Die Polizei warnt vor einem Schreiben, das Cyberkriminelle im Namen des Bundesgesundheitsministeriums verschicken.
Foto: Weissblick - stock.adobe.com

IT-Sicherheit

Vorsicht Schadsoftware: E-Mail zu Corona-Arbeitsschutz

Getarnt als Schreiben des Bundesgesundheitsministeriums verschicken Cyberkriminelle aktuell Schadsoftware. So erkennen Sie die schädliche E-Mail.

Die Zentrale Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) des Landeskriminalamts Niedersachsen warnt vor einer neuen Welle mit Schadsoftware. Sie wird im Namen des Bundesministeriums für Gesundheit unter der Adresse poststelle@bundesministerium-gesundheit.com per E-Mail verbreitet.

Polizeiwarnung: Erpresserschreiben per Kontaktformular

Aktuell verschicken Cyberkriminelle Erpresserschreiben an Unternehmen über die Kontaktformulare auf ihren Websites. Allzu ernst müssen Sie die Drohungen wohl nicht nehmen.
Artikel lesen >

Auffällig ist, dass das Schreiben – untypisch für diese Art schädlicher E-Mails – in sauberer deutscher Sprache ohne nennenswerte Rechtschreib- und Grammatikfehler verfasst ist. Einen Beispiel-Aufbau des Schreibens finden Sie hier.

Laut ZAC stellt das Schreiben die Behauptung auf, dass sich die Gesundheitsministerinnen und -minister der EU auf EU-weiten Regeln zum Corona-Schutz am Arbeitsplatz ausgetauscht hätten. Das Bundesministerium für Gesundheit habe daraufhin „neue offizielle Corona-Arbeitsschutzregel“ vorgelegt, die sogleich verbindlich gelten würden. Empfänger der E-Mail werden aufgefordert, sich die angeblichen neuen Regelungen „gründlich durchzulesen“ und „das Dokument der neuen Corona-Arbeitsschutzregeln umgehend für alle Mitarbeiter in Ihrem Betrieb verfügbar zu machen“.

Das angebliche Dokument der Corona-Arbeitsschutzregeln, das im E-Mail-Anhang steckt, enthält ein Download-Werkzeug, das Schadsoftware auf den Rechner des Opfers lädt. Es verbirgt sich in der Datei Arbeitsschutzregel-Corona-September.pdf.js, die sich in der ZIP-Datei mit dem Namen Bund-Arbeitsschutzregel-Corona-September-1.zip befindet.

ZAC rät: Öffnen/Doppelklicken Sie unter keinen Umständen die angehängte Datei. Wer die E-Mail erhalten hat, solle Anzeige bei der Polizei stellen, das gehe am einfachsten über die zuständige Online-Wache.

Tipp: Sie wollen mehr über IT-Gefahren im Handwerk erfahren? Mit dem handwerk.com-Newsletter bleiben Sie auf dem Laufenden. Hier geht es zur Anmeldung!

Auch interessant:

Cookie-Warnungen einfach ausblenden

Fast auf jeder Website begegnen sie uns inzwischen: nervige Warnhinweise zur Cookie-Nutzung. Doch es gibt ein Tool, das sie verschwinden lässt.
Artikel lesen >

Meister gründet Kooperationsplattform für Handwerker

Dieser Handwerker weiß: Im Handwerksalltag kann eine kleine Kooperation die Arbeit manchmal deutlich vereinfachen. Dafür hat er Tymwork gegründet.
Artikel lesen >

-Anzeige-

Wir haben noch mehr für Sie!

Praktische Tipps zur Betriebsführung und Erfahrungsberichte von Kollegen gibt es dienstags und donnerstags auch direkt ins Postfach: nützlich, übersichtlich und auf den Punkt.
Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an - schnell und kostenlos!
Wir geben Ihre Daten nicht an Dritte weiter. Die Übermittlung erfolgt verschlüsselt. Zu statistischen Zwecken führen wir ein anonymisiertes Link-Tracking durch.