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Steuern, Recht und Co.

Diese 12 Änderungen kommen 2021 auf Betriebe zu

Neues Jahr, neue Regeln – das ist auch 2021 nicht anders. Diese 12 Änderungen sollten Handwerksunternehmer zum Start ins Jahr kennen.

Inhaltsverzeichnis

Auf einen Blick:

  • Mehrwertsteuer, Mindestlohn, und Mindestausbildungsvergütung steigen 2021. Gleiches gilt für die Insolvenzgeldumlage. Die EEG-Umlage sinkt hingegen.
  • Neu eingeführt wird die CO₂-Steuer beim Sprit. Außerdem wird der Schadstoff-Ausstoß bei Neuzulassungen künftig stärker berücksichtigt.
  • Handlungsbedarf kann für Betriebe bei der TSE-Umrüstung und bei der Website bestehen.
  • Sonderregeln gelten corona-bedingt für 2021 bei der Kurzarbeit, so beim Beispiel bei der Bezugsdauer.

Das Jahr 2020 wird wegen der Corona-Pandemie wohl kaum jemand schnell vergessen. Wie sich 2021 entwickeln wird, ist angesichts der aktuellen Entwicklungen mit den steigenden Infektionszahlen und dem Lockdown kaum vorherzusagen. Sicher ist allerdings schon, dass das Jahr 2021 für Handwerkbetriebe einige Veränderungen mit sich bringen wird – hier sind 12 Beispiele.

#1: Reduzierter Mehrwertsteuersatz gilt nicht mehr

Um in der Corona-Krise die Konjunktur anzukurbeln, hat der Bund 2020 die Mehrwertsteuer vorübergehend gesenkt. Seit dem 1. Januar 2021 sind die Steuersätze wieder auf 19 beziehungsweise 7 Prozent gestiegen.

Eine Ausnahme von den gewohnten Regeln gibt es allerdings: Für Speisen gilt in der Gastronomie noch bis zum 30. Juni 2021 der reduzierte Mehrwertsteuersatz. Im April 2020 hatten Bundestag und Bundesrat die befristete Absenkung von 19 auf 7 Prozent beschlossen.

Sie werden dann wieder von 5 auf 7 und von 16 auf 19 Prozent angehoben.

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#2: Der Solidaritätszuschlag wird weitgehend abgeschafft

Zum 1. Januar 2021 wurde der Solidaritätszuschlag (Soli) für fast alle abgeschafft. Für rund 90 Prozent derer, die den sogenannten Soli auf ihre Lohn- oder Einkommenssteuer zahlen, fällt er laut Bundesfinanzministerium (BMF) vollständig weg. Für weitere etwa 6,5 Prozent entfalle der Soli in Teilen.

Doch was bedeutet das in Zahlen? Laut BMF wird der Soli künftig nicht mehr erhoben, wenn die zu zahlende Lohn- oder Einkommensteuer unter 16.956 (Einzelveranlagung) beziehungsweise 33.912 Euro (Zusammenveranlagung) liegt. Oberhalb dieser Grenze werde der Solidaritätszuschlag zunächst nicht in voller Höhe erhoben, sondern schrittweise an den vollen Satz herangeführt. Den vollen Satz von 5,5 Prozent zahlen nur Alleinstehende mit einem zu versteuernden Einkommen von mehr als 96.820 Euro und Verheiratete, die ein Einkommen von mehr als 193.641 Euro zu versteuern haben. Wie hoch die Steuerersparnis im Einzelfall ist, lässt sich mit dem Soli-Rechner auf www.bundesfinanzministerium.de nachrechnen.

#3: Gesetzlicher Mindestlohn wird 2021 zweimal angehoben

Zum 1. Januar 2021 ist der gesetzliche Mindestlohn auf 9,50 Euro gestiegen. Das entspricht einem Plus von 15 Cent pro Stunde. Die Bundesregierung hatte die Anhebung der Lohnuntergrenze im Herbst 2020 beschlossen und festgelegt, wie sich die Lohnuntergrenze bis 2022 entwickeln soll. Demnach soll es 2021 noch einen weiteren Erhöhungsschritt geben: Zum 1. Juli 2021 wird die Lohnuntergrenze um weitere 10 Cent angehoben. In der zweiten Jahreshälfte wird der gesetzliche Mindestlohn dann bei 9,60 Euro pro Stunde liegen.

Bis 2022 steigt der gesetzliche Mindestlohn in vier Stufen auf 10,45 Euro. Zum Jahreswechsel steigt die Lohnuntergrenze zunächst auf 9,50 Euro.

Mindestlohn steigt 2021 auf 9,50 Euro

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