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Vorsorge mit Aktienfonds

Vorsorge mit Aktienfonds

Aktien haben sich als langfristig renditestarke Anlage erwiesen. Doch Aktionäre müssen sich intensiv mit dem Aktienmarkt auseinandersetzen, um langfristig gute Ergebnisse erzielen zu können. Die Anlage in Aktienfonds ist demgegenüber mit weniger Aufwand verbunden. Auf was dabei zu achten ist, weiß Finanzberater Andreas Schiewe.

Aktien haben sich als langfristig renditestarke Anlage erwiesen. Doch Aktionäre müssen sich intensiv mit dem Aktienmarkt auseinandersetzen, um langfristig gute Ergebnisse erzielen zu können. Die Anlage im Aktienfonds ist mit weniger Aufwand verbunden. Bei einem Aktienfonds nimmt das professionelle Fondsmanagement dem Anleger die Entscheidungen ab. Dabei genießt ein Kleinanleger dieselben Vorteile wie ein Großanleger, denn das Fondsmanagement legt das Geld für alle gleich an; gleichgültig, ob jemand 1000 Mark oder eine Million Mark investiert. Außerdem wird das Risiko durch Verteilung der Geldanlage auf verschiedene Wertpapiere gemindert. Und schon mit kleinen monatlichen Sparbeiträgen kann langfristig ein ansehnliches Vermögen aufgebaut werden

Hohe Zuwächse bei langfristigen Sparplänen

So hat beispielsweise der in deutsche Aktien anlegende Fonds DWS Investa in den letzten 25 Jahren eine durchschnittlich jährliche Rendite von 14,51 Prozent pro Jahr erreicht. Damit schlägt diese Anlageform alle anderen Alternativen. Angenommen, ein Anleger hätte am 01.Januar 1976 begonnen, in diesen Aktienfonds 25 Jahre lang monatlich 200 Mark einzuzahlen, dann hätte er am 31. Dezember 2000 über ein Vermögen von 510.098 Mark verfügen können. Der international anlegende DWS Vermögensbildungsfonds I erzielte sogar 595.044 Mark. Bei einer Anlage in deutschen Rentenwerten wären es lediglich rund 163.000 Mark mit einer Durchschnittrendite von 7,2 Prozent gewesen, und bei einer guten Lebensversicherung hätte er sich mit rund 145.000 bis 150.000 Mark begnügen müssen.

Langfristig anlegen und in der Baisse kaufen

Aktienfonds unterliegen starken Kursschwankungen. Einige Jahre weisen Kursgewinne aus und andere Jahre sogar Verluste. Aktienfonds eignen sich nur für langfristige Sparpläne und für langfristige Einmalanlagen (mindestens sieben Jahre Laufzeit), da die kurzfristigen Kursschwankungen kaum vorhersehbar sind. Für die Sicherheit und damit auch den Erfolg des Aktienfondssparens spielt die Anlagedauer eine bedeutsame Rolle.

Als Faustformel gilt: Je länger der Anlagezeitraum ist, desto gleichmäßiger fallen die Anlageergebnisse aus. Auf Zeiten sinkender Kurse (Baisse) folgen Zeiten steigender Kurse (Hausse). Nach einer Untersuchung der Hausse- und Baissezeiten von 1954 bis 1998 durch eine namhafte Fondsgesellschaft dauerte in diesem Betrachtungszeitraum eine durchschnittliche Baisse zwölf Monate und eine durchschnittliche Hausse 45,3 Monate. Bei einer Baisse verlor das Fondsvermögen durchschnittlich nur 12,1 Pozent, während es bei einer Hausse durchschnittlich 147,5 Prozent gewann. Das Geheimnis einer erfolgreichen Aktienfondsanlage ist offensichtlich : Die Anleger müssen die Baisse durchhalten, um in den Genuss der Hausse zu kommen. Denn sie verlieren in der Baisse viel weniger als sie in der Hausse gewinnen können. Kluge Anleger wissen das und kaufen folgerichtig in einer Baisse Fondsanteile nach.

Geringeres Risiko mit breit gefächerten Fonds

Um nicht unnötige Risiken einzugehen, sollten Anleger einen oder besser zwei Aktienfonds wählen, die breit streuen. Dafür kommen Branchen-, Regional- oder Einländerfonds nicht in Frage. Ideal sind international oder europäisch anlegende Fonds. Da der Deutsche Aktienindex (Dax) hinter den Börsenbarometern Eurolands zurückgeblieben ist, sind deutsche Aktienfonds nur mit Zurückhaltung zu empfehlen. Da außerdem die Währungsrisiken innerhalb des Eurowährungsraumes weggefallen sind, besteht auch kein Grund mehr, sich die Chancen entgehen zu lassen die Euroland bietet.

Fondsauswahl durch unabhängige Berater

Bei der Fondsauswahl sollte man sich unabhängig beraten lassen. Der Berater sollte nicht in einen abhängigen Verhältnis zu einer Fondsgesellschaft, Bank oder Versicherungsunternehmen stehen und über eine breite Fondspalette verfügen. Nur so ist gewährleistet, dass der Anleger Spitzenfonds der jeweiligen Kategorie erhalten kann.

Andreas Schiewe

Der Autor ist Finanz- und Versicherungsmakler. Kontakt: Gluewinkel 5, 38162 Cremlingen bei Braunschweig, Tel.: (0 53 06) 97 08 77, Fax: 97 08 76,

schiewe.andreas@t-online.de

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Darlehenstilgung über Aktienfonds

Darlehenstilgung über Aktienfonds

Langfristig hohe Renditen machen Aktienfonds auch für Bauherren interessant. Viele Banken bieten bereits Baudarlehen auf Fondsbasis an

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BVI

Fondssparer erzielen "Toprenditen"

Regelmäßige Fondssparer erzielen nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Investment-Gesellschaften (BVI) „Toprenditen“. Spitzenergebnisse erzielen vor allem Technologiefonds.

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Offene Immobilienfonds

Rendite mit wenig Gefahr

Reich werden durch Immobilien - dieser Traum erfüllt sich immer häufiger. Das gesamte Immobilienvermögen in der Bundesrepublik beträgt heute 7,3 Billionen Mark. Viele Wohnhäuser haben innerhalb von 20 Jahren ihren Wert verdoppelt. Die Rendite lag bei durchschnittlich 8,5 Prozent. Niemand muß sich mit Millionen Mietshäuser oder ganze Wohnblöcke kaufen: offene Immobilienfonds machen Anleger auch mit kleinen Beträgen zu Teilhabern.

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Index-Werte aufmerksam beobachten

Index-Werte aufmerksam beobachten

Aktien, die in einem Index enthalten sind, sind gefragt. Vor allem internationale Großanleger interessieren sich für diese Werte. Für den Privatanlager kann das Folgen haben: Fliegt eine Aktie aus dem Index, sinkt der Kurswert. Marktbeobachtung ist daher unverzichtbar.

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