Das BSI warnt vor vorinstallierter Schadsoftware auf einigen Neugeräten.
Foto: Natchapon - stock.adobe.com

Digitalisierung + IT

Warnung vor IT-Geräten mit Schadsoftware

Vorinstallierte Schadsoftware auf neu gekauften Smartphones und Tablets? Das gibt es und davor warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.

Inhaltsverzeichnis

Auf einen Blick:

  • Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt: Auf Smartphones und Tablets könnte Schadsoftware vorinstalliert sein.
  • Drei Neu-Geräte hat das BSI getestet und warnt vor der Nutzung. Bezogen werden diese Geräte vorwiegend über das Internet.
  • Auch Hersteller seien bereits informiert worden, damit infizierte Geräte nicht weiter in den Umlauf kommen.

Wer Smartphones oder Tablets über das Internet kauft, sollte besonders vorsichtig sein. Denn das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat bei einer Testbestellung im Januar und Februar 2019 vorinstallierte Schadsoftware auf drei Geräten gefunden.

Vorsicht vor DSGVO-Abmahnungen mit Schadsoftware!

Die Datenschutz-Grundverordnung muss für vieles herhalten. Jetzt verschicken Kriminelle Abmahnungen per Mail mit einer Schadsoftware im Anhang.
Artikel lesen >

Schadsoftware auf drei Tablets und Smartphones nachgewiesen

Konkret handelt es sich laut BSI um diese drei Neu-Geräte:

  • das Tablet Eagle804 des Herstellers Krüger & Matz
  • das Smartphone S8 Pro des Hersteller Ulefone
  • das Smartphone A10 des Herstellers Blackview.

Das BSI konnte nachweisen, dass das Tablet Eagle804 im Auslieferungszustand über eine vorinstallierte Schadsoftware mit einem bekannten Command-and-Control-Server Kontakt aufnimmt. Diese Server können Viren und Trojaner verbreiten oder sensible Nutzerdaten sammeln.

Bei den oben genannten Smartphones konnte im Auslieferungszustand zunächst zwar keine Schadsoftware nachgewiesen werden. Auf ihren Internetseiten böten die Hersteller jedoch als einzige Variante eine Firmware an, in der Schadsoftware enthalten sei. Es sei davon auszugehen, dass mit diesen Firmwareversionen ausgelieferte Geräte ebenfalls betroffen sind.

Kunden sollten vorsichtig sein

Zudem liegen dem BSI Daten vor, die über 20.000 Verbindungen unterschiedlicher deutscher IP-Adressen pro Tag mit diesem boshaften C&C-Server nachweisen. Das Institut geht davon aus, dass auch in Deutschland mit einer größeren Verbreitung von Geräten mit dieser Schadsoftware gerechnet werden müsse. Deutsche Netzbetreiber seien vom BSI bereits informiert und gebeten worden, ihre Kunden zu warnen.

Nachdem das BSI die Geräte untersucht und Schadsoftware festgestellt hat, habe der Online-Marktplatz Amazon angegeben, die genannten Geräte aus dem Sortiment genommen zu haben. Dennoch bestünden Gefahren, meint das BSI.

Empfehlungen für Nutzer, die Geräte mit Schadsoftware erworben haben, hat das BSI auf der Website www.bsi-fuer-buerger.de zusammengefasst.

Auch interessant:

Die Tricks der Phishing-Gauner: Plötzlich hängen Sie am Haken

Erschütternd gute Phishing-Attacken gelingen Kriminellen inzwischen mit einfachen Mitteln. Moderne Software macht es möglich. Jeder Dritte fällt darauf rein.
Artikel lesen >

Hacker erklärt: So gehen Sie E-Mail-Viren nicht ins Netz!

Sie stecken in Worddokumenten, Exceldateien, sogar in PDFs! Doch nicht jeder falsche Klick führt sofort zur Virus-Infektion: Ein Hacker klärt auf.
Artikel lesen >

-Anzeige-

Digitalisierung + IT

Vorsicht Virus: BSI warnt vor täuschend echten E-Mails

Zurzeit werden im Namen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik gefälschte E-Mails verschickt, warnt die Behörde.

Digitalisierung + IT

Gesundheit: Wie Sie die Strahlung Ihres Handys reduzieren

Welche Handys und Smartphones sind strahlungsarm? Und wie lässt sich die Belastung durch das eigene Telefonier- und Surfverhalten möglichst gering halten? Die Antworten finden Sie hier.

Cyber-Sicherheitstag

Cybersicherheit für Handwerker

Kann man sich gegen IT-Risiken versichern? Und wie lassen sich Cloud-Angebote und mobile Endgeräte gefahrlos nutzen? Antworten und Praxisbeispiele für Handwerker gibt es am 25. Januar in Berlin.

IT-Sicherheit

Virusgefahr: 1000 infizierte Online-Shops

Wer hier einkauft, kann sein Geld verlieren. In Deutschland haben Kriminelle rund eintausend Online-Shops infiziert.

Ihre Stimme zählt: Was können wir besser machen?

Wir wollen unsere Whatsapp-News und unsere App „Handwerk“ verbessern. Helfen Sie uns, indem Sie ein paar kurze Fragen beantworten – damit Sie die Infos bekommen, die Ihnen wirklich nützen!

Hier geht es zur Umfrage