Nur beim letzten Montageschritt setzen die Forscher auf menschliche Hilfe.
Foto: NCCR Digital Fabrication / Roman Keller

Automatisierung

Hier kommt der mechanische Zimmermann

An der ETH Zürich werden Handwerker zu Assistenten von Robotern. Die Maschinen übernehmen Fertigung und Montage – selbst von geometrisch komplexen Holzmodulen.

Die Digitalisierung dringt weiter in Kernbereiche des Handwerks vor. Wie sie Bauprojekte und insbesondere das Zimmererhandwerk verändern kann, zeigt ein aktuelles Projekt der Technischen Hochschule ETH Zürich. Den Forschern ist es gelungen, komplexe räumliche Holzbaugruppen zu großen Teilen mithilfe von Robotern zu fertigen.

Ziel des Projekts „Spatial Timber Assemblies“ – übersetzt: räumliche Holzbaugruppen – ist es, Bauwerke digital entwerfen, planen und fertigen zu können.

In der Praxis funktioniert das so: Ein Roboter nimmt einen Holzbalken auf und führt ihn zur Säge, wo er automatisch auf Maß gebracht wird. Nach automatisiertem Werkzeugwechsel bohrt ein zweiter Roboter die Löcher für die Montage vor. Anschließend arbeiten beide Roboter zusammen, positionieren den Balken präzise an seinem Bestimmungsort im Bauwerk, so wie es der Computerentwurf vorgegeben hat. Nur das anschließende Verschrauben bleibt noch dem Menschen überlassen.

Nach und nach entsteht in der Fertigungshalle so ein räumliches Holzmodul, das zur Endmontage auf die Baustelle gefahren werden kann.

Den Ablauf sehen Sie auch hier im Video.

Einen der Vorteile sehen die Forscher in dieser Form der Automatisierung darin, dass Änderungen im Gesamtprojekt jederzeit beliebig im Computermodel angepasst und an die automatisierte Fertigung übergeben werden können.

Sechs dieser räumlichen Holzmodule bauen die Roboter nun für das Demonstrationsprojekt DFAB House. Dort sollen sie in den oberen beiden Geschossen montiert werden.

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