Als Zeugnisdatum ist das Datum der rechtlichen Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu nehmen.
Foto: eccolo - Fotolia.com

Recht

Welches Datum muss ein Arbeitszeugnis haben?

Nur mit dem Ausstellungsdatum ist ein Arbeitszeugnis formal korrekt. Ein Landesarbeitsgericht musste klären, was das richtige Datum ist.

Ob Datum, gelochtes Papier oder zu positive Formulierungen – im Streit ums Arbeitszeugnis trifft sich so mancher Arbeitgeber mit ehemaligen Mitarbeitern vor Gericht wieder. In diesem Fall musste das Landesarbeitsgericht (LAG) Köln entscheiden.

Das müssen ehemalige Mtarbeiter nicht akzeptieren.

So vermeiden Sie 5 große Fehler im Arbeitszeugnis

Manche Fehler im Arbeitszeugnis fallen Mitarbeitern besonders schnell auf. Wer sie als Arbeitgeber vermeidet, kann einige Anwaltskosten sparen!
Artikel lesen

Der Fall: Eine Frau streitet mit ihrem ehemaligen Arbeitgeber um ein qualifiziertes Arbeitszeugnis. Per Vergleich einigen sie sich: Der Betrieb verpflichtet sich, ein Zeugnis mit guter Leistungs- und Führungsbeurteilung zu erteilen. Dem kommt er nach und versieht das Zeugnis mit dem Datum 5. September 2019. Das moniert die Frau. Sie verlangt, dass der Betrieb ihr das Zeugnis mit dem Datum ausstellt, an dem das Arbeitsverhältnis beendet wurde – also dem 31. Dezember 2018.

Das Urteil: Das LAG Köln gibt der Frau Recht. Das Arbeitszeugnis müsse mit dem Datum versehen werden, an dem das Arbeitsverhältnis beendet wurde. Das sei im Arbeitsleben so üblich und auch von der höchstrichterlichen Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts gebilligt.

Als Zeugnisdatum das Datum der rechtlichen Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu nehmen, birgt nach Einschätzung des LAG zwei Vorteile: Es schafft Rechtssicherheit. Außerdem beugt es der Gefahr von Spekulationen vor, ob es zwischen den Vertragsparteien einen Streit über die Erteilung und den Inhalt des Zeugnisses gab. Denn die könnten entstehen, wenn zwischen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses und der tatsächlichen Erstellung des Zeugnisses ein längerer Zeitraum verstrichen sei.

LAG Köln, Urteil vom 27. März 2020, Az.: 7 Ta 200/19

Tipp: Sie wollen keine wichtigen Infos mehr zum Thema Arbeitsrecht verpassen? Mit dem handwerk.com-Newsletter bleiben Sie auf dem Laufenden. Hier geht es zur Anmeldung!

Auch interessant:

Ja, sagen die Richter am Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz. Allerdings muss das Zeugnis noch kopierfähig sein.

Darf ein Arbeitszeugnis geknickt und getackert werden?

Bei einem Arbeitszeugnis ist nicht nur der Inhalt wichtig, sondern auch die Form. Aber haben Arbeitnehmer deshalb auch Anspruch auf ein ungeknicktes und ungetackertes Zeugnis?
Artikel lesen

Im Fall eines Handwerksbetriebs entschied das LAG Nürnberg, dass gegen ein Arbeitszeugnis auf gelochtem Geschäftspapier nichts einzuwenden ist.

Darf ein Arbeitszeugnis gelocht sein?

Zu Geheimzeichen in Arbeitszeugnissen gibt es viele Urteile. In diesem Fall musste ein Gericht entscheiden, ob ein gelochtes Zeugnis zulässig ist.
Artikel lesen

So lesen Sie Arbeitszeugnisse richtig

Wer neue Mitarbeiter einstellen will, bekommt es mit Arbeitszeugnissen zu tun. Was die Dokumente über die Bewerber aussagen.
Artikel lesen
Foto: sebra - stock.adobe.com

Recht

Arbeitszeugnisse: Diese 7 Urteile sollten Arbeitgeber kennen

Arbeitszeugnisse sind oft Anlass für Streit. Doch was können Sie als Arbeitgeber machen und was nicht? Diese 7 Urteile sollten Sie kennen.

Im Fall eines Handwerksbetriebs entschied das LAG Nürnberg, dass gegen ein Arbeitszeugnis auf gelochtem Geschäftspapier nichts einzuwenden ist.
Foto: Matthias Geipel - stock.adobe.com

LAG-Urteil

Darf ein Arbeitszeugnis gelocht sein?

Zu Geheimzeichen in Arbeitszeugnissen gibt es viele Urteile. In diesem Fall musste ein Gericht entscheiden, ob ein gelochtes Zeugnis zulässig ist.

Es muss mit der Maschine geschrieben, lesbar und fehlerfrei sein.
Foto: eccolo - Fotolia.com

Urteil

Gelochtes Arbeitszeugnis enthält kein Geheimzeichen

So mancher Arbeitnehmer vermutet im Arbeitszeugnis versteckte Geheimzeichen. Gelochtes Papier muss keines sein, wie ein Gericht entschied.

Ja, sagen die Richter am Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz. Allerdings muss das Zeugnis noch kopierfähig sein.
Foto: denisismagilov - stock.adobe.com

Recht

Darf ein Arbeitszeugnis geknickt und getackert werden?

Bei einem Arbeitszeugnis ist nicht nur der Inhalt wichtig, sondern auch die Form. Aber haben Arbeitnehmer deshalb auch Anspruch auf ein ungeknicktes und ungetackertes Zeugnis?

Wir haben noch mehr für Sie!

Praktische Tipps zur Betriebsführung und Erfahrungsberichte von Kollegen gibt es dienstags und donnerstags auch direkt ins Postfach: nützlich, übersichtlich und auf den Punkt.
Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an - schnell und kostenlos!
Wir geben Ihre Daten nicht an Dritte weiter. Die Übermittlung erfolgt verschlüsselt. Zu statistischen Zwecken führen wir ein anonymisiertes Link-Tracking durch.