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Sparzwang

Weniger KfW-Gelder für Gebäudesanierung

Die Bundesregierung will das KfW-Porgramm zur energetischen Sanierung von Gebäuden drastisch zusammenstreichen. Nur noch rund 400 Millionen Euro sollen dafür 2011 zur Verfügung stehen. 2009 waren es noch rund 2 Milliarden.

Die Ankündigung des Bundesbauministeriums, die Förderung bei der Gebäudesanierung zu kürzen, schlägt Wellen.

Scharfe Kritik an den Sparplänen der Bundesregierung kommt von der Bundesvereinigung Bauwirtschaft: Kürzungen seien zwar nötig, sagt deren Geschäftsführer Karl Robl." Bei Investitionen anzusetzen, ist jedoch der völlig falsche Ansatz, insbesondere dann, wenn durch Investitionszuschüsse bzw. Zinserleichterungen private Investitionen ausgelöst werden, die die staatliche Förderung um ein Vielfaches übertreffen.“

Arbeitsplätze in Gefahr
Schon für 2010 hatte die Regierung das Fördervolumen gegenüber dem Vorjahr um 700 Millionen gekürzt. Nun stehen nach Ansicht der Bauwirtschaft Arbeitsplätze auf dem Spiel:  Betroffen seien "insbesondere diejenigen Unternehmen mit ihren Beschäftigen, die im Hochbau tätig sind. Hier stellt sich schon die Frage, warum der seit langem gebeutelte Wohnungsbau wiederum für Sparanstrengungen herhalten muss".

Klimaziel in Gefahr
Vor den Folgen der Einsparungen warnt auch Stephan Kohler von der Deutschen Energie-Agentur (dena): "Jeder Euro, der in bessere Heizungen, Dämmung und Fenster fließt, zahlt sich volkswirtschaftlich mehrfach aus - nicht nur durch weniger Energiekosten, sondern auch durch mehr Steuereinnahmen und Sozialbeiträge." 

Nach Kohlers Ansicht müssten die Gelder aufgestockt werden, statt sie zu kürzen: "Für die zum Erreichen der Klimaschutzziele nötige Sanierungsrate braucht es rund fünf Milliarden Euro pro Jahr, nicht bloß 400 Millionen wie jetzt geplant."

(jw)

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