Handwerk Archiv
Foto: handwerk.com

Steuern

Umsatzsteuer nach Forderungsausfall

Ihr Kunde zahlt einfach nicht, doch Sie haben die Umsatzsteuer längst abgeführt? So bekommen Sie Ihr Geld vom Fiskus zurück.

von Dirk Witte

Was passiert mit der Umsatzsteuer, die Sie in Rechnung gestellt und

schon an den Fiskus abgeführt haben? Antworten bieten der Paragraf 17

Absatz 2 des Umsatzsteuergesetzes und die laufende Rechtsprechung. So

hat der Bundesfinanzhofs (BFH) in einem neuen Fall die bisherige

Rechtssprechung zu diesem Thema bestätigt. Voraussetzung für die

Rückzahlung der Umsatzsteuer durch das Finanzamt ist die

"Uneinbringlichkeit" der Forderung, dass also mit einer Zahlung nicht

mehr zu rechnen ist.

Dem Fiskus reicht es aber nicht aus, dass Sie selber keine Zahlungen

mehr erwarten. Vielmehr müssen Sie anhand geeigneter Unterlagen und

Informationen nachweisen, dass die Forderung nicht mehr beglichen wird.

Dabei werden Sie kaum um die Verfahrenskosten der Forderungseintreibung

herumkommen. Geeignete Unterlagen und Informationen sind unter anderem:

Insolvenzeröffnung des Kunden

Offenbarungseid des Kunden

Erfolglose Pfändung beim Kunden durch das Amtsgericht

Bestreitung der Forderung durch den Kunden mit Hilfe einer Klage

Tod des Kunden ohne Erben

Verjährung der Forderung

Unauffindbarkeit des Schuldners.

Sobald geeignete Unterlagen vorliegen, die einen dieser Sachverhalte

bestätigen, können Sie mit Hilfe der Voranmeldung die Umsatzsteuer vom

Fiskus zurück fordern.

Bundesfinanzhof: Aktenzeichen V R 13/04

Frustriert von der Mitarbeitersuche?

handwerk.com und die Schlütersche helfen Ihnen Ihre offenen Stellen einfach, zeit- und kostensparend mit den richtigen Kandidaten zu besetzen! Mehr als 500 Betriebe vertrauen uns bei der Mitarbeitersuche!

Jetzt Bewerber finden!

Wir haben noch mehr für Sie!

Praktische Tipps zur Betriebsführung und Erfahrungsberichte von Kollegen gibt es dienstags und donnerstags auch direkt ins Postfach: nützlich, übersichtlich und auf den Punkt.
Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an - schnell und kostenlos!
Wir geben Ihre Daten nicht an Dritte weiter. Die Übermittlung erfolgt verschlüsselt. Zu statistischen Zwecken führen wir ein anonymisiertes Link-Tracking durch.

Steuern

Buchführungsbüros dürfen keine Umsatzsteuervoranmeldung erstellen

Unternehmen sollten die Umsatzsteuervoranmeldung nicht einem selbstständigen Buchhalter überlassen. Sonst kann es sein, dass der Fiskus die Voranmeldung einfach nicht anerkennt.

    • Steuern

Steuern

Corona-Soforthilfe ist umsatzsteuerfrei

Zuschüsse aus der Corona-Soforthilfe haben in der Umsatzsteuer-Voranmeldung nichts zu suchen. Wer den Zuschuss angibt, bremst den Fiskus unnötig aus.

    • Steuern, Corona
Scheibchenweise Umsatzsteuer zahlen? Das akzeptiert das Finanzamt nur bei vereinbarten und erbrachten Teilleistungen

Steuern

Ratenzahlungen: Keine Salamitaktik bei der Umsatzsteuer

Weil sein Kunde in Raten zahlt, will der Auftragnehmer die Umsatzsteuer ebenfalls in Raten zahlen. Der Bundesfinanzhof muss entscheiden: wann das geht – und wann nicht.

    • Steuern

Steuern

So schützen Sie sich vor Umsatzsteuerforderungen aus Kostenvoranschlägen

Böse Steuerfalle beim Kostenvoranschlag: Wer im Angebot die Umsatzsteuer ausweist, kann alleine schon dadurch dem Fiskus die Umsatzsteuer schulden - auch wenn der Auftrag nie vergeben wird. Dafür gibt es nur eine Lösung!

    • Steuern