Nach einem umfassendem technischem Update nennt Volkswagen seinen Bestseller jetzt T6.1.
Foto: Martina Göres

Transporter-Bestseller

VW T6.1: Der Bulli geht online

Der Volkswagen T6.1 ist zwar keine Neuentwicklung, mit dem jüngsten Facelift bekommt der Bestseller aber ein umfassendes digitales Update.

Inhaltsverzeichnis

Auf einen Blick:

  • Der Bulli wird digital: VW stellt mit dem T6.1 keine Neuentwicklung sondern „nur“ ein Facelift vor. Doch das hat es in sich, denn gerade auf der technischen Seite gibt es viele neue Möglichkeiten.
  • Zahlreiche Assistenten: Der „Neue“ kann zum Beispiel mit Spurhalte-, Anhängerrangier- sowie Ein- und Auspark-Assistent ausgerüstet werden.
  • Zwei Radstände: Wie gehabt, kann der Bulli mit zwei unterschiedlichen Radständen geordert werden. Zur Wahl stehen 3,00 und 3,40 Meter zwischen den Achsen. Außerdem gibt es neben der Normal- auch wieder eine Hochdach-Version.
  • Der Antrieb: Bei den Motoren bleibt zunächst alles beim Alten – der zwei Liter große Vierzylinder-Turbo-Diesel wurde auf die Abgas-Norm 6d-Temp getrimmt. Angeboten wird der Selbstzünder in verschiedenen Leistungsstufen von 90 bis 190 PS. Ein rein elektrisch angetriebener Bulli soll im Frühjahr kommenden Jahres folgen.

Volkswagen hat seine seit 2015 als T6 angebotene Transporter-Ikone für Familie, Freizeit und Gewerbe aufgefrischt. Äußerlich gibt es für den ab November erhältlichen T6.1 nur kosmetische Retuschen, erkennbar am größeren Kühlergrill mit verchromten Querspangen. Innen aber hat sich eine Menge getan.

Aufgewertete Serienausstattung

Das Cockpit mit weniger Knöpfen ist weitgehend neu, es gibt mehr und größere Ablagen und erstmals auf Wunsch digitale Instrumente. Die Ergonomie passt wie eh und je, Sitz- und Fahrkomfort sind auf hohem Niveau und das Fahrgefühl ist auch im Transporter Pkw-ähnlich, wozu auch die komfortabel ausgelegte Federung beiträgt.

Aufgewertet hat VW die Serienausstattung. Im Transporter 6.1 und in der bis zu neunsitzigen Caravelle 6.1 umfasst sie jetzt auch elektrische Fensterheber, eine Zentralverriegelung, elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel, LED-Innenleuchten und das Einstiegsradio „Composition Audio“ inklusive Bluetooth-Freisprechanlage und USB-, SD- sowie iPod/iPhone-Schnittstelle.

Der Multivan 6.1 als Familien- oder Business-Van verfügt in der Einstiegslinie Trendline jetzt über das Audiosystem „Composition Colour“ mit 6,5-Zoll-Touchscreen und integrierter e-Sim. Zweizonen-Klimaanlage, eine dritte, verschiebbare Sitzreihe und höhenverstellbare Komfortsitze mit manuell verstellbarer Lendenwirbelstütze sind hier ohnehin an Bord.

Neue Assistenzsysteme

Die neue, elektromechanische Servolenkung mit spürbar direkterer Übersetzung ist nicht nur für ein agileres Handling des T6.1 verantwortlich, der sich trotz 4,90 Meter Länge und 1,90 Meter Breite erstaunlich handlich manövrieren lässt. Sie erlaubt jetzt auch den Einsatz von neun zusätzlichen Assistenzsystemen. Der T6.1 rüstet damit ordentlich auf, die elektronischen Helferlein summieren sich auf bis zu zwanzig Systeme.

Neu sind beispielsweise Spurhalte-, Anhängerrangier- und Ein- und Ausparkassistent sowie eine Verkehrszeichenerkennung. Serienmäßig für alle Modelle ist der ebenfalls neue, ab 80 km/h wirksame Seitenwindassistent, der bei starkem Wind stabilisierend eingreift.

Vier Grundmodelle

Wie bisher wird der T6.1 in vier Grundmodellen angeboten:

  • als praktischer Transporter
  • als Caravelle mit kurzem und langem Radstand für die Beförderung von Personen
  • als äußerst variabler Multivan mit enormem Raumangebot für bis zu sieben Personen und Gepäck, der sich mit dreh- und ausbaubaren Sitzen, mit Leder und allerlei Schnickschnack schick und teuer aufrüsten lässt sowie
  • zu einem späteren Zeitpunkt als Freizeitmobil California.

Wie gehabt, rollt der Transporter wahlweise mit zwei Radständen (3,00 und 3,40 Meter), mit Normal- oder Hochdach, als Kastenwagen, Kombi oder Pritschenwagen sowie mit Einzel- oder Doppelkabine. Für Gewerbe und Handwerk bietet er im Fuhrpark Lösungen für Einsatzzwecke der unterschiedlichsten Art. Besonders langes Transportgut kann jetzt unter die Beifahrerdoppelsitzbank geschoben werden (ab 400 Euro, alle Preise netto zzgl. 19 Prozent Umsatzsteuer), damit steigt die maximale Ladelänge im Transporter von 2,45 auf 2,80 Meter beziehungsweise auf 3,30 Meter bei langem Radstand.

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