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Ausbildungsplatzabbrecher

Wenn der Azubi stiften geht

Jeder vierte Lehrling im Handwerk wird seine Ausbildung vorzeitig abbrechen, warnt das Statistische Bundesamt. Um den Betrieben die Folgekosten zu ersparen, raten Ausbildunsprofis zu sorgfältiger Auswahl und intensiver Betreuung.

In Deutschland werden nach aktuellen Schätzungen 20 Prozent aller Ausbildungsverträge vor Ende der Lehrzeit aufgelöst. Diese Zahl gab jetzt das Statistische Bundesamt bekannt. Vor allem im Handwerk rechnen die Wissenschaftler mit hohen Quoten von bis zu 27 Prozent.

Die Ursachen für einen Ausbildungsabbruch sind vielschichtig. Sie reichen von dem Gefühl der Über- oder Unterforderung über falsche Vorstellungen vom gewählten Beruf bis hin zu ungünstigen Arbeitszeitregelungen. Als Kernprobleme gelten in Fachkreisen jedoch vor allem eine mangelnde Konfliktfähigkeit und fehlendes Problemlöseverhalten.

"Gerade im zwischenmenschlichen Bereich liegt vieles im Argen", weiß Klaus Engelhardt, Ausbildungsberater bei der Handwerkskammer Dortmund. Er vermisst in den Betrieben die Einrichtung regelmäßiger Mitarbeitergespräche. "Häufig staut sich durch wechselseitige Sprachlosigkeit soviel auf, dass es letztlich zum großen, umwiderruflichen Knall kommt."

Betriebsinhabern rät Engelhardt, Bewerber schon vor Vertragsabschluss sehr genau unter die Lupe zu nehmen. Dies könne zum Beispiel in Form von Praktika geschehen. "Dabei ist es wichtig, den Lehrling in spe auch an solche Aufgaben heranzuführen, die später zu seinem Tätigkeitsfeld gehören", empfiehlt Engelhardt.

Dass der gute Draht zwischen Ausbilder und Auszubildendem nicht vom Himmel fällt, weiß auch Peter Maaser, Ausbildungscoach der Handwerkskammer Düsseldorf. Der Auszubildende müsse das Gefühl bekommen, dass sein Arbeitsbeitrag wichtig ist für den Betrieb. Dann sei er auch bereit, in stressigen Arbeitsphasen mitzuziehen und eventuell Überstunden in Kauf zu nehmen.

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