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Fuhrpark

VW-Schummeldiesel: jetzt droht Stilllegung

Wer die Teilnahme an Volkswagens Rückrufaktion verweigert, dem droht nun der Entzug der Fahrzeugzulassung. Focus Online hat ein entsprechendes Schreiben des Kraftfahrtbundesamtes veröffentlicht.

2,6 Millionen manipulierte Dieselfahrzeuge ruft der Volkswagenkonzern in die Werkstätten zurück. Ein Software-Update soll ihren verboten hohen Stickstoffausstoß reduzieren. Doch nicht jeder Fahrzeughalter ist dem Rückruf bisher gefolgt. Grund: Halter befürchten negative Folgen des Updates, wie erhöhten Verschleiß.

Die Verweigerung der Teilnahme am Rückruf blieb bislang konsequenzlos. Auf Anfrage von handwerk.com stellt das Kraftfahrtbundesamt (KBA) aber klar: „Der Rückruf ist verbindlich. Fahrzeuge, die nicht umgerüstet werden, können außer Betrieb gesetzt werden.“

Damit beginnt das Amt nun. Es schreibt erste Update-Verweigerer an, meldet Focus Online und veröffentlicht Teile eines KBA-Schreibens an den Fahrzeughalter eines VW Amarok. Inhalt: Das KBA droht dem Halter, Ende August Halter- und Fahrzeugdaten an die zuständige örtliche Zulassungsbehörde zu übermitteln. Die könne dann den Betrieb des Fahrzeugs untersagen.

Diese Konsequenz könne vermieden werden, wenn der Fahrzeughalter „sehr zeitnah“ an der Rückrufaktion teilnimmt, heißt es in dem KBA-Schreiben.

Wie viel Zeit haben betroffene Rückrufverweigerer, eine Stilllegung ihres Fahrzeugs zu umgehen? Dazu erklärt das KBA: „Je nach Freigabedatum des Updates hat der Fahrzeughalter mit rund anderthalb Jahren ausreichend Zeit, an dem verbindlichen Rückruf teilzunehmen. Nach Ablauf von etwa anderthalb Jahren informiert das KBA die zuständige Zulassungsbehörde, falls ein Fahrzeug noch nicht umgerüstet wurde.“

 

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