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Wiesehügel fordert Angleichung der Ostlöhne bis 2004

Der Bundesvorsitzende der IG Bauen-Agrar- Umwelt, Klaus Wiesehügel, hat erstmals die Angleichung der Ostlöhne auf dem Bau an das Westniveau bis 2004 verlangt. Wenn die EU- Osterweiterung 2004 komme, würden die Mindestlöhne nach EU-Maßstäben auf der Basis des jeweils niedrigsten nationalen Tarifniveaus festgeschrieben, sagte er. "Deshalb ist es wichtig, bis dahin zu einem einheitlichen Lohngefüge in Ost und West zu kommen."

Der Bundesvorsitzende der IG Bauen-Agrar-

Umwelt, Klaus Wiesehügel, hat erstmals die Angleichung der Ostlöhne

auf dem Bau an das Westniveau bis 2004 verlangt. Wenn die EU-

Osterweiterung 2004 komme, würden die Mindestlöhne nach EU-Maßstäben

auf der Basis des jeweils niedrigsten nationalen Tarifniveaus

festgeschrieben, sagte er bei einem Landesverbandstag in

Magdeburg. "Deshalb ist es wichtig, bis dahin

zu einem einheitlichen Lohngefüge in Ost und West zu kommen."

In der "Neuen Osnabrücker Zeitung" hatte

Wiesehügel zudem neue Gesetze gegen Schwarzarbeit und illegale

Beschäftigung gefordert. Seiner Ansicht nach werden "knapp 250

Milliarden Mark jährlich in den Bauberufen schwarz oder illegal von

etwa 300.000 Menschen und ihren Drahtziehern verbuddelt". Würde man

dies konsequent verhindern, könnten 180.000 Bauarbeiter wieder einen

Job bekommen.

Der Landesvorsitzende der IG Bau, Andreas Steppuhn, verlangte

erneut die zügige Umsetzung des Landesvergabegesetzes, das sich in

der parlamentarischen Beratung befindet. "Öffentliche Aufträge dürfen

zukünftig nur noch an Unternehmen vergeben werden, die sich an

tarifliche und soziale Standards halten." Bereits bei der Abgabe

eines Angebotes müsse geprüft werden, ob sich die Unternehmen bei

ihrer Kalkulation wirtschaftlich und rechnerisch an die Tarifverträge

hielten.

Laut Gewerkschaftsauskunft liegt das Tarifeinkommen eines

Bauarbeiters in den neuen Ländern durchschnittlich bei 70 Prozent des

Westlohns. Die Gewerkschaft hat nach eigenen Angaben 540.000

Mitglieder, davon etwa 30.000 in Sachsen-Anhalt.

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