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Ausnahmeregelung

Wechsel zur Ist-Besteuerung jetzt möglich

Ab sofort können Betriebe mit maximal 500.000 Euro Jahresumsatz die Umsatzsteuer später zahlen. Einige Ausnahmeregelungen machen es möglich.

Wer nicht mehr als 500.000 Umsatz im Jahr erzielt, muss die Umsatzsteuer erst dann an das Finanzamt abführen, wenn ein Auftraggeber seine Rechnung bezahlt hat. Bisher lag die Umsatzgrenze für diese sogenannte Ist-Besteuerung in den alten Bundesländern bei 250.000 Euro. Wer mehr als 500.000 Euro Jahresumsatz erzielt, fällt auch weiterhin unter die "Soll-Besteuerung" und muss Umsatzsteuer sofort nach Rechnungsstellung abführen.

Damit die entsprechende Gesetzesänderung greifen kann, hat das Bundesfinanzministerium (BMF) in einem Schreiben jetzt die Umsetzung geregelt:

Die Änderung tritt rückwirkend zum 1. Juli 2009 in kraft und gilt bis zum 31. Dezember 2011.

Unternehmen, die von der Soll- zur Ist-Besteuerung wechseln wollen, müssen einen Antrag an das Finanzamt stellen. Obwohl die Gesetzesänderung erst mit der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt in Kraft tritt, können die Finanzämter solche Anträge schon jetzt genehmigen.

Der Wechsel zur Ist-Besteuerung ist nur für Umsätze möglich, die nach dem 30. Juni 2009 ausgeführt werden.

Eigentlich sieht das Umsatzsteuerrecht einen Wechsel nur für ein volles Wirtschaftsjahr vor. Davon können die Finanzämter in diesem Jahr eine Ausnahme machen, um den Wechsel im laufenden Jahr zu genehmigen.

Entscheidend für einen Wechsel zur Ist-Besteuerung ist der Jahresumsatz 2008. Nur wer 2008 die Grenze von 500.000 Euro nicht überschritten hat, kann den Antrag stellen. Wie sich die Umsätze im ersten Halbjahr 2009 entwickelt haben, spielt hingegen keine Rolle.

Weitere Infos:

BMF-Schreiben vom 10. Juli 2009 - IV B 8 S 7368/09/10001

(jw)

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