als Kastenwagen, Doppelkabine, Kombi und auch als reines Plattform-Fahrgestell. Service-Intervalle von 24 Monaten bzw. 160.000 Kilometern und eine Garantie über fünf Jahre sollen die Betriebskosten senken.

Opel

Opel rüstet die Modellreihen Vivaro und Movano auf Wunsch jetzt mit dem Navi 80 IntelliLink aus. IntelliLink steht bei den Rüsselsheimern für Infotainment und Vernetzung. Für Gewerbetreibende besonders interessant ist nach Worten von Jürgen Keller die Real Time Traffic-Funktion: „Durch die frühzeitige Warnung vor hohem Verkehrsaufkommen sparen sie Zeit“, verspricht der Deutschlandchef des Fahrzeugherstellers. Im Gegensatz zu herkömmlichen Navigationsgeräten, setzt Opel auf die sogenannten Live Services von TomTom. Damit werden die Navigationsdaten nicht mehr nur durch die merhmals stündlich aktualisierten TMC-Daten aus dem Radio aktualisiert, sondern nutzen unterschiedlichen Quellen. Das Ergebnis: eine deutlich effizientere Routenplanung verspricht Opel. Bedient werden die neuen Geräte über einen sieben Zoll großen Farbtouchscreen. Eigene mobile Endgeräte lassen sich nach Angaben der Rüsselsheimer problemlos koppeln und so über Lenkradtasten oder Sprachbefehle steuern.

Renault

Bei Renault steht der Alaskan genannte Pick-up in den Startlöchern. Auf dem Automobilsalon in Genf zeigten die Franzosen das Nutzfahrzeug. Gefertigt wird das auf einem soliden Kastenrahmen aufgebaute Fahrzeug in Mexiko. Lieferbar ist er mit Heck- sowie mit zuschaltbarem Allradantrieb. Geht es ins Gelände, steigert wahlweise eine elektronische oder eine mechanische Differenzialsperre die Möglichkeiten des Vorankommens auch in schwerem Gelände. Auch als Zugpferd beweist der „Neue“ seine Bärenkräfte: Satte 3,5 Tonnen schleppt der Alaskan mühelos zur Baustelle oder am Wochenende auf die Pferdekoppel oder zur Slipstelle fürs Boot. Noch etwas verhalten geben sich die Franzosen zum Marktstart des Pick-ups in Europa und damit auch in Deutschland. In der Kommunikationsabteilung des Herstellers geht man auf Nachfrage aber davon aus, dass der Startschuss noch in diesem Jahr fällt.

Mercedes

Unfälle interessieren Mercedes derzeit ganz besonders:Mit einem eigenen Expertenteam wertet der schwäbische Automobilbauer Unfalldaten aus und nutzt die daraus gewonnenen Erkenntnisse zur weiteren Optimierung der für die Transporter entwickelten aktiven und passiven Sicherheitssysteme. Geforscht wird bei Mercedes in diesem Bereich schon seit den 1970er Jahren. Vor gut eineinhalb Jahren wurde die Unfallforschung der Schwaben jedoch neu aufgestellt.

Ein anderes großes Thema bei Mercedes ist derzeit die Entwicklung der Sprinter- und Vito-Baureihen mit Elektro-Antrieben. Im Fokus stehen nach Herstellerangaben dann vor allem die Faktoren Wirtschaftlichkeit, Alltagstauglichkeit und Nachhaltigkeit.

Peugeot

Peugeot schafft Platz für bis zu sechs Personen in der neuen Expert-Baureihe. Dafür rüsten die Franzosen den Transporter gemeinsam mit Karosseriespezialist Snoeks mit einer Doppelkabine aus. Der verbleibende Laderaum wird durch eine fest verbaute Trennwand vom Cockpit getrennt. Entscheidet sich der Kunde für den Sechs-Sitzer, kann er zwei Fahrzeuglängen ordern: Die Version L2 verfügt über eine Fahrzeuglänge von 4,96 Metern, die Version L3 bringt es auf 5,31 Meter. Zur Wahl stehen außerdem zwei Ausstattungslinien. Das Pro-Modell bietet unter anderem eine Doppelbeifahrersitzbank mit Ablagen darunter, elektrisch verstellbare und beheizbare Außenspiegel, Geschwindigkeitsregler und -begrenzer, ein vierfach verstellbares Lenkrad sowie eine Zentralverriegelung. Beim Premium-Modell kommt eine weitere Ablagefläche unter den linken zwei Sitzen der zweiten Reihe hinzu sowie eine akustische Einparkhilfe hinten, Klima- und Audioanlage und das sogenannte Sicht-Paket mit Regensensor, Lichtsensor und Nebelscheinwerfern.

Und wenn der Expert für den Fuhrpark zu klein ist, steht auch der größere Boxer als TwinCap zur Verfügung und bietet ebenfalls Platz für bis zu sechs Insassen.

Citroën

Auch Citroën setzt aktuell auf die Doppelkabine und rüstet den neuen Jumpy Kastenwagen damit aus. Die Fahrzeugspezifika unterscheiden sich naturgemäß nicht viel vom PSA-Konzernbruder Peugeot Expert: Zwei Fahrzeuglängen bietet auch Citroën. Und auch zwei Austattungslinien, Eco und Komfort Plus genannt. Das Ladevolumen gibt Citroën – je nach ausgewählter Fahrzeuglänge – mit 3,2und 4 Kubikmetern an. Damit bleibt bei der Löwenmarke wie auch bei Citroën in den Fahrzeugen reichlich Platz, neben den sechs Insassen auch noch Material und Werkzeug mit zum Kunden zu nehmen.

VW Nutzfahrzeuge

Rockton – der Name steht bei VW traditionell für die robusten Arbeitsgeräte der T-Baureihe. Serienmäßig verfügt auch der neue Rockton über den bei VW 4Motion genannten Allradantrieb samt einer mechanischen Hinterachs-Differenzial-Sperre. Zudem ist das Fahrwerk des Transporters um 30 mm höhergelegt, so dass der Rockton auch gröberes Gelände bestens meistert.. Als Sonderausstattung bietet VW Unterfahrschutz-Elemente, die Motor, Getriebe, Hinterachsdifferenzial, Hauptschalldämpfer, Seitenschweller und Tank im Gelände schützen. Auch im Inneren gefällt der Rockton als echtes Arbeitsgerät: Vor allem dann, wenn der optionale Schienenboden verbaut ist. Denn auf dem können zum Beispiel bis zu drei weitere Einzelsitze oder eine verschiebbare Gitterwand verbaut werden.

Ebenfalls neu: der Caddy Edition 35. Mit dem feiern die Hannoveraner den 35. Geburtstag der kompakten Transporter-Baureihe. Das Sondermodell glänzt im exklusiven Styling, ist ebenfalls als Allradler zu haben und wird wahlweise einem 122 PS oder einem 150 PS starken Turbo-Dieseldirekteinspritzer befeuert.

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